St. Georg (Vreden)

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Pfarrkirche St. Georg

Die katholische Pfarrkirche St. Georg in Vreden, einer Stadt im westlichen Münsterland (Nordrhein-Westfalen), ist in seinem heutigen Erscheinungsbild ein Neubau von 1952 bis 1957 und wurde auf einer im Zweiten Weltkrieg komplett zerstörten spätgotischen Hallenkirche errichtet.

Baugeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der ursprünglichen Bausubstanz sind an dieser Stelle nur noch die Fundamente der sechs Vorgängerbauten erhalten. Die ältesten Fundamente stammen aus dem Jahr 820. Insgesamt konnten im Rahmen von archäologischen Untersuchungen 13 Bauphasen nachgewiesen werden.[1]

Das Portal der Vorgängerkirche wurde im Zuge des Wiederaufbaus nach dem Krieg in die unmittelbar benachbarte Stiftskirche St. Felizitas eingefügt.

In der Krypta unter dem Chor werden die Ergebnisse der archäologischen Untersuchungen ausgestellt.

Hochaltar[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innenansicht mit Blick auf den Hochaltar

Den Chor der Kirche dominiert der Hochaltar, bei dem es sich um ein Antwerpener Retabel aus dem Jahr 1520 handelt. Der zweiflügelige Aufsatz ist circa 4,60 Meter hoch. Im Laufe des Kirchenjahres werden unterschiedliche Szenen dargestellt. Die Außenseiten des Retabels wurden als Tafelgemälde ausgeführt. Die Innenseiten, die zu Hochfesten gezeigt werden, bestehen aus aufwändigen Schnitzereien.

Der Hochaltar wurde während des Zweiten Weltkriegs ausgelagert. Er ist daher einer der wenigen Ausstattungsgegenstände, die aus der Vorgängerkirche übernommen werden konnten.

Orgel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Orgel der Pfarrkirche wurde 1964 von der Firma Speith-Orgelbau aus Rietberg erbaut. Das Instrument hat 39 Register auf Schleifladen. Die Trakturen sind elektrisch.

I Brustwerk C–g3

1. Holzgedackt 8′
2. Zartflöte 4′
3. Kleinprinzipal 2′
4. Sifflöte 11/3
5. Zimbel IV 1′
6. Rankett 16′
7. Krummhorn 8′
Tremulant
II Hauptwerk C–g3
8. Pommer 16′
9. Prinzipal 8′
10. Spillflöte 8′
11. Oktave 4′
12. Koppelflöte 4′
13. Waldflöte 2′
14. Rauschpfeife II 22/3
15. Mixtur IV-VI 2′
16. Scharf III-IV 1′
17. Trompete 8′
III Schwellwerk C–g3
18. Rohrflöte 8′
19. Spitzgambe 8′
20. Prinzipal 4′
21. Gedacktflöte 4′
22. Quinte 22/3
23. Schwiegel 2′
24. Terz 13/5
25. Oktävlein 1′
26. Mixtur IV-V 11/3
27. Fagott 16′
28. Trompete harm. 8′
29. Clairon 4′
Tremulant
Pedal C–f1
30. Prinzipal 16′
31. Subbaß 16′
32. Oktavbaß 8′
33. Gedacktbaß 8′
34. Choralbass 4′
35. Trichterpfeife 2′
36. Hintersatz V 22/3
37. Bombarde 32′
38. Posaune 16′
39. Schalmei 4′

Glocken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Turm von St. Georg hängt ein 5-stimmiges Bronze-Geläut. Es hat die Schlagtöne b0, c1, des1, es1 und f1.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geschichte der Kirche St. Georg auf StGeorgVreden.de, abgerufen am 9. Oktober 2016
  2. Videoaufnahme des Geläuts bei youtube

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: St. Georg (Vreden) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 52° 2′ 8″ N, 6° 49′ 20″ O