Stotzheim (Hürth)

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Wegekreuz Rodderstraße, 1796

Stotzheim ist ein Ortsteil der Stadt Hürth im Rhein-Erft-Kreis südwestlich von Köln. Es wird Stiefmütterchen-Dorf genannt. Es hat 1793 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2017)[1].

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stotzheim liegt auf der flachen Mittelterrasse im westlichen Teil der Kölner Bucht. Die Böden sind durch eine Lössbedeckung fruchtbar, wenn sie auch nicht die gleiche Windschutzlage haben wie die der Lagen im inneren Winkel der Bucht. Hier wird deshalb, vor allem wegen der Nähe zu Köln, Gemüse- und Feldblumenanbau betrieben. Durch Stotzheim fließt (im Ort kanalisiert unterirdisch) der Stotzheimer Bach, der auch den Burggraben der ehemaligen Burganlage Schlebuschhof im Südwesten des Ortes speist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stotzheim wird 1223 erstmals urkundlich erwähnt als Burghof einer Maria von Stotzem, der zum Kölner Adels-Stift St. Maria im Kapitol gehörte. Dies ist der heutige immer noch grabenbewehrte Schlebuschhof. Ein weiterer Hof war der Hospitalhof, an den noch die Hospitalstraße erinnert. Um diese Höfe gruppierte sich ein kleiner Weiler. Stotzheim gehörte seit der Zeit Napoleons 1800 zur Mairie Efferen, seit 1815 zur Bürgermeisterei Efferen, mit der es 1932 zur Großgemeinde, jetzt Stadt Hürth zusammengeschlossen wurde.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • St. Brictius, Katholische Kirche. Das Patrozinium ist dem Nachfolger des Heiligen Martin von Tours gewidmet und deutet so auf eine frühe fränkische Eigenkirche des Burghofes als Vorgängerbau hin. Der heutige dreischiffige Bau stammt von 1936 und dem Kölner Architekten Karl Band und wurde nach Kriegsschäden und einem Brand 1987 jeweils wieder hergerichtet.

Auf dem Kirchhof stehen noch 9 Grabsteine von Besitzern der Gutshöfe in Stotzheim. Der älteste ist aus dem Jahre 1524.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Keutenstraße zwischen Hof und Berrenrather Straße liegt ein kleines Zentrum mit Geschäften des täglichen Bedarfs.

Etwas außerhalb, am Ortsende der Horbeller Straße Richtung Köln-Marsdorf hat sich das Cafe-Kiwy etabliert. Neben Frühstück und einem Mittagstisch bietet das Cafe an Spezialitäten Crepes und Galette an. Am Wochenende ist es auch am Abend geöffnet.

Die Milos-Sovak-Schule, die vom Kreis unterhaltene Förderschule mit dem Schwerpunkt Sprache, benannt nach dem 1989 verstorbenen Prager Professor für Logopädie,[2] hat überörtliche Bedeutung. Für die Kleinsten gibt es die dreigruppige Kindertagesstätte Zwergengarten.

Im Gebäude des ehemaligen katholischen Kindergartens hat sich eine ärztliche Praxisgemeinschaft eingerichtet.

Der örtliche Sportverein erhielt einen modernsten Kunstrasenplatz, weil die alte Anlage einem Baugebiet weichen musste.

In Stotzheim befindet sich die Landesgeschäftsstelle des Landesverband des Lebenshilfe Nordrhein-Westfalen e.V. Mit seinen ebenfalls dort ansässigen Tochterunternehmen ist die Lebenshilfe Nordrhein-Westfalen mit über 800 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber des Ortes.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stotzheim bildet mit Sielsdorf einen Stadtbezirk. Otto Winkelhag (CDU) ist Ortsvorsteher.[3]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Peter Weygold (1811-vor 1877), preußischer Bürgermeister und Abgeordneter, geboren in Stotzheim
  • André Greipel (* 1982), deutscher Radrennfahrer, lebt in Stotzheim

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Einwohnerstatistik (Memento des Originals vom 27. März 2018 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.huerth.de
  2. über Schule und Namensgeber
  3. Nach Webseiten Stadt Hürth Stand Juni 2014

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hürth-Stotzheim – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 50° 54′ N, 6° 52′ O