Sinntal

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Sinntal
Sinntal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Sinntal hervorgehoben

Koordinaten: 50° 18′ N, 9° 41′ O

Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Main-Kinzig-Kreis
Höhe: 371 m ü. NHN
Fläche: 111,84 km2
Einwohner: 8878 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 79 Einwohner je km2
Postleitzahl: 36391
Vorwahlen: 06664, 06665 (Altengronau, Jossa, Neuengronau), 09741 (Züntersbach)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: MKK, GN, HU, SLÜ
Gemeindeschlüssel: 06 4 35 027
Gemeindegliederung: 12 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Rathaus 11
36391 Sinntal
Website: www.sinntal.de
Bürgermeister: Carsten Ullrich (SPD)
Lage der Gemeinde Sinntal im Main-Kinzig-Kreis
NiederdorfeldenSchöneck (Hessen)NidderauMaintalHanauGroßkrotzenburgRodenbach (bei Hanau)ErlenseeBruchköbelHammersbachNeuberg (Hessen)Ronneburg (Hessen)LangenselboldHasselrothFreigericht (Hessen)GründauGelnhausenLinsengericht (Hessen)BiebergemündFlörsbachtalJossgrundBad OrbWächtersbachBrachttalSchlüchternBirsteinSinntalBad Soden-SalmünsterGutsbezirk SpessartSteinau an der StraßeSteinau an der StraßeBad Soden-SalmünsterBad Soden-SalmünsterGutsbezirk SpessartBayernLandkreis OffenbachOffenbach am MainFrankfurt am MainLandkreis FuldaVogelsbergkreisLandkreis GießenWetteraukreisHochtaunuskreisKarte
Über dieses Bild

Sinntal ist die östlichste Gemeinde im osthessischen Main-Kinzig-Kreis.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sinntal liegt am nördlichen Rand des Spessarts und an den westlichen Ausläufern der Rhön. Das Oberzentrum Fulda liegt etwa 30 km nördlich von Sinntal.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sinntal grenzt im Norden an die Gemeinde Kalbach (Landkreis Fulda), im Osten an die Gemeinde Motten, das gemeindefreie Gebiet Mottener Forst-Süd und die Stadt Bad Brückenau, den Markt Zeitlofs und das gemeindefreie Gebiet Roßbacher Forst (alle Landkreis Bad Kissingen), im Süden an den Markt Obersinn (Landkreis Main-Spessart) sowie im Westen an das gemeindefreie Gebiet Gutsbezirk Spessart und die Stadt Schlüchtern.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sinntal besteht aus folgenden Ortsteilen:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen bildete sich 1. Juli 1972 die Gemeinde Sinntal durch den freiwilligen Zusammenschluss der bisher selbständigen Gemeinden Mottgers, Schwarzenfels und Weichersbach.[2] Am 1. Juli 1974 kamen kraft Landesgesetz Altengronau (mit dem am 1. Dezember 1969 eingemeindeten Ort Neuengronau), Jossa, Oberzell und Sterbfritz (mit den am 1. Dezember 1969 eingemeindeten Orten Breunings, Sannerz und Weiperz) hinzu.[3] Am 1. Januar 1977 wurde schließlich noch Züntersbach eingemeindet.[4] Für alle Ortsteile wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher gebildet.[5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[6] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[7][8]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
   
Insgesamt 31 Sitze
  • SPD: 12
  • CDU: 9
  • BWG: 10
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 36,8 12 41,4 13 40,5 12 40,0 12
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 29,7 9 37,2 11 31,7 10 28,9 9
BWG Bürgerliche Wählergemeinschaft 33,5 10 21,4 7 16,0 5 19,9 6
FDP Freie Demokratische Partei 11,7 4 11,2 4
gesamt 100,0 31 100,0 31 100,0 31 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 56,2 53,5 52,2 60,1

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der hessischen Kommunalverfassung ist der Bürgermeister Vorsitzender des Gemeindevorstands, dem in der Gemeinde Sinntal neben dem Bürgermeister neun ehrenamtliche Beigeordnete angehören. Bürgermeister ist seit 13. Januar 2005 Carsten Ullrich (SPD).[9][10] Seine direkt gewählten Amtsvorgänger waren

  • 1999 bis 2005 Johann Heberling (BWG)
  • 1975 bis 1999 Hans Eberhard Priemer (SPD)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Naturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sinnwiesen von Altengronau und Struth von Altengronau (Heimat des europäischen Bibers (Castor fiber), sowie der extrem gefährdeten Schachblume (Fritillaria meleagris))

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tennis-Verein Sterbfritz
  • Turn-Verein Sterbfritz
  • Schützen-Verein Sterbfritz
  • DLRG Sterbfritz
  • Taubenzüchter Sterbfritz
  • TSV Oberzell
  • TSG 1911 Züntersbach
  • SG Germania Sterbfritz
  • SV Alania Sannerz
  • FV Viktoria Altengronau
  • SG Jossa
  • FC Hermannia Mottgers
  • TSV Rhönadler Schwarzenfels
  • TSV Weichersbach
  • SG Alemannia Weiperz

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Eisenbahn-Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg durchquert das Gemeindegebiet. Der Landrückentunnel, der mit 10.779 m längste Tunnel in Deutschland, verläuft im nördlichen Gemeindegebiet.

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Plastic Omnium in Sterbfritz
  • Rohm & Werner in Sterbfritz
  • Knaus Tabbert in Mottgers
  • Löffert Stiele in Oberzell/Ziegelhütte
  • Gebrüder Patzer (Einheitserdewerke) in Altengronau (Sitz des Unternehmens) und Jossa (Produktionsstätte)
  • Schmiedeeisen Vornwald in Altengronau

Sportstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kindergärten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Ortsteilen der Gemeinde Sinntal gibt es fünf Kindergärten:

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet von Sinntal ist noch heute durch zahlreiche sogenannte Zwergschulen geprägt. In vielen von ihnen werden mehrere Jahrgänge in einer Klasse unterrichtet, in zwei von ihnen (Sannerz und Züntersbach) sogar alle vier. Der Plan des hessischen Kultusministeriums, zahlreiche dieser Schulen aufgrund zu geringer Schülerzahlen zu schließen, sorgt in der Gemeinde für erheblichen Unmut.[11] Die Grundschule in Jossa wurde zum Ende des Schuljahres 2012/2013 bereits geschlossen.[12]

  • Grund-, Haupt- und Realschule Altengronau – Hans-Elm-Schule
  • Grundschule Sterbfritz
  • Grundschule Mottgers
  • Grundschule Oberzell
  • Grundschule Sannerz
  • Grundschule Weichersbach
  • Grundschule Züntersbach

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Helena von Pfalz-Simmern (1532–1579), Tochter des Pfalzgrafen und Herzogs Johann II. von Pfalz-Simmern und der Markgräfin Beatrix von Baden; gestorben auf Burg Schwarzenfels
  • Franz Bäke (1898–1978), Offizier; geboren im Ortsteil Schwarzenfels

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sinntal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Bevölkerungsstand am 31.12.2018 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Der Hessische Minister des Inneren: Gemeindegebietsreform in Hessen: Zusammenschlüsse und Eingliederungen von Gemeinden vom 21. Juni 1972. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1972 Nr. 28, S. 1197, Punkt 851; 2. Abs. 1. (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 4,4 MB]).
  3. Der Hessische Minister des Innern: Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Gelnhausen, Hanau und Schlüchtern und der Stadt Hanau sowie die Rückkreisung der Städte Fulda, Hanau und Marburg (Lahn) betreffende Fragen (GVBl. 330–26) vom 12. März 1974. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 9, S. 149, § 15 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 3,0 MB]).
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 376–377.
  5. Hauptsatzung. (PDF; 529 kB) §; 5. In: Webauftritt. Gemeinde Sinntal, abgerufen im Februar 2019.
  6. Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im April 2016.
  7. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  8. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006
  9. Hessisches Statistisches Landesamt: Direktwahlen in Sinntal
  10. Gemeinde Sinntal: Bürgermeisterwahlen 2016 - Wahltag und Stichwahltag@1@2Vorlage:Toter Link/secure.wittich.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., abgerufen am 18. September 2016.
  11. Schulen in Sinntal : Wunsch nach mehr Zeit - Frankfurter Rundschau
  12. Main-Kinzig: Grundschule in Jossa droht Schließung - Frankfurter Rundschau