Więcbork

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Więcbork
Wappen von Więcbork
Więcbork (Polen)
Więcbork
Więcbork
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Kujawien-Pommern
Powiat: Sępólno Krajeńskie
Fläche: 4,31 km²
Geographische Lage: 53° 21′ N, 17° 30′ OKoordinaten: 53° 21′ 15″ N, 17° 29′ 34″ O
Einwohner: 5969
(30. Jun. 2015)[1]
Postleitzahl: 89–410
Telefonvorwahl: (+48) 52
Kfz-Kennzeichen: CSE
Sołectwo
Gmina
Gminatyp: Stadt- und Landgemeinde
Gminagliederung: 32 Ortschaften
21 Schulzenämter
Fläche: 235,71 km²
Einwohner: 13.351
(30. Jun. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 57 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 0413043
Verwaltung (Stand: 2015)
Bürgermeister: Waldemar Kuszewski[2]
Adresse: ul. Mickiewicza 22
89–410 Więcbork
Webpräsenz: www.wiecbork.pl



Więcbork (deutsch Vandsburg) ist eine Stadt in der polnischen Wojewodschaft Kujawien-Pommern. Die Stadt ist Sitz einer Stadt- und Landgemeinde im Powiat Sępoleński.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Więcbork liegt in Westpreußen, etwa 30 Kilometer östlich von Złotów (Flatow), 35 Kilometer südlich von Chojnice (Konitz) und 40 Kilometer nordwestlich von Bydgoszcz (Bromberg). An das Wohngebiet der Stadt grenzt ein See.

Vandsburger See aus der Vogelperspektive, mit der Stadt im Hintergrund.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vandsburg nordöstlich der Stadt Schneidemühl und nordwestlich der Stadt Bromberg auf einer Landkarte der Provinz Posen von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich polnischsprachiger Bevölkerung).
Vandsburg südlich der Stadt Zempelburg auf einer Landkarte von 1806
Vandsburg südlich der Stadt Zempelburg am Zempelburger See auf einer Landkarte von 1914

Die Stadt, die ein Eisenbahnknotenpunkt war, gehörte bis nach dem Ende des Ersten Weltkriegs zum Landkreis Flatow in Westpreußen. Mit Inkrafttreten des Versailler Vertrages am 10. Januar 1920 wurde der östliche Teil des Kreises Flatow mit den Städten Vandsburg, Zempelburg und Cammin i. Westpreußen ohne Abstimmung dem polnischen Staat angegliedert (der deutsche Bevölkerungsanteil in diesem östlichen Teil betrug rund 72 %).[3] Dieser amputierte östliche Teil bildete später den neuen polnischen Landkreis Sępolno/Zempelburg, zu dem Vandsburg bis auf die mit den Zweiten Weltkrieg einhergehende Unterbrechung im Zeitraum 1939–1945 seither gehörte.

Entwicklung der Einwohnerzahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1783: 489, zur Hälfte Evangelische, zur anderen Hälfte Katholiken[4]
  • 1805: 640, keine Juden[5]
  • 1853: 1.586, davon 981 Evangelische, 351 Katholiken und 254 Juden[5]
  • 1905: 2.836, meist Evangelische[6]
  • 2012: ca. 6.000

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bis zum Ende des Ersten Weltkriegs in Vandsburg anwesende Bevölkerung war überwiegend evangelisch. Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert gab es in Vandsburg zwei evangelische Kirchen, ein evangelisches Diakonissenmutterhaus des DGD, eine katholische Kirche und eine Synagoge.

Die Vandsburger Diakonissen verlegten ihr Mutterhaus 1921 nach Elbingerode (Harz).

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Więcbork hatte einen Bahnhof an den Bahnstrecken Oleśnica–Chojnice (weiterer ehemaliger Bahnhof im Ortsteil Runowo Krajeńskie) und Świecie nad Wisła–Złotów (weitere ehemalige Halte in Dorotowo, Pęperzyn, Sypniewo und Zakrzewek).

Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Stadt- und Landgemeinde Więcbork gehören 21 Ortsteile (deutsche Namen bis 1919)[7] mit einem Schulzenamt (sołectwo):

  • Borzyszkowo
  • Czarmuń
  • Dalkowo
  • Frydrychowo (Friedrichsdorf)
  • Górowatki
  • Jastrzębiec (Falkenhof)
  • Jeleń (Lilienhecke)
  • Lubcza (Lubcza)
  • Nowy Dwór (Neuhof)
  • Pęperzyn (Pempersin)
  • Puszcza
  • Runowo Krajeńskie
  • Suchorączek (Suchoronczek)
  • Sypniewo (Sypniewo)
  • Śmiłowo (Schmilowo)
  • Witunia (Wittun)
  • Wymysłowo (Charlottenhof)
  • Zabartowo
  • Zakrzewek (Seemark)
  • Zakrzewska Osada (Seefelde)
  • Zgniłka

Weitere Ortschaften der Gemeinde sind:

  • Adamowo
  • Dąbie
  • Dorotowo
  • Dwanaście Apostołów
  • Karolewo
  • Katarzyniec
  • Klarynowo
  • Młynki
  • Runowo-Młyn
  • Werski Most
  • Wilcze Jary

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinrich Borriss (1909–1985), deutscher Botaniker und Hochschullehrer, Direktor des Botanischen Instituts der Universität Greifswald
  • Sławomir Zawada (* 1965), polnischer Gewichtheber

Verweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2015. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (ZIP-Ordner mit XLS-Dateien; 7,82 MiB), abgerufen am 28. Mai 2016.
  2. Website der Gemeinde (BIP), Burmistrz, abgerufen am 27. Januar 2015
  3. Wolfgang Bahr: Kurze Geschichte des Flatower Landes. In: Heimatbuch für den Kreis Flatow – Grenzmark Posen-Westpreußen – Provinz Pommern. Herausgegeben vom Heimatkreisausschuss für den Kreis Flatow mit Unterstützung des Patenschaftskreises Gifhorn. Druck: Karl Neef oHG (Wittingen), Gifhorn 1971, S. 37–42.
  4. Goldbeck (1789), Teil I, S. 100, Nr. 6.)
  5. a b F. W. F. Schmitt: Topographie des Flatower Kreises. In: Preußische Provinzialblätter, Andere Folge, Band VII, Königsberg 1855, S. 45–46 und S. 116.
  6. Meyers Konversations-Lexikon. 6. Auflage, 1909.
  7. Das Genealogische Orts-Verzeichnis