Skimmia japonica

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Skimmia japonica
Skimmia japonica – knospige Blütenstände einer Kulturform

Skimmia japonica – knospige Blütenstände einer Kulturform

Systematik
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Seifenbaumartige (Sapindales)
Familie: Rautengewächse (Rutaceae)
Gattung: Skimmien (Skimmia)
Art: Skimmia japonica
Wissenschaftlicher Name
Skimmia japonica
Thunb.

Skimmia japonica ist eine in Ostasien heimische Pflanzenart aus der Gattung der Skimmien (Skimmia) in der Familie der Rautengewächse (Rutaceae). Vor allem eine Vielzahl an Zuchtformen dieser Art sind beliebte Zierpflanzen.

Verbreitung[Bearbeiten]

Die Heimat von Skimmia japonica liegt in Japan, Korea und China. Die Pflanzen wachsen dort als Unterbewuchs in Wäldern.

Beschreibung[Bearbeiten]

Skimmia japonica wächst als immergrüner Strauch mit Wuchshöhen bis 7 Meter, wobei Exemplare in gemäßigten Breiten selten mehr als 1,5 Meter erreichen. Die ledrigen Laubblätter sind mehr oder weniger rosettig am Ende der Zweige angeordnet. Sie sind 7 bis 10 Zentimeter groß und auf der Oberseite frischgrün; die Unterseite ist gelblicher getönt.

Die Pflanze ist zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch), wobei es auch zwittrige Sorten gibt. Die weißen Blüten stehen in endständigen Rispen und riechen süßlich (siehe Syn. S. fragrans, von fragrans = duftend). Die Blütenständen mit den Blütenknospen sind rötlich bis bräunlich gefärbt und auch schon recht ansehnlich. Sie werden oft schon im Herbst gebildet, während die Blüten sich erst im Frühjahr öffnen. Die kugeligen einsamigen Beeren sind auffällig rot und etwa erbsengroß.

Giftigkeit[Bearbeiten]

Die ganze Pflanze gilt als wenig giftig. Hauptwirkstoffe: Im Holz der Zweige Skimmmin

In den Blättern Sosolin, Dictamin, Skimmianin, Edulin und (+)-Platydosmin.

Vergiftungserscheinungen: Skimmiamin potenziert die Wirkung von Adrenalin , sensibilisiert die spinalen Reflexe, entspannt die glatte und erhöht den Tonus der quergestreiften Muskulatur.

Systematik[Bearbeiten]

Synonyme für die Art sind S. fragans Carrière sowie S. oblata T. Moore (1821–1887). Es werden je nach Autor Unterarten bzw. Varietäten unterschieden:

  • Skimmia japonica f. repens (Nakai) H. Hara (Syn.: S. repens Nakai)
  • Skimmia japonica var. intermedia Komatsu
  • Skimmia japonica var. veitchii (Carrière) Rehder (Syn.: S. oblata var. veitchii (Carrière) Carrière, S. veitchii Carrière)

Zuchtformen[Bearbeiten]

Es ist eine Vielzahl an Zuchtformen entstanden; es folgt eine Auswahl:

  • ‚Emerald King‘,
  • ‚Fragrans‘,
  • ‚Keessen‘,
  • ‚Kew White‘,
  • ‚Nymans‘,
  • ‚Rubella‘,
  • ‚Rubinetta‘,
  • ‚Ruby Dome‘,
  • ‚Veitchii‘, auch ‚Foremannii‘ genannt,
  • ‚Wanto‘ sowie
  • ‚White Gerpa‘.

Kultur[Bearbeiten]

Wird die Pflanze als Zimmerpflanze kultiviert, so ist es schwierig, den Fruchtansatz zu gewährleisten: Da die Pflanze zweihäusig ist, müssen männliche und weibliche Exemplare zusammen gehalten werden, außerdem findet die Bestäubung normalerweise durch Insekten statt und muss bei Kultivierung in geschlossenen Räumen künstlich mit dem Pinsel erfolgen.

Japanische Skimmien sind je nach Sorte mehr oder weniger frosthart. Fast alle Sorten kann man in Mitteleuropa im Freien kultivieren. Sie wachsen auch in Schatten oder Halbschatten und mögen ähnlich wie Rhododendren humosen, leicht sauren Boden.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Rob Herwig: Pareys Zimmerpflanzen Enzyklopädie. Paul Parey Verlag, Berlin und Hamburg 1983, ISBN 3-489-61024-5.
  •  Hayashi Yasaka: Nihon-no Jumoku. Yama to Keikoku Sha, Tokio 1985, ISBN 4-635-09017-5.
  • L. Roth, M. Daunderer, K. Kornmann: Giftpflanzen Pflanzengifte, 6. überarbeitete Auflage, 2012, Nikol-Verlag, ISBN 978-386820-009-6

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Skimmia japonica – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien