Storm (Comic)

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Storm ist eine Comic-Serie, die ursprünglich vom Zeichner Don Lawrence und verschiedenen Autoren stammte und ab 1976 in der niederländischen Comiczeitschrift Eppo erschienen; von Band 10 bis einschließlich Band 25 wurden alle Alben von Martin Lodewijk geschrieben. Nach dem Tod Lawrences (Ende 2003) ruhte die Serie. Seit 2007 wird sie ab Band 23 von den Zeichnern Romano Molenaar und Jorg De Vos fortgesetzt. Nachdem Martin Lodewijk sich zurückzog, übernahm Jorg de Vos auch als Autor (seit Band 27 zusammen mit Rob van Bavel).

"Storm" ist inhaltlich eine Mischung aus Science-Fiction und Fantasy. In Deutschland wurden "Storm" im Jahr 1978 im Kobra (Magazin) als Fortsetzungsgeschichte veröffentlicht.[1] Die deutschsprachigen Einzelbände erschienen erstmals ab 1980 in der Ehapa-Reihe Die großen Phantastic-Comics (58 Alben bis 1987, davon 15 "Storm"-Alben), später als eigene broschierte Reihe Storm wiederum bei Ehapa (22 Alben, 1989-2002). Seit März 2008 hat sich der Splitter Verlag die Rechte für eine Neuauflage als Hardcover samt Neuübersetzung gesichert, zudem sollen auch die zukünftigen Alben bei Splitter erscheinen.[2]

Inhalt[Bearbeiten]

Die "Storm"-Abenteuer kann man in zwei Teilzyklen unterteilen:

In den ersten 9 Alben erlebt der Held Storm Die Chroniken der Welt der Tiefe, nachdem er als Astronaut und Mitglied einer Jupitermission verunglückte, hierbei eine Zeitreise in die Zukunft durchmachte und nun auf eine Erde zurückkehrt, auf welcher die Ozeane verschwunden sind und stattdessen barbarische Zivilisationen, Mutanten und Monster aller Art die Erde bevölkern. Obendrein wird die Erde immer wieder von den außerirdischen Azuriern bedroht, die sich die wenigen verbliebenen freien Menschen als ungebildete Sklaven halten wollen.

Gleich zu Beginn in Band 1 dieser Abenteuer lernt Storm seine zukünftige Mitstreiterin Rothaar kennen, eine amazonenhaft-kämpferische Menschenfrau. Obwohl es nie explizit dargestellt wird, ist klar, dass sie nicht nur bei ihren gemeinsamen Abenteuern Storms Partnerin ist.

Storm selbst wirkt zu Beginn der Serie noch etwas hölzern, wird später aber zunehmend als kämpferischer Antiheld dargestellt. Im Laufe der Folgen wird sein Körper immer muskulöser gezeichnet, während Rothaar stets eine erotisch-feminine Ausstrahlung beibehält.

Zum Ende dieses ersten Teilzyklus ging der Serie allmählich die inhaltliche Originalität aus bzw. die Abenteuer wurden vorhersehbar. Dies änderte sich nachhaltig mit der fortan festen Mitarbeit Lodewijks als Texter und Storyschreiber ab Band 10 und dem Beginn des zweiten, bis heute andauernden Teilzyklus Die Chroniken von Pandarve (bisher 17 Alben, Band 10 bis 26).

Storm und Rothaar werden darin auf den in einem Paralleluniversum befindlichen Planeten Pandarve teleportiert, weil der dortige Theokrat Marduk, ein zukünftig immer wiederkehrender Gegenspieler Storms, sich durch Storm, den er als "Anomalie" bezeichnet (Storm ist durch seine Zeitreisen zu einer Störung des universellen Gleichgewichtes geworden), die endgültige und ewige Herrschaft über den Planeten erhofft.

Pandarve selbst ist nicht nur ein Planet, sondern gleichzeitig auch ein lebendiges Wesen, das sich bisweilen als menschliche oder tierische Erscheinung manifestiert und so mit Storm interagieren kann. Die Geschichten entwickeln hierbei häufig surreale Momente, etwa wenn sich Pandarve als Marilyn Monroe oder als Alice oder die Grinsekatze aus Alice im Wunderland präsentiert. Auf Pandarve trifft Storm auch Nomad, einen äußerst kräftigen rothäutigen Prinzen, der ihn und Rothaar auf ihren Abenteuern einige Folgen lang begleitet.

Da im sogenannten Pandarve-Universum völlig andere physikalische Gesetze gelten als auf der Erde (es kreisen z.B. Pandarve und unzählige andere Planeten bzw. Planetoiden um ein weißes Loch; die Luft des Alls ist atembar; Segelschiffe fliegen durch den Weltraum usw.), ergeben sich für die Ausschmückung der Handlung erheblich mehr Möglichkeiten, als es bei einem Verbleib Storms und Rothaars auf der Erde machbar gewesen wäre. Zudem sind etliche der Handlungsorte ausgesprochen imaginativ dargestellt.

Sonstiges[Bearbeiten]

Der zwischenzeitliche Spin-Off Storm - Die Chroniken aus der Zwischenzeit, weder von Lawrence noch von Lodewijk generiert, wurde nach drei Alben wieder eingestellt.

Die erste Storm-Folge ist eine überarbeitete Version des eigenständigen Vorgängeralbums Commandant Grek, mit der laut Vorwort zu "Grek" die Eppo-Redaktion aufgrund mangelhafter Charakter- und Storytiefe nicht zufrieden gewesen sei, weshalb die geplante neue Comicserie "Grek" schon nach nur diesem einem Band eingestellt worden war.

Einzelbände[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kobra, Ausgaben 9 bis 16, Jahrgang 1978
  2. http://www.incos-ev.de/Comic-Box/Storm/body_storm.html Abruf am 4. Mai 2008

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]