Slinky

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Slinky aus Metall
Farbiges Slinky

Slinky (englisch to slink: schleichen), erfunden um 1945 von dem Ingenieur Richard James aus Philadelphia, ist ein Spielzeug aus einer Metall- oder auch Kunststoffschraubenfeder, das zu verschiedensten Spielen animiert. So kann Slinky zum Beispiel eine Treppe heruntersteigen.[1] Aus der Idee entstand das Spielzeug.

Treppenlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wird das Slinky auf einer Treppe in Bewegung gesetzt, überträgt es die Energie entlang seiner Achse in einer Longitudinalwelle. Die Spirale bewegt sich in einer periodischen Bewegung, als würde sie einen Purzelbaum schlagen.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1943 arbeitete der Richard James bei Philadelphia in seinem Heimatlabor an der Entwicklung von Federn, mit denen empfindliche Instrumente an Bord von Schiffen gehalten und selbst in rauer See stabilisiert werden konnten. Als er einmal versehentlich eine seiner Federn umstieß, entdeckte James den Treppengang.[1]

Nach wiederholten Experimenten erkannte er und seine Frau Betty das Potenzial als Spielzeug; sie taufte es auf den Namen Slinky. Im Jahr 1945 stellten die beiden ihr erstes Spielzeug im Gimbels Department Store in der Innenstadt von Philadelphia aus und verkauften 400 Slinkys in 90 Minuten.[1][3]

Die James gründeten die James Industries in Hollidaysburg, Pennsylvania, um ihr Produkt zu vermarkten. Richard James erfand Maschinen, die in 10 Sekunden 80 Fuß Stahldraht zu einem Slinky wickeln konnten. Bis zum 50. Geburtstag im Jahr 1995 hatte das Unternehmen mit denselben Maschinen weltweit über eine Viertel-Milliarde Slinkys verkauft.[1]

Rezeption in der Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Pixar-Film Toy Story machte der Spielzeughund Slink oder Slinkydog Karriere.

Sebastian Krämer hat dem Slinky das Lied Ding, das die Treppe runtergehen kann gewidmet.[4]

Slinky in der Mode[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Begriff Slinky wird in der Mode auch für leicht fallende, weiche Bekleidung verwendet. So gibt es Slinky-Hosen, -Röcke, -Kleider, -Jacken, -T-Shirts, -Tops und mehr. Alle haben gemeinsam, dass sie gerade geschnitten sind und aus weichen, elastischen Jerseystoffen hergestellt werden, nicht eng am Körper anliegen und, der Schwerkraft folgend, fallen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Slinky – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d The Slinky® (Inventor of the week archive). Massachusetts Institute of Technology, abgerufen am 28. Dezember 2012.
  2. Ben Ikenson: Patents: Bubblewrap, Bottlecaps, Barbed Wire, and Other Ingenious Inventions: 150 Ingenious Inventions. Black Dog & Leventhal 2004, ISBN 978-1579123673.
  3. webarchive.loc.gov: History of the Slinky Toy
  4. Sebastian Krämer - Akademie der Sehnsucht Trackliste. (Nicht mehr online verfügbar.) http://sebastiankraemer.de, archiviert vom Original am 2. März 2017; abgerufen am 1. März 2017. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/sebastiankraemer.de