Stout

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Dieser Artikel beschreibt das Bier; für andere Bedeutungen siehe Stout (Begriffsklärung).
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Ein Glas Stout mit Butterbrot

Das Stout ist ein häufig tiefschwarzes, obergäriges Bier mit einem Alkoholgehalt von 3 % bis 10 % und einer ausgeprägten cremefarbenen Schaumkrone. Es wird gelegentlich auch mit besonders stark gerösteter unvermälzter Gerste (10 %) und mit Gerstenmalz (90 %) gebraut.

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von England her wurde Stout und Porter mit einem weitaus höheren Alkoholgehalt nach Skandinavien exportiert. Russland hat diese Sorten dann übernommen und braut bis heute sogenanntes Imperial-Stout und Baltisches Porter. Diese Sorten sind Starkbiere mit einem Alkoholgehalt von 7 Vol.-% bis 10 Vol.-%. Bei diesen Sorten werden teilweise Weinhefen statt Bierhefen verwendet, da man beim normalen Brauvorgang die Hefe abtöten würde, bis sie diese Prozente erreichen könnte.

Die Herkunft des Begriffs geht auf Stout Porter (also: starkes Porter) zurück, was mit der Zeit einfach auf Stout verkürzt wurde. Dieses stark bezieht sich allerdings nicht auf den Alkoholgehalt (es gibt Porter mit höherem Alkoholgehalt als Stout), sondern eher auf den Geschmack. Ein Porter (als Beruf) ist der (Lasten)träger. Es wurde speziell mit einem geringeren Alkoholgehalt, aber einer starken Würze für hart arbeitende Menschen entwickelt und wurde erfolgreich. In Irland wurde schließlich aus dem Porter das Stout weiterentwickelt.[1]

Guinness[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das bekannteste ist das Guinness Stout aus Dublin. Das Export-Guinness für die „Pubs“ auf dem Festland hat einen höheren Alkoholgehalt und einen anderen Geschmack als das Original. Es gilt nicht mehr als Schankbier und wird dann auch teurer verkauft. Zudem gibt es Extra Stout, das einen kräftigeren Geschmack hat und bitterer ist als das normale Guinness. In Irland hat es wie das Original Guinness einen Alkoholgehalt von 4,2 %. Auf dem europäischen Festland hat diese Sorte 5 %. Zur Guinness-Familie gehört noch Foreign Extra Stout, ein Starkbier mit einem Alkoholgehalt von 7,5 %, mit bitterer Säure, für Stout-Liebhaber eher gewöhnungsbedürftig. Allgemein gilt: Je geringer der Alkoholgehalt bei Stout, desto runder und intensiver ist der typische „Stout“-Geschmack.

Unterarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Imperial Stout[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Imperial Stout

Sweet Stout[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sweet Stout schmeckt im Gegensatz zu normalem Stout süß, weil das Malz stärker betont wird als der Hopfen. In seltenen Fällen wird Milchzucker oder echte Schokolade hinzugegeben.

Mackeson beispielsweise enthält Milchzucker und hat einen Alkoholgehalt von 3 % (Exportversion: 5 %). Der Abgang ist likörartig. Das schwächste Bier aus dieser Reihe aus Schottland ist das Younger of Alloa - Sweethart Stout, mit 2 %.

Chocolate Stout[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es enthält selten echte Schokolade, die Gerste wird so geröstet, dass es den Geschmack von Schokolade nachahmt.

Young's double chocolate Stout ist das erste mit echter Schokolade hergestellte Bier aus London mit einem Alkoholgehalt von 5 %. Das Brooklyn chocolate Stout aus New York mit einem Alkoholgehalt von 5 % ist ohne Zusätze.

Coffee/Espresso Stout[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Selten ist Kaffee enthalten, die Gerste wird stärker geröstet als bei normalen Stout, wodurch ein Kaffee-Aroma erzielt wird. Der Geschmack kommt somit in die Nähe von Gerstenkaffee und das Bier passt zu Pudding oder Schokoladenmousse.

Pyramid espresso Stout aus dem Nordwesten der USA und einem Alkoholgehalt von 5,6 % ahmt fruchtige Kaffesorten nach mit durchgehendem Kaffee-Geschmack.

Echter Kaffee (Starbucks-Kaffee) wird Red hook double black Stout zugesetzt. Es hat eine starke Espressonote im Abgang, stammt aus Seattle, USA mit 6,9–7 % Alkohol.

Oatmeal Stout[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das zusätzliche Hafermehl verleiht dem Bier eine sahnig-sämige Note, passend zu cremigen Desserts. Das schottische Maclay oat malt Stout mit 4,5 % hat einen sahnig-süßen Geschmack und ist buttrig-toastig im Abgang.

Porter-Stout[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Bierart, die weder ein Porter noch ein eigentliches Stout ist, gewöhnlich bleibt die Bezeichnung „Porter“ erhalten.

Hierzu zählen das Hoepfner Porter, das in der Farbe mahagoni bis schwarz ist und einen weichen Toffeegeschmack und eine Röstnote im Abgang hat. Es kommt aus Karlsruhe mit 5,8 Vol.-%. Das King and Barnes old Stout aus Südostengland mit 5,5 % wird in traditioneller Flaschengärung produziert. Mit seiner festen Schaumkrone und rubinroter bis schwarze Farbe schmeckt es sahnig und weich mit einer bitteren Note.

Weiteres[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stout ist nicht mit den in Deutschland und Tschechien üblichen schwarzen und dunklen Bieren vergleichbar, da diese durch ihre Herstellung einen ganz anderen Geschmack aufweisen. Schwarzbier ist meist untergärig, jedoch Stout obergärig vergoren.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. In der Geburtsstunde des Stouts wird Porter als „Mutter des Stouts“ bezeichnet.