Stadlandet

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Stadlandet
Nordfjord und Umgebung mit dem Stadlandet

Stadlandet, auch Stadland (-et ist der norwegische Artikel im Neutrum) sowie kurz Stad, Statt oder Stadt, ist eine Halbinsel zwischen den Meeresbuchten Sildegap im Westen und Vanylvsfjord im Osten und gehört verwaltungsmäßig zur norwegischen Kommune Selje.

Die Halbinsel ist der nordwestlichste Teil der Provinz (Fylke) Sogn og Fjordane. Der äußerste Felsen im Nordwesten der Halbinsel heißt Kjerringa und wird seit den 1980er Jahren auch „Westkapp“ genannt, um Touristen anzuziehen. Das Stadlandet ist die Island am nächsten gelegene Stelle des europäischen Festlandes. Der westlichste Punkt Norwegens ist dagegen Vardetangen in der Kommune Austrheim.

Schiffstunnelplanung[Bearbeiten]

Das Seegebiet um Stadlandet ist bekannt als eines der Gebiete mit dem härtesten Wetter entlang der norwegischen Küste. Das Meer vor Stad (Stadhavet) ist ein Fahrwasser mit fordernden Wellenverhältnissen an 90 bis 110 Tagen im Jahr und gefährlichen Kreuzseen. Wegen der dadurch verursachten häufigen Schiffsunglücke vor der Halbinsel ist der Bau eines Schiffstunnels, des Stad Skipstunnel in Planung, der den an seiner schmalsten Stelle etwa 1,7 km breiten Isthmus zwischen dem Moldefjord im Westen und dem Vanylvsfjord im Osten unterqueren soll.[1] Der Tunnel soll 33 Meter hoch, 23 Meter breit und 1,7 Kilometer lang werden und eine Wassertiefe von 12 Metern haben. Baubeginn ist für das Jahr 2018 geplant, und vier Jahre später sollen die ersten Schiffe hindurchfahren. Das Projekt soll 1,6 Milliarden norwegische Kronen kosten.[2]

Geschichtliches[Bearbeiten]

In dem Gebiet liegen viele Reste deutscher Bauwerke aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Befestigungswerke wurden hauptsächlich von Kriegsgefangenen aus Osteuropa und der Sowjetunion errichtet.

Südlich von Kjerringa liegt der Ort Ervik. Unweit des Ortes wurde am 30. September 1943 das Hurtigruten-Passagierschiff Sanct Svithun von kanadischen Jagdbombern in Brand geschossen und dann von der Besatzung auf den Klippen bei Ervik auf Grund gesetzt. Die Anwohner versuchten zum Teil mit Booten, Überlebende zu retten. Die Schiffsglocke von Sanct Svithun hängt heute in der Kapelle von Ervik.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.nrk.no/sf/leksikon/index.php/Stad_skipstunnel Stad skipstunnel, bei nrk.no fylkesleksikon
  2. Prosjektleder Randi Paulsen Humborstad, Nordfjord Vekst: Stad skipstunnel- virkemiddel for økt transport sjøveien. In: Haugesundkonferansen. 4. Februar 2014, abgerufen am 27. Juni 2014 (PDF, norwegisch).

62.1044444444445.2972222222222Koordinaten: 62° 6′ N, 5° 18′ O