Sonderschutzgebiet Gamsgrube

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Sonderschutzgebiet Gamsgrube1.JPG
Sonderschutzgebiet Gamsgrube6.JPG

Die Gamsgrube ist ein Sonderschutzgebiet innerhalb des Nationalparks Hohe Tauern. Sie liegt unterhalb des Fuscherkarkopfs in der Gemeinde Heiligenblut und ist über den Gamsgrubenweg von der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe aus erreichbar. Das Betreten der Gamsgrube ist verboten.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gamsgrube besteht aus Flugsand, der vom Kalkglimmerschiefer der umgebenden Hänge und Gipfelgrate bei Sturm abgetragen und hierher verfrachtet wird. Der Flugsand wird als Treibsandpyramiden auf abschmelzenden Schneeflächen und auch als bis zu drei Meter hohe Dünen abgelagert. Ähnliche Bodenbildungen sind nur von Spitzbergen, Island, Grönland sowie aus zentralasiatischen Gebirgen bekannt.

Vegetation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die lange Schneebedeckung, die kurze Vegetationsperiode und ständige Umschichtung der Feinsanddünen durch Wind und Niederschlag hat sich hier eine besondere Pflanzengesellschaft gebildet. In der Gamsgrube wachsen der Rundblättrige Enzian, die Quendel-Weide, die Alpen-Soldanelle, die Zwerg-Primel, die Silberwurz, der Alpen-Hahnenfuß, das Alpen-Breitschötchen, das Stängellose Leimkraut, der Alpen-Spitzkiel, das Blaugras, die Gemeine Alpenscharte, die Zwerg-Miere, das Edelweiß, das Immergrüne Felsenblümchen und der Rudolph-Steinbrech.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Informationstafeln bei der Gamsgrube

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sonderschutzgebiet Gamsgrube – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 47° 5′ 29″ N, 12° 44′ 13″ O