Więcbork

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Więcbork
Wappen von Więcbork
Więcbork (Polen)
Więcbork
Więcbork
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Kujawien-Pommern
Powiat: Sępoleński
Gmina: Więcbork
Fläche: 4,31 km²
Geographische Lage: 53° 21′ N, 17° 30′ OKoordinaten: 53° 21′ 15″ N, 17° 29′ 34″ O
Einwohner: 5970 (31. Dez. 2016)
Postleitzahl: 89–410
Telefonvorwahl: (+48) 52
Kfz-Kennzeichen: CSE



Więcbork (deutsch Vandsburg) ist eine Stadt im Powiat Sępoleński der Woiwodschaft Kujawien-Pommern in Polen. Sie ist Sitz der gleichnamigen Stadt-und-Land-Gemeinde mit etwa 13.350 Einwohnern.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der See mit der Stadt im Hintergrund

Więcbork liegt in Westpreußen, etwa 30 Kilometer östlich von Złotów (Flatow), 35 Kilometer südlich von Chojnice (Konitz) und 40 Kilometer nordwestlich von Bydgoszcz (Bromberg). An das Wohngebiet der Stadt grenzt ein See.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vandsburg südlich der Stadt Zempelburg am Zempelburger See auf einer Landkarte von 1914

Die Stadt, die ein Eisenbahnknotenpunkt war, gehörte bis nach dem Ende des Ersten Weltkriegs zum Landkreis Flatow in Westpreußen. Mit Inkrafttreten des Versailler Vertrages am 10. Januar 1920 wurde der östliche Teil des Kreises Flatow mit den Städten Vandsburg, Zempelburg und Cammin i. Westpreußen ohne Abstimmung dem polnischen Staat angegliedert (der deutsche Bevölkerungsanteil in diesem östlichen Teil betrug rund 72 %).[1] Dieser östliche Teil bildete später den neuen polnischen Landkreis Sępolno/Zempelburg, zu dem Vandsburg bis auf die mit den Zweiten Weltkrieg einhergehende Unterbrechung im Zeitraum 1939 bis 1945 seither gehörte.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Anzahl Anmerkungen
1783 0489 zur Hälfte Evangelische, zur anderen Hälfte Katholiken[2]
1805 0640 keine Juden[3]
1853 1.586 davon 981 Evangelische, 351 Katholiken und 254 Juden[3]
1905 2.836 meist Evangelische[4]
2012 ca. 6.000

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bis zum Ende des Ersten Weltkriegs in Vandsburg anwesende Bevölkerung war überwiegend evangelisch. Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert gab es in Vandsburg zwei evangelische Kirchen, ein evangelisches Diakonissenmutterhaus des DGD, eine katholische Kirche und eine Synagoge.

Die Vandsburger Diakonissen verlegten ihr Mutterhaus 1921 nach Elbingerode (Harz).

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt hatte einen Bahnhof an den Bahnstrecken Oleśnica–Chojnice (weiterer ehemaliger Bahnhof im Ortsteil Runowo Krajeńskie) und Świecie nad Wisła–Złotów (weitere ehemalige Halte in Dorotowo, Pęperzyn, Sypniewo und Zakrzewek).

Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Stadt-und-Land-Gemeinde (gmina miejsko-wiejska) Więcbork gehören die Stadt selbst und 21 Dörfer mit Schulzenämtern.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolfgang Bahr: Kurze Geschichte des Flatower Landes. In: Heimatbuch für den Kreis Flatow – Grenzmark Posen-Westpreußen – Provinz Pommern. Herausgegeben vom Heimatkreisausschuss für den Kreis Flatow mit Unterstützung des Patenschaftskreises Gifhorn. Druck: Karl Neef oHG (Wittingen), Gifhorn 1971, S. 37–42.
  2. Goldbeck (1789), Teil I, S. 100, Nr. 6.)
  3. a b F. W. F. Schmitt: Topographie des Flatower Kreises. In: Preußische Provinzialblätter, Andere Folge, Band VII, Königsberg 1855, S. 45–46 und S. 116.
  4. Meyers Konversations-Lexikon. 6. Auflage, 1909.