Steve Smith (Musiker)

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Steve Smith on drum, with Vital Information, 18th Eventus DrumFest Opole 2009.jpg

Steve Smith (* 21. August 1954 in Whitman, Massachusetts) ist ein US-amerikanischer Schlagzeuger; er gelangte zu Weltruhm als Mitglied der Band Journey.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Smith begann im Alter von 9 Jahren mit dem Schlagzeugspielen. Im September 1978 stieg er als Ersatz für den scheidenden Aynsley Dunbar bei Journey ein. Er war in der Band bis 1985 und wurde auf Veranlassung von Sänger Steve Perry, ebenso wie Bassist Ross Valory, aus der Band genommen. Danach kümmerte er sich nur noch um seine Soloprojekte und war zudem ein gefragter Sessiondrummer. Schon während der Zeit bei Journey hatte er 1983 die Formation Vital Information gegründet. Unter anderem spielte er im Jahre 1985 den Titel "Heaven", eine Ballade von Bryan Adams für dessen Album "Reckless" ein. 1996 spielte er bei dem Reunion Album Trial by Fire von Journey mit, stieg aber ebenso wie Sänger Steve Perry im Mai 1998 aus der Band Journey aus.

Er gründete 1983 mit Tim Landers, Dave Wilczewski, Dean Brown und Mike Stern eine eigene Jazzrockband Steve Smith and Vital Information, in der auch Eef Albers spielte. Um nicht nur in die Kategorie Fusion-Musiker eingeordnet zu werden, nahm er 2002 das Album Reimagined: Volume 1 - Jazz Standards auf, auf dem er die John Coltrane Stücke „Impressions“ und „Countdown“ interpretierte, sowie Titel aus dem Ellington-Repertoire wie „Caravan“ und „Mood Indigo“ sowie Miles Davis' „All Blues“. 2005 folgte das Album Flashpoint mit Dave Liebman und Anthony Jackson. Gemeinsam mit Fareed Haque, Kai Eckhardt, George Brooks und Zakir Hussain spielte er in der Gruppe Summit, die zuletzt 2010 das Album Summit: Spirit and Spice vorlegte. Mit Brooks und R. Prasanna bildete er das Ragabop Trio.

Steve Smith spielt seit über 30 Jahren Schlagzeuge des deutschen Herstellers Sonor. Anlässlich dieses Jubiläums war er auf einer ausgedehnten, weltweiten Workshoptour, die ihn auch durch Deutschland führte.

Beim Modern Drummer Magazine wählte ihn die Leserschaft fünfmal aufeinanderfolgend zum „No.1 All-Around Drummer“. 2001 wurde er vom selben Fachblatt zu einem der „Top 25 Drummer of All Time“ gekürt; 2002 wählte man ihn in die „Modern Drummer Hall of Fame“. Seine DVD Steve Smith Drumset Technique - History of the U.S. Beat bei Hudson Music wurde ausgezeichnet als „No.1 Educational DVD of 2003“. Weitere Lehr-DVDs von ihm sind The Art of Playing With Brushes und Steve Smith Drum Legacy.[1]

Ende 2015 stieg Steve Smith wieder als Drummer bei seinen einstigen Weggefährten Journey ein. Im März 2020 wurde er zusammen mit Bassist Ross Valory wegen rechtlicher Streitigkeiten wieder aus der Band geworfen. Die Auseinandersetzungen drehten sich um den Versuch von Smith und Valory, die Kontrolle über geschäftliche Belange zu bekommen, unter anderem über den Bandnamen Journey. Hierbei hätten sie, ohne selbst aktiv zu sein, Anteile an den Einnahmen der Band selbst nach einem Ausscheiden bekommen.[2]

Der Rolling Stone listete ihn 2016 auf Rang 36 der 100 besten Schlagzeuger aller Zeiten.[3]

Diskographische Hinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1988: Fia Fiaga (Columbia / SONY)
  • 1989: N.Y.C. (bei Mike Mainieri's Steps Ahead)
  • 1995: Easier Said Than Done
  • 1996: Vitalive! (EMI Manhattan)
  • 1998: Where We Come from (Intuition)
  • 2000: Live Around the World Where We (2CD) (Intuition)
  • 2002: Reimagined: Volume 1 - Jazz Standards (Bluejay)
  • 2004: Come on in (Tone Center)
  • 2005: Flashpoint
  • 2008: Vitalization
  • 2012: Live: One Great Night (Q-rious Music)
  • 2016: Steppin' Out (bei Steps Ahead)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Musiker-Biografie bei Allaboutjazz vom 20. Mai 2008, abgerufen 11. November 2012
  2. Jon Blistein: Journey Fire Ross Valory, Steve Smith for Allegedly Trying to Take Control of Band Name. In: rollingstone.com. 4. März 2020, abgerufen am 16. September 2020 (englisch).
  3. 100 Greatest Drummers of All Time. Rolling Stone, 31. März 2016, abgerufen am 6. August 2017 (englisch).