Stefan Haupt (Jurist)

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Stefan Haupt (* 1962 in Berlin) ist ein deutscher Jurist, Mediator, Datenschutzbeauftragter und Kunstsammler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stefan Haupt stammt aus einer Berliner Journalistenfamilie. Sein Vater ist der Journalist Klaus Haupt. Er forschte und publizierte sein Leben lang zu Egon Erwin Kisch.

Berufliche Tätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stefan Haupt studierte in Leipzig Rechtswissenschaften. Von 1987 bis 1990 war er Justiziar beim Deutschen Fernsehfunk. 1990 hat er seine Rechtsanwaltskanzlei in Berlin gegründet. Seine Spezialbereiche sind die Beratung im Urheber-, Verlags-, Medien-, Internet- und Markenrecht.

Er war u. a. Justiziar des Verbandes Deutscher Drehbuchautoren (1995–1996), Vorsitzender des Kulturring e. V., wirkte im Fachausschuss Urheberrecht des Deutschen Kulturrates mit und hatte verschiedene Lehraufträge. 2016 Ausbildung zum Mediator, 2018 Ausbildung zum Datenschutzbeauftragten (TÜV).

Wissenschaftliche Arbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stefan Haupt wurde 1990 an der Humboldt-Universität zu Berlin zum Thema „Der Einfluss der Videotechnik auf die Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke“ promoviert.

Er ist Mitglied im Beirat der Zeitschrift Medien und Recht, Wien; Herausgeber der Schriftenreihe Berliner Bibliothek zum Urheberrecht[1] und kann auf zahlreiche Veröffentlichungen u. a. zum Urheberrecht, verweisen.

Stefan Haupt hielt und hält Vorträge im Rahmen von Lehraufträgen (HGB Leipzig, Archivschule Marburg, Europa Universität Viadrina Frankfurt/Oder, TU Chemnitz, FHTW Berlin und Weiterbildungsveranstaltungen (ZEW der Leibniz Universität Hannover; Bundesakademie für Kulturelle Bildung, Wolfenbüttel; Akademie des Deutschen Buchhandels, München)).

2020 wurde er an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig zum Honorarprofessor für Urheberrecht berufen.[2]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über 200 Veröffentlichungen u. a. zu den Themen Urheberrecht, Bildende Kunst, Internetrecht, Mediation und Musik/Tonträger, unter Anderem:

  • Electronic Publishing: Rechtliche Rahmenbedingungen, C.H. Beck; Auflage: 1, 2002, ISBN 978-3-406-48156-7.
  • Urheberrecht und DEFA-Film Taschenbuch, DEFA-Stiftung, 2005, ISBN 978-3-00-016728-7.
  • Markenrecht und Branding: Schutz von Marken, Namen, Titeln, Domains und Herkunftsangaben, Deutscher Taschenbuch Verlag; Auflage: 1, 2007, ISBN 978-3-406-55389-9.
  • Urheberrecht für Medienschaffende in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Orell Fuessli, 2007, ISBN 978-3-280-07130-4.

10 Bände zur „Berliner Bibliothek zum Urheberrecht“, beginnend mit:

  • Urheberrecht von A–Z: Einführung in das Urheberrecht anhand der wichtigsten Begriffe von A–Z (Berliner Bibliothek zum Urheberrecht), MUR-Verlag, 2006, ISBN 978-3-939438-00-7.

Kunstsammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geldkunst-Sammlung von Stefan Haupt „Dreißig Silberlinge – Kunst und Geld“ umfasst über 300 Arbeiten unterschiedlicher Techniken und inhaltlicher Ansätze.

Werke der Sammlung waren seit 2011 in Ausstellungen und -beteiligungen in Baden-Baden, Berlin, Budapest, Hall in Tirol, Halle (Saale), Hamburg, Leipzig, Mannheim, Plauen, Salzburg, Stendal und Stuttgart zu sehen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. in: Website der Reihe Berliner Bibliothek zum Urheberrecht. abgerufen am 7. Juli 2020
  2. in: Pressemitteilung der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig. abgerufen am 7. Juli 2020