Straberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Koordinaten: 51° 5′ 32″ N, 6° 45′ 46″ O

Straberg
Stadt Dormagen
Höhe: 43 (31–72) m
Fläche: 10,41 km²
Einwohner: 2746 (30. Jun. 2010)
Bevölkerungsdichte: 264 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 41542
Vorwahl: 02133
Ehemaliges Straberger Wappen
Straberg, Katholische Pfarrkirche St Agatha

Straberg ist ein Stadtteil der Stadt Dormagen im Rhein-Kreis Neuss in Nordrhein-Westfalen. In Straberg leben zurzeit etwa 2800 Einwohner.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Osten von Straberg befinden sich zahlreiche Sand- und Kieslöcher, die im Sommer auch als Badeseen genutzt werden. Südlich von Straberg liegt die Ortschaft Delhoven, südwestlich das Kloster Knechtsteden. Für ausgiebige Wanderungen lädt der westlich von Straberg liegende Knechtstedener Wald ein, durch den auch der Norfbach fließt. Ückerath und Nievenheim sind die nächsten nördlichen Nachbarorte von Straberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits in der Jungsteinzeit befand sich hier eine vorgeschichtliche Besiedlung. In der römischen Zeit gab es im Raum Gohr, Straberg und Nievenheim eine Kultstätte örtlicher Quellgöttinnen. Vor 1137 findet sich die erste Erwähnung Strabergs als Strabruch. Ein Adelsgeschlecht von Straberg ließ sich zwischen 1176 und 1262 nachweisen. Straberg war ursprünglich ein Teil des Klosters Knechtsteden; hier lebten die Landarbeiter des Klosters etwas abseits von den Mönchen. Nach 1815 wurde Straberg eine selbständige Gemeinde in der Bürgermeisterei Nievenheim. Diese wurde 1927 in Amt Nievenheim umbenannt. Letzter Bürgermeister der Gemeinde Straberg war Leo Drexler (CDU). Das Amt seines Stellvertreters hatte Hermman Harig (CDU) inne. Letzter ehrenamtlicher Gemeindedirektor war Johannes Sticker mit seinem allgemeinen Vertreter Wilhelm Demming. Am 1. Januar 1975 wurde Straberg ein Stadtteil der Stadt Dormagen.[1]

Der Name Straberg leitet sich vermutlich von Strohberg ab.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1933: 1214
  • 1939: 1161
  • 1961: 1509
  • 1970: 1552
  • 1974: 2169
  • 1983: 2481
  • 1988: 2448
  • 1993: 2461
  • 1998: 2528
  • 2003: 2821
  • 2006: 2833
  • 2010: 2746

Kultur und Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Nähe von Straberg liegt der Straberg-Nievenheimer See. Hier besteht die Möglichkeit sich zu erholen und im Sommer verschiedene Freizeitgestaltungen durchzuführen. Der See erlangte am 10. Juli 1994 überregionale Berühmtheit, als einem Badegast sein Kaiman namens "Sammy" entkam. Das harmlose Jungtier wurde unter der generalstabsmäßig durchorganisierten Führung aus der Chefetage der Dormagener Stadtmarketingabteilung nach tagelangem unerschrockenen Einsatz eines Staraufgebots von Großwildjägern schließlich mit einem Fischköcher eingefangen und unschädlich gemacht. Auch die Tagesschau berichtete davon.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Westdeutsche Zeitung Düsseldorf, Lokalredaktion Kreis Neuss - regionale Tageszeitung, Verlag W. Girardet KG
  • Neuss-Grevenbroicher-Zeitung - regionale Tageszeitung, Neusser Zeitungsverlag GmbH, zu Rheinische Post gehörig
  • Schaufenster - lokales Anzeigenblatt (Dienstag & Samstag), Neusser Druckerei und Verlag GmbH
  • Rheinischer Anzeiger - lokales Anzeigenblatt (Mittwoch), Neusser Druckerei und Verlag GmbH
  • NEWS89.4 - lokaler Radiosender, zu Neusser Druckerei und Verlag GmbH gehörig

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Straberg aus ist die Dormagener Innenstadt rasch zu erreichen. Ebenfalls ist die Autobahnanschlussstelle Dormagen der A 57 nicht weit entfernt und damit die nahegelegenen Großstädte Düsseldorf und Köln ebenfalls. Die nächsten Bahnhöfe befinden sich in Nievenheim und Dormagen.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bewohner Strabergs werden wegen der waldnahen Lage des Ortes als „Walddörfler“ bezeichnet.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 294.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heinz Ohletz, 1929–1974 Jahre Menschen Initiativen im Großkreis Grevenbroich

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]