Stefan Mayr

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Stefan Mayr (* 1969) ist ein österreichischer Botaniker und Hochschullehrer an der Universität Innsbruck.[1][2]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stefan Mayr studierte ab 1988 Biologie mit Schwerpunkt Ökologie an der Universität Innsbruck und schloss seine Diplomarbeit 1993 bei Walter Larcher am Institut für Botanik ab. 1996 promovierte Mayr bei Wolfgang Doppler und Hans Grunicke vom Institut für medizinische Chemie und Biochemie über Signaltransduktion in Maus-Milchepithelzellen mit ausgezeichnetem Erfolg.[3][2][4]

Seine wissenschaftliche Laufbahn begann 1995 als Forschungsassistent am Institut für Medizinische Chemie und Biochemie an der Universität Innsbruck.[3] 1996 wurde Mayr Assistent von Helmut Bauer am Institut für Botanik im Bereich Pflanzenphysiologie.[4] 2003 folgte die Habilitation im Fach Botanik an der Universität Innsbruck. Seit 2004 leitet Mayr die Forschungsgruppe "Ökophysiologie"[3] und hat seit Oktober 2011 den Lehrstuhl für Botanik/Wasserhaushalt der Pflanzen der Universität Innsbruck inne.[2]

Darüber hinaus ist Mayr Geschäftsführer der Firma ÖKOM, die als technisches Büro für Ökologie in den Bereichen Naturschutz und Landschaftsplanung tätig ist.[5][6]

Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zentrum seiner Forschungsaktivitäten steht die pflanzliche Hydraulik. Mayr kombiniert dabei die Grundlagenforschung an alpinen Arten und an Pflanzen tieferer Höhenlagen mit anwendungsorientierten Projekten aus den Bereichen Forstwirtschaft, Landwirtschaft und Naturschutz.[1][7]

Privat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben seiner Forschungstätigkeit beschäftigt sich Mayr mit Projekten im Bereich Kunst, Comedy und Wissenschaftskommunikation.[6][8][9] Mayr ist Gewinner des 5. Innsbrucker Science-Slam (2015).[10] Außerdem wurde eine seiner Cartoon-Serien zum Thema "How to do Plant Science" vom renommierten Journal „Trends in Plant Science“ publiziert.[11]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mayr wurde mit folgenden Preisen geehrt:

  • 2002: Preis der Landeshauptstadt Innsbruck für die wissenschaftliche Forschung an der Universität Innsbruck[3]
  • 2003: Wissenschaftsförderungspreis des Akademischen Alpinen Vereins der Universität Innsbruck[3]
  • 2004: Eduard-Wallnöfer-Preis für Forschungs- und Studienprojekte[3]
  • 2006: Wissenschaftskommunikationspreis FWF (für das Projekt „Flower Power-Wasserkraft in Pflanzen“)[12]
  • 2012: Liechtenstein-Preis für exzellente Forschung (für seine Forschungsarbeiten zur Bildung von Embolien in Pflanzen)[2]
  • 2014: LehrePlus!-Preis der Universität Innsbruck[13]
  • 2015: Ars-docendi-Preis für exzellente Lehre[3]

Wichtige Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stefan Mayr et al.: Frost drought in conifers at the alpine timberline: xylem dysfunction and adaptations. In: Ecology. Band 87, Nr. 12, 2006, S. 3175–3185.
  • Brendan Choat et al.: Global convergence in the vulnerability of forests to drought. In: Nature. Band 491, 2012, S. 752–755.
  • Stefan Mayr et al.: Uptake of water via branches helps timberline conifers refill embolized xylem in late winter. In: Plant Physiology. Band 164, Nr. 4, 2014, S. 1731–1740.
  • Barbara Beikircher, Stefan Mayr: Avoidance of harvesting and sampling artefacts in hydraulic analyses: a protocol tested on Malus domestica. In: Tree Physiology. Band 36, Nr. 6, 2016, S. 797–803.
  • Maxime Cailleret et al.: A synthesis of radial growth patterns preceding tree mortality. In: Global Change Biology. Band 23, Nr. 4, 2017, S. 1675–1690.
  • Andreas Bär, Andrea Nardini, Stefan Mayr: Post‐fire effects in xylem hydraulics of Picea abies, Pinus sylvestris and Fagus sylvatica. In: New Phytologist. Band 217, Nr. 4, 2018, S. 1484–1493.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Stefan Medgyesy: Mayr Stefan – Universität Innsbruck. Abgerufen am 18. Mai 2019.
  2. a b c d Liechtenstein-Preis verliehen. Pressemeldung der Universität Innsbruck vom 16. März 2012.
  3. a b c d e f g Stefan Hohenwarter: Exzellente Lehre: Zwei Ars-docendi-Preise 2015 für Universität Innsbruck. Abgerufen am 18. Mai 2019.
  4. a b C. I. Admin: Kopf der Woche: Stefan Mayr – Universität Innsbruck. Abgerufen am 18. Mai 2019.
  5. ÖKOM, Öko-Management, Landschaftsplanung, Technisches Büro für Ökologie, Dr. Stefan Mayr KG, Innsbruck, Tirol. Abgerufen am 18. Mai 2019.
  6. a b Mit dem Ohr am Baum - derStandard.at. Abgerufen am 18. Mai 2019 (österreichisches Deutsch).
  7. Martina Kinzl: Meisterinstallateure an der Waldgrenze – Universität Innsbruck. Abgerufen am 18. Mai 2019.
  8. Martina Kinzl: FWF-Projekt Flower Power abgeschlossen – Universität Innsbruck. Abgerufen am 18. Mai 2019.
  9. University of Natural Resources and Life Sciences BOKU: Citizen Science Austria. Abgerufen am 18. Mai 2019.
  10. ScienceSlamAustria: Stefan Mayr - A.Horn und der Durst (Science Slam Innsbruck 2015). 2. Dezember 2015, abgerufen am 18. Mai 2019.
  11. ScienceDirect. Abgerufen am 18. Mai 2019.
  12. Forschung für viele - derStandard.at. Abgerufen am 18. Mai 2019 (österreichisches Deutsch).
  13. Daniela Pümpel, Stefan Hohenwarter: Ehrung für hervorragende Lehre – Universität Innsbruck. Abgerufen am 18. Mai 2019.