Strassburger Denkmal

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Strassburger Denkmal
(Der Schutzgeist Strassburgs übergibt die als Frau personifizierte Stadt (mitte) der Obhut Helvetias. Die vier umgebenden Kinder stehen für die Leiden der Zivilbevölkerung.)

Das Strassburger Denkmal in Basel steht auf dem Centralbahnplatz beim SBB-Bahnhof und erinnert an die humanitäre Hilfe während der Belagerung Strasbourgs (August und September 1870) im Deutsch-Französischen Krieg.

Das von Frédéric Auguste Bartholdi 1895 geschaffene Denkmal wurde vom französischen Baron Hervé de Gruyer gestiftet, als Dank für die Gesamt-Schweizer Unterstützung der Bewohnerschaft der schwer beschossenen französischen Stadt Strasbourg im benachbarten Elsass (Alsace). Eine Abordnung der Kantone Basel, Bern und Zürich erhielt nach zähen Verhandlungen von der badischen Regierung die Erlaubnis, 1400 Frauen, Kinder und Greise aus der belagerten Stadt (andere Quellen nennen mehr) in die Schweiz zu bringen.

Die Figurengruppe stellt einen Frauen und Kinder beschützenden Engel dar. Die beiden Relieftafeln am Sockel zeigen die Hilfe für die Stadt mit der Inschrift: „A la Suisse hommage reconnaissant d'un enfant de Strasbourg 1871“ und die historische Fahrt mit dem Hirsebrei-Topf von 1576 mit der Inschrift: „Le culte des traditions d'amitié honore les peuples comme les hommes“. Ein umlaufendes Wappenband zeigt die Kantone.

Das eine Halbrelief bezieht sich auf das Jahr 1576. Damals unternahmen Eidgenossen eine Rekordfahrt von Zürich nach Strassburg, um zu zeigen wie schnell ihre Hilfe im Notfall vor Ort sein kann. Zu Schiff brachten sie auf den damals noch wilden Flüssen Limmat, Aare und Rhein in 17 Stunden einen grossen Topf Hirsebrei nach Strassburg. Dort soll der Brei immer noch warm gewesen sein.

Der Bildhauer Bartholdi schuf auch die Kolossalskulptur der Freiheitsstatue im Hafen von New York (Entwurf 1870).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die Quellen zu den beiden historischen Hirsebreifahrten orientiert:

  • Jakob Baechtold: Das glückhafte Schiff von Zürich. Nach den Quellen des Jahres 1576. (= Mittheilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich, 20, Abtheilung 2, Heft 2 und Neujahrsstück, 44/1880). Orell Füssli, Zürich 1880.

Über den Standort, zu dem Wandel Kirchhof - Bestattungspark - Elisabethenanlage - Volksgarten siehe

  • Othmar Birkner: Friedhof - Bestattungspark - Volksgarten. In: Öffentliche Basler Denkmalpflege (Hrsg.): Gärten in Basel. Basel 1980, ISBN 3-85556, S. 41–43.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Strassburger Denkmal Basel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 47° 32′ 56,72″ N, 7° 35′ 27,43″ O; CH1903: 611467 / 266497