Spirograph (Spielzeug)

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Original Spirograph Box
Spirograph-Klon in Verwendung
verschiedene Muster
Animation zur Entstehung einer Hypotrochoide
Animation zur Entstehung einer Epitrochoide

Spirograph ist ein geometrisches Spielzeug, mit dem man verschiedene Muster oder mathematische Kurven zeichnen kann.

Funktionsweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Spirograph besteht aus mehreren, meist runden, dünnen Zahnrädern aus Plastikscheiben. Zunächst wird ein Blatt Papier auf eine Pappe gelegt. Dann wird, je nach Ausführung, ein größerer verzahnter Plastikring oder eine innenverzahnte Lochschablone darauf (im Original mit Nadeln) befestigt. Im Inneren (oder auch am Äußeren) des Zahnkranzes wird eines der Zahnräder angelegt. Durch die Zähne greifen diese wie bei einer Zahnstange ineinander. In den Zahnrädern befinden sich in verschiedenen Abständen Löcher, durch die die Spitze eines Schreibgerätes gesteckt wird. Hier muss man z.B. mit einem Kugelschreiber in der Zahnscheibe einen Kreis beschreiben.

Durch die Verwendung mehrerer farbiger Kugelschreiber oder Stifte in unterschiedlichen Löchern erhält man verschiedene geometrische Figuren, sogenannte Hypozykloiden und Epizykloiden.

Der Erfinder war 1965 Denys Fisher, der das Spielzeug erstmals auf der Nürnberger Spielwarenmesse vorführte. Es gibt viele verschiedene Versionen, auch mit einem Motor. Der Spirograph war Gewinner des Toy of the Year Award des Jahres 1967.

Doch bereits vor Denys Fisher gab es mindestens zwei Erfinder, die sich Spiralenzeichner patentieren ließen: Bruno Abdank-Abakanowicz[1][2] im Jahre 1885, sowie Ernst Barthel[3] im Jahre 1933.

Mathematische Erfassung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Zeichnen der Linie entsteht eine Kurve, die die folgende Parametrisierung hat: , wobei R der Radius der innenverzahnten Lochschablone, r der Radius des Zahnrades und b der Abstand des Loches vom Zahnradmittelpunkt ist.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bruno Abdank-Abakanowicz: Les Intégraphes la Courbe Integrale et ses Applications. Paris: Gauthier-Villars (1. Januar 1886)[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Spirograph (Spielzeug) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Spiralenzeichner (bei Reunion).
  2. Der Spiralzeichner von 1885 im Bild.
  3. VDI-Nachrichten, 19. April 1933, Beschreibung des Patents zu Ernst Barthels Transformationszirkel.
  4. Frz. Seite.