Rundblättriger Enzian

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Rundblättriger Enzian
Rundblättriger Enzian (Gentiana orbicularis) am Dachstein in Oberösterreich

Rundblättriger Enzian (Gentiana orbicularis) am Dachstein in Oberösterreich

Systematik
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Enzianartige (Gentianales)
Familie: Enziangewächse (Gentianaceae)
Gattung: Enziane (Gentiana)
Art: Rundblättriger Enzian
Wissenschaftlicher Name
Gentiana orbicularis
Schur

Der Rundblättrige Enzian (Gentiana orbicularis) ist eine Pflanzenart der Gattung Enziane (Gentiana).

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rundblättrige Enzian ist eine mehrjährige, krautige Pflanze die nur Wuchshöhen von 30 bis 80 Millimeter erreicht. Sie besitzt nur kurze bzw. ist fast ohne Stängel. Die Grundblätter sind meist 4 bis 10 mm lang, rundlich bis verkehrt-eiförmig und im mittleren Drittel am breitesten. Die dunkelgrünen Laubblätter sind ledrig starr.

Die Blüten wachsen einzeln dicht über dem obersten Blattpaar. Der grüne Blütenkelch ist deutlich geflügelt. Die Blütenkrone ist tiefblau mit breiten Kronzipfeln.

Die Blütezeit ist von Juli bis August.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 28 oder 32.[1]

Rundblättriger Enzian (Gentiana orbicularis) in Südtirol

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Art ist in den Alpen und anderen Gebirgen von Südspanien bis zum nördlichen Balkan vertreten und bevorzugt Höhenlagen zwischen 1600 und 2800 Metern Meereshöhe. Er gedeiht in sonnigen alpinen Steinrasen auf frischen, kalkreichen, mild humosen, lockeren tonigen Stein- und Schuttböden. Er kommt in Gesellschaften des Drabion hoppeanae-Verbands vor, aber auch im Seslerion albicantis- und im Elynion-Verband.[1]

Verwechslung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rundblättrige Enzian ist leicht mit dem Frühlings-Enzian (Gentiana verna) zu verwechseln. Der Frühlings-Enzian hat jedoch breit-lanzettliche, spitze Grundblätter die meist 10 bis 30 mm lang sind.

Ein weiterer Unterschied ist, dass beim Rundblättrigen Enzian oft die abgestorbenen Blätter noch vorhanden sind, sowie die wesentlich spätere Blütezeit von Juli bis September.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Xaver Finkenzeller: Alpenblumen, München 2003, ISBN 3-576-11482-3
  • Fischer, M. A., Adler, W. & Oswald K.: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. Linz 2005, ISBN 3-85474-140-5

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Unter Mitarbeit von Angelika Schwabe, Theo Müller. 8., stark überarbeitete und ergänzte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 757.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gentiana orbicularis – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien