Sommer der Verfluchten

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Filmdaten
Deutscher Titel Sommer der Verfluchten
Originaltitel The Singer Not the Song
Produktionsland Großbritannien
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1961
Länge 132 (dt. Version 116) Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Roy Ward Baker
Drehbuch Nigel Balchin
Produktion Roy Ward Baker
Musik Philip Green
Kamera Otto Heller
Schnitt Roger Cherrill
Besetzung

Sommer der Verfluchten (Originaltitel: The Singer Not the Song) ist ein britischer Abenteuerfilm im Westernmilieu, der zu Beginn des Jahres 1961 zur Erstaufführung kam. Roy Ward Baker inszenierte das Werk für The Rank Organisation; dss Drehbuch entstand nach dem gleichnamigen Roman von Audrey Erskine-Lindop. Die um eine Viertelstunde gekürzte deutschsprachige Version wurde erstmals am 12. September 1961 in den Kinos gezeigt.

Handlung[Bearbeiten]

Don Anacleto und seine Bande sind der Schrecken des mexikanischen Städtchens Quintana. Als der neue Priester Padre Michael eintrifft – von Anacleto, der der Kirche ihre Macht neidet, widerwillig empfangen – erwächst ihm ein Gegner, der mutig genug ist, der offen zu Tage getragenen Stärke etwas entgegenzusetzen. Es entwickeln sich zwischen den beiden kultivierten und gebildeten Männern interessante Gespräche und erbitterte Kämpfe. Für die verhassten Gottesdienste erschießt Anacleto die Leute in alphabetischer Reihenfolge. Padre Michael hat sich daneben auch mit dem Problem auseinanderzusetzen, dass sich Locha, die Dorfschöne, in ihn verliebt hat. Anacleto arrangiert eine Hochzeit mit einem anderen. Da Anacleto auch durch seine privaten Sympathien nicht davon abzubringen ist, Padre Michael zu verjagen, macht er ihm diverse Angebote, die alle angelehnt werden, so dass ein Duell entscheidet. An dessen Ende liegen sich beide sterbend in den Armen.

Kritik[Bearbeiten]

Die Kritik untersuchte in erster Linie die homosexuellen Untertöne der Geschichte.[1] Das Lexikon des Internationalen Films bemängelte, „das ungewöhnliche Thema wird im Rahmen eines darstellerisch gut besetzten Westerns zunächst ernsthaft behandelt, sinkt dann jedoch in die Niederungen des Kitsches ab.“[2] Gelobt wurden die Kameraarbeit und die bereits Morricone ahnende musikalische Umsetzung von Philip Green.[3]

Anmerkungen[Bearbeiten]

Der Film entstand im andalusischen Torremolinos.

Dirk Bogarde äußerte sich unzufrieden mit der Besetzung der Hauptrolle; Regisseur Baker war zweite Wahl nach Luis Buñuel. Der Film wurde im Königreich kein Erfolg, machte in katholischen Ländern aber Gewinn.[4]

Auch die bislang veröffentlichten DVD-Fassungen in deutscher Sprache enthalten die gekürzte Fassung.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dirk Bogarde: the rebellion of a reluctant pinup, The Guardian, 24. März 2011
  2. Sommer der Verfluchten im Lexikon des Internationalen Films
  3. Rezension bei Screen Online
  4. Nachruf auf Roy Ward Baker in The Daily Telegraph, 8. Oktober 2010