Hochfest

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Ein Hochfest (lat. sollemnitas) ist in der liturgischen Ordnung der katholischen Kirche ein Festtag des Kirchenjahres mit dem höchsten liturgischen Rang vor Festen, gebotenen Gedenktagen und nichtgebotenen Gedenktagen.[1][2] Die Feier der Hochfeste beginnt daher mit der ersten Vesper am vorausgehenden Tag. Einige Hochfeste haben auch eine eigene Vorabendmesse.

Die Hochfeste nehmen wichtige Glaubensinhalte oder besonders bedeutende Heilige in den Blick. Ebenso wird jeder Tag der Osteroktav (Ostersonntag bis Weißer Sonntag) wie ein Hochfest begangen. Fallen ein Hochfest und eine Feier niedrigeren Ranges auf denselben Tag, so hat das Hochfest den Vorrang. Hochfeste haben während der Zeit im Jahreskreis einen höheren liturgischen Rang als die Sonntage, die sonst vor allen anderen Festen und Gedenktagen Vorrang haben. In den geprägten Zeiten (Fastenzeit, Osterzeit, Advent, Weihnachtszeit) haben jedoch deren Sonntage den Vorrang vor Hochfesten. Hochfeste, die in dieser Zeit mit einem Sonntag zusammenfallen, werden am nächstmöglichen Tag nachgefeiert. Hochfeste, die in die Karwoche oder in die Osteroktav fallen, werden am Montag nach dem Weißen Sonntag nachgefeiert. Fallen beide möglichen Hochfeste (der Josefstag am 19. März und Verkündigung des Herrn am 25. März) in diesen Zeitraum, wird der Josefstag auf den Samstag vor Palmsonntag vorverlegt und das Hochfest der Verkündigung des Herrn am Montag nach dem Weißen Sonntag gefeiert.

Liste der Hochfeste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hochfeste des Herrn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von keinem anderen Fest verdrängt werden gemäß der liturgischen Rangordnung zudem:

Hochfeste der Gottesmutter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hochfeste der Heiligen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eigenhochfeste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Außerdem gibt es liturgische Fest- oder Gedenktage, die nur in bestimmten Orten, Regionen oder Gemeinschaften als Hochfest begangen werden, sogenannte Eigenhochfeste (etwa der Weihetag einer Kirche, das Fest eines Kirchen-, Orts- oder Diözesanpatrons, in Orden und Genossenschaften z. B. die Feste der Gründer oder des Patroziniums).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Allgemeine Einfühung in das Stundengebet, herausgegeben im Auftrag der Berliner Ordinarienkonferenz, 1971
  2. Grundordnung des Kirchenjahres und des Neuen Römischen Generalkalenders, Nr. III