Steinbeis-Stiftung

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Steinbeis-Stiftung für Wirtschaftsförderung

(StW)

Steinbeis-Stiftung logo.svg
Zweck: Wissens- und Technologietransfer
Vorsitz: Michael Auer
Bestehen: seit 1971
Mitarbeiterzahl: 1.764 Angestellte und 3.581 freie Mitarbeiter (2016) [1]
Sitz: Stuttgart
Website: www.steinbeis.de

kein Stifter angegeben

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Haus der Wirtschaft Baden-Württemberg - Unter anderem Sitz der Zentrale der Steinbeis-Stiftung

Die Steinbeis-Stiftung[2] ist Dach eines Verbundes, der im Wissens- und Technologietransfer aktiv ist. Verantwortlich für alle wirtschaftlichen Aktivitäten ist das Tochterunternehmen Steinbeis GmbH & Co. KG für Technologietransfer.[3]

Namensgeber der Stiftung ist Ferdinand von Steinbeis (1807–1893), der als württembergischer Wirtschaftspolitiker die Grundlage der dualen Ausbildung in Mittelstandsbetrieben schuf.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Büste des Ferdinand von Steinbeis im Eingangsbereich der Steinbeis-Hochschule Berlin (2015)

Ferdinand von Steinbeis gründete 1868 die erste Steinbeis-Stiftung, um die gewerbliche Ausbildung von Jugendlichen zu fördern. Die Stiftung verlor ihr Vermögen während der Inflation 1923 und löste sich auf.[5] 1971 wurde sie als Stiftung bürgerlichen Rechts in Stuttgart neu gegründet.[6]

Der frühere Baden-Württembergische Ministerpräsident Lothar Späth ernannte 1983 Johann Löhn, Rektor der Fachhochschule Furtwangen und Vorsitzender des Arbeitskreises Technologietransfer in der Forschungskommission des Landes zum Regierungsbeauftragten für Technologietransfer. [7] In dieser Funktion unterstützte Löhn die Landesregierung bis 2006 bei der Förderung der mittelständischen Wirtschaft. Zeitgleich übernahm Löhn in Personalunion den hauptamtlichen Vorstandsvorsitz der von ihm neu gestalteten Steinbeis-Stiftung. Als ehrenamtliche Stellvertreter wurden Reinhard Merkle und Walter W. Weiss benannt. Unterstützt und begleitet wurde die Stiftung von einem Kuratorium, dem Hans-Joachim Förster vorstand.[7]

1984 entstanden neben den bestehenden Technischen Beratungsdiensten an Fachhochschulen in Baden-Württemberg weitere Transferzentren.[7]

1986 kehrte die Steinbeis-Stiftung von der Stuttgarter Hospitalstraße räumlich an ihre Ursprünge zurück und bezog Räume im Haus der Wirtschaft Baden-Württemberg in Stuttgart. Bis heute hat die Steinbeis-Stiftung hier ihren Sitz.[7]

1991 stellte sich Hans-Joachim Förster nicht mehr zur Wahl zum Vorsitzenden des Kuratoriums, seine Nachfolge trat Max Syrbe an, Kuratoriumsmitglied seit 1983 und damaliger Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft.[7]

1995 wurden auch Zentren an Universitäten in Baden-Württemberg gegründet, außerdem entstanden „freie“ Zentren außerhalb von Wissens- und Forschungseinrichtungen.[7]

1998 wurde die Steinbeis GmbH & Co. KG gegründet, um die wirtschaftlichen Aktivitäten organisatorisch von den Aufgaben der Stiftung zu trennen. In dasselbe Jahr fällt die Gründung und staatliche Anerkennung der privaten Steinbeis-Hochschule Berlin (SHB).[4] Erster Präsident wird Johann Löhn[4], der das Amt auch heute noch innehat.[8]

2003 gründete Steinbeis mit der Steinbeis-Edition einen Verlag, der Publikationen von Mitarbeitern aus dem Steinbeis-Verbund veröffentlicht.[9]

2004 übergab Johann Löhn den Vorstandsvorsitz. Heinz Trasch, Sylvia Rohr (bis 2007) und Michael Auer bildeten den neuen hauptamtlichen Vorstand der Stiftung und in Personalunion die Geschäftsführung der Steinbeis GmbH & Co.KG für Technologietransfer. Löhn wurde zum Ehrenkurator der Steinbeis-Stiftung ernannt und leitet als Präsident weiterhin die Steinbeis-Hochschule Berlin.[7] Seit 2004 vergibt die Stiftung den Transferpreis der Steinbeis-Stiftung – Löhn-Preis, der im Rahmen des Steinbeis-Tags Transferprojekte im wettbewerblichen Wissens- und Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft auszeichnen soll. [4]

2012 gab Heinz Trasch den Vorstandsvorsitz und die Geschäftsführung der Steinbeis GmbH & Co. KG für Technologietransfer altersbedingt ab. Die Stiftung wird heute von Michael Auer (Vorsitz) und Manfred Mattulat geleitet, ein Kuratorium legt die Grundsätze der Arbeit der Stiftung fest.[7]

Stiftungsauftrag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut Satzung ist die Aufgabe der Stiftung, der „Wirtschaft des Landes wissenschaftliche Erkenntnisse […] zur Verfügung zu stellen“, also Wissens- und Technologietransfer zu betreiben.[10] In drei Foren untersucht Steinbeis Fragestellungen der Themengebiete Competence, Consulting und Engineering. Im Rahmen des Steinbeis-Stiftungsauftrags veranstaltet die Stiftung regelmäßige Tagungen und veröffentlicht Studien zu aktuellen Schwerpunktthemen.[11] Satzungsgemäß legt das Kuratorium die Grundsätze für die Arbeit der Steinbeis-Stiftung fest. Dem Kuratorium gehören 23 ordentliche und 23 stellvertretende Mitglieder an. Die Mitglieder setzen sich aus Repräsentanten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung zusammen. Der Vorsitzende des Kuratoriums und sechs Stellvertreter bilden den Kuratoriumsausschuss.[12]

Verbund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Steinbeis-Verbund bilden die sogenannten Steinbeis-Unternehmen, über die der transferunternehmerische Wissens- und Technologietransfer erfolgt. Zum Steinbeis-Verbund gehörten 2016 1.064[13] Steinbeis-Unternehmen (Steinbeis-Transferzentren, -Beratungszentren, -Forschungs- und Innovationszentren, -Transfer-Institute und GmbHs), die in den Dienstleistungsbereichen Beratung und Expertisen, Forschung und Entwicklung sowie Aus- und Weiterbildung tätig sind.[14] Des Weiteren gehören Franchise-Unternehmen und Minderheitsbeteiligungen zum Steinbeis-Verbund. Die Steinbeis-Hochschule Berlin ist ein Tochterunternehmen und bietet über Steinbeis-Transfer-Institute berufsbegleitende Aus- und Weiterbildung. [15]

Umsatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit den Dienstleistungen Forschung und Entwicklung, Beratung und Expertisen sowie Aus- und Weiterbildung haben die Steinbeis-Unternehmen 2016 einen Umsatz von 157,1 Millionen Euro erzielt.[1]

Mitarbeiter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Leiter der Unternehmen im Steinbeis-Verbund arbeiteten 2016 mit 1.764 Angestellten und 3.581 freien Mitarbeitern zusammen. Insgesamt 700 Professoren waren 2016 in den Steinbeis-Unternehmen tätig.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Zahlen und Fakten
  2. Steinbeis-Stiftung, Webauftritt der Steinbeis-Stiftung
  3. Steinbeis-Stiftung, Struktur des Steinbeis-Verbunds
  4. a b c d Historie des Steinbeis-Verbunds
  5. Historie des Steinbeis-Verbunds
  6. Technologie.Transfer.Anwendung. (PDF-Datei; 858 kB) Unternehmens-Broschüre der Steinbeis-Stiftung
  7. a b c d e f g h Steinbeis 1983 – 2013 (PDF-Datei; 2,4 MB)
  8. Präsidium der SHB
  9. Technologie.Transfer.Anwendung. (PDF-Datei; 858 kB) Unternehmens-Broschüre der Steinbeis-Stiftung
  10. Steinbeis 1983–2008 (PDF-Datei; 858 kB) Unternehmens-Broschüre der Steinbeis-Stiftung
  11. Veranstaltungen
  12. Kuratorium Kuratorium der Steinbeis-Stiftung
  13. Zahlen und Fakten
  14. Dienstleistungen des Steinbeis-Verbunds
  15. Steinbeis-Hochschule Berlin

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]