Sośno

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Sośno
Wappen von Sośno
Sośno (Polen)
Sośno
Sośno
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Kujawien-Pommern
Powiat: Sępólno Krajeńskie
Geographische Lage: 53° 23′ N, 17° 41′ O53.38972222222217.686388888889Koordinaten: 53° 23′ 23″ N, 17° 41′ 11″ O
Einwohner: -
(30. Jun. 2014)[1]
Postleitzahl: 89-412
Telefonvorwahl: (+48) 52
Kfz-Kennzeichen: CSE
Gmina
Gminatyp: Landgemeinde
Gminagliederung: 30 Ortschaften
20 Schulzenämter
Fläche: 162,76 km²
Einwohner: 5136
(30. Jun. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 32 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 0413032
Verwaltung
2006: Leszek Stanisław Stroiński
Adresse: ul. Nowa 1
89-412 Sośno



Sośno (deutsch Soßnow, 1942–1945 Sassenau) ist ein Dorf in Polen in der Wojewodschaft Kujawien-Pommern. Der Ort ist Sitz einer Landgemeinde im Powiat Sępoleński.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Sośno liegt nordwestlich der Stadt Bromberg; die Entfernung beträgt etwa 45 Kilometer Luftlinie.

Geschichte[Bearbeiten]

Sossnow nordwestlich der Stadt Bromberg und nordöstlich der Stadt Schneidemühl auf einer Landkarte der Provinz Posen von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich polnischsprachiger Bevölkerung).
Kirche in Soßnow

Unter dem Namen Soßnow war die Ortschaft in älterer Zeit ein Rittergut im Kreis Flatow in Westpreußen. Im Jahr 1783 befand sich die adlige Domäne im Besitz eines v. Oslowski.[2]

Um 1816 hatte Soßnow zweiundzwanzig Häuser.[3]

Um die Mitte des 19. Jahrhunderts saß auf Soßnow der Landrat und Kreisdeputierte Adolph von Müllern, Ehrenritter der Balley Brandenburg des Ritterordens St. Johannis vom Spital zu Jerusalem,[4] verheiratet mit Marianne von Wulffen. Die Tochter Olga des Ehepaars heiratete am 17. März 1870 auf Soßnow den preußischen Oberleutnant Johann August Freiherr Hiller von Gärtringen.[5]

Als nach dem Ersten Weltkrieg aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags der Polnische Korridor eingerichtet wurde, musste Soßnow an die Zweite Polnische Republik abgetreten werden. Nach der Besetzung der Region durch die deutsche Wehrmacht 1939 wurde Soßnow wieder dem Deutschen Reich einverleibt und gehörte bis 1945 zum Landkreis Zempelburg. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Region im Frühjahr 1945 von der Roten Armee besetzt. Die Ortschaft wurde anschließend der Verwaltung der Volksrepublik Polen übergeben.

Einwohnerzahlen[Bearbeiten]

Gemeinde[Bearbeiten]

Zur Landgemeinde Sośno gehören 20 Ortsteile (deutsche Namen bis 1945)[7] mit einem Schulzenamt:

  • Dębiny (Eichfelde)
  • Dziednof
  • Jaszkowo
  • Mierucin
  • Obodowo (Obendorf)
  • Olszewka
  • Przepałkowo (Zempelkowo)
  • Rogalin
  • Roztoki
  • Sitno (Sittnow, 1942–1945 Schüttenau)
  • Skoraczewo
  • Sośno (Soßnow, 1942–1945 Sassenau)
  • Sośno-Zielonka
  • Szynwałd (Schönwalde)
  • Tonin (Groß Tonin)
  • Toninek (Klein Tonin)
  • Tuszkowo
  • Wąwelno (Lindenwald)
  • Wielowicz (Groß Wöllwitz)
  • Wielowiczek (Klein Wöllwitz)

Weitere Ortschaften der Gemeinde sind:

  • Borówki
  • Ciosek
  • Dębowiec (Dembowitz)
  • Leśniewice
  • Ostrówek
  • Płosków (Lindebuden)
  • Pod Lasem
  • Skoraczewiec
  • Skoraczewko
  • Świdwie (Swidwie)

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2014. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), archiviert vom Original am 7. Dezember 2014, abgerufen am 6. Dezember 2014.
  2. F. W. F. Schmitt: Topographie der zum ehemaligen Netz-Distrikt gehörenden Kreise Westpreußens: In: Preußische Provinzialblätter. Jahrgang 1855, Januar – Juni, Königsberg 1855, S. 42–66.
  3. a b Johann Daniel Friedrich Rumpf und Heinrich Friedrich Rumpf: Vollständiges Wörterbuch des preußischen Staats. Brand 3, Berlin 1921, S. 121.
  4. Liste der Mitglieder der Balley Brandenburg des Ritterlichen Ordens St. Johannis vom Spital zu Jerusalem. Berlin 1859, S. 70.
  5. Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser. Band 21, Gotha 1871, S. 284.
  6. Kraatz: Topographisch-statistisches Handbuch des Preußischen Staats. Berlin 1856, S. 588
  7. Das Genealogische Orts-Verzeichnis