Stefan Kolev

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Stefan Kolev (* 20. April 1981 in Sofia) ist ein bulgarisch-deutscher Wirtschaftswissenschaftler.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1999 und 2005 studierte er Betriebs- und Volkswirtschaftslehre an der Universität Hamburg. Von 2006 bis 2011 promovierte er bei Elisabeth Allgoewer an der Universität Hamburg über Neoliberale Leitideen zum Staat. Die Rolle des Staates in der Wirtschaftspolitik im Werk von Walter Eucken, Friedrich August von Hayek, Ludwig von Mises und Wilhelm Röpke[1], anschließend leitete er das Forschungsprojekt Die Planwirtschaft der DDR – Mythos und Wirklichkeit an der Zweigniederlassung Thüringen des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts in Erfurt.

Im März 2012 wurde er von der Westsächsischen Hochschule Zwickau zum Professor für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftspolitik berufen. Seit 2012 ist er Vorstandsmitglied des Wilhelm-Röpke-Instituts in Erfurt.[2] Er leitete von 2011 bis 2015 den Juniorenkreis Wissenschaft der Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft und ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Centro Tocqueville-Acton in Rom. Im Jahr 2015[3] verließ er mit über 50 anderen Mitgliedern, darunter zwei Mitglieder des Vorstandes, die Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft aufgrund inhaltlicher Differenzen.[4]

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kolev ist u. a. Mitglied der Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft, 'European Society for the History of Economic Thought', der 'History of Economics Society', der Ludwig-Erhard-Stiftung, der Mont Pèlerin Society und des Walter Eucken Instituts. Er ist Vertrauensdozent und Mitglied des Auswahlausschusses der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit.

Im Jahr 2016 – ein Jahr nach dem Austritt aus der Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft – gründete er zusammen mit anderen ehemaligen Mitgliedern „NOUS – Netzwerk für Ordnungsökonomik und Sozialphilosophie“.[5]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Neoliberale Leitideen zum Staat. Die Rolle des Staates in der Wirtschaftspolitik im Werk von Walter Eucken, Friedrich August von Hayek, Ludwig von Mises und Wilhelm Röpke, Hamburg 2011.
  • Neoliberale Staatsverständnisse im Vergleich, Stuttgart 2013.
  • Ordoliberalism and the Austrian School, in: Peter J. Boettke und Christopher J. Coyne (Hrsg.): The Oxford Handbook of Austrian Economics, Oxford 2015, S. 419–444.
  • Neoliberale Staatsverständnisse im Vergleich, 2. aktualisierte und erweiterte Auflage, Berlin 2017.

als Herausgeber:

  • Neue Ordnungsökonomik (mit Joachim Zweynert und Nils Goldschmidt), Tübingen 2016.
  • Wilhelm Röpke (1899-1966): A Liberal Political Economist and Conservative Social Philosopher (mit Patricia Commun), Heidelberg 2018.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2011/5361/pdf/Dissertation.pdf
  2. http://www.roepke-institut.org/index.php?id=1393
  3. Peter A. Fischer: Exodus aus der Hayek-Gesellschaft: Streit unter Liberalen eskaliert. In: Neue Zürcher Zeitung. 14. Juli 2015, ISSN 0376-6829 (nzz.ch [abgerufen am 11. August 2017]).
  4. erklaerung-leipzig.de. Abgerufen am 11. August 2017.
  5. "Netzwerk für Ordnungsökonomik und Sozialphilosophie" tagt erstmals. In: Badische Zeitung. Abgerufen am 11. August 2017.