Sumpf-Greiskraut

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Sumpf-Greiskraut
Sumpf-Greiskraut (Jacobaea paludosa)

Sumpf-Greiskraut (Jacobaea paludosa)

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Senecioneae
Gattung: Jacobaea
Art: Sumpf-Greiskraut
Wissenschaftlicher Name
Jacobaea paludosa
(L.) G.Gaertn., B.Mey. & Scherb.

Das Sumpf-Greiskraut (Jacobaea paludosa (L.) G.Gaertn. & al., Syn.: Senecio paludosus L.) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Jacobaea.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Illustration
Blütenstand
Habitus, Laubblätter und Blütenstände

Vegetative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Sumpf-Greiskraut wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 50 bis 200 Zentimetern. Es werden kriechende Rhizome gebildet. Die Stängelblätter sind ungeteilt, ei- bis lineallanzettlich, unregelmäßig scharf gezähnt und sitzend bis halbstängelumfassend geöhrt, etwa 7- bis 15-mal so lang wie breit. Die Blattunterseite ist graufilzig.

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Generative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gesamtblütenstand enthält viele Blütenkörbchen. Die Blütenkörbchen weisen einen Durchmesser von drei, bis selten vier Zentimetern auf. Die Außenhülle ist sieben- bis zwölfblättrig. Ein Blütenkörbchen enthält 9 bis 18, selten bis zu 20 hellgelbe Zungenblüten. Es werden 3–4 mm lange Achänen mit Pappus gebildet.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 40.[1]

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Hauptverbreitungsgebiet des Sumpf-Greiskrautes liegt im subkontinentalen Europa. Es gibt weit vorgeschobenen Vorposten im östlichen Spanien und im Rhonedelta. Das Areal reicht im Süden von Mittelfrankreich über die Westalpen und die Poebene bis Thrakien am Schwarzen Meer, im Norden von England über Südschweden und Estland bis Nordrussland. Im Osten nur den europäischen Teil Russlands mit einschließend.

Das Sumpf-Greiskraut gedeiht am besten nasse, humose, stickstoffreiche Tonböden. Es erträgt zeitweilige Überflutung. Es besiedelt das Röhricht stehender oder langsam fließender Gewässer, Gräben und Bruchwälder. Am Mittel- und Unterlauf der großen Ströme und im Alpenvorland kommt es selten, aber oft in lockeren Beständen vor. Es ist in Mitteleuropa eine Charakterart des Caricetum elatae, kommt seltener aber auch in anderen Gesellschaften des Verbands Magnocaricion oder der Ordnungen Alnetalia oder Convolvuletalia vor.[1]

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erstveröffentlichung erfolgte 1753 unter dem Namen (Basionym) Senecio paludosus durch Carl von Linné. Die Neukombination zu Jacobaea paludosa (L.) G.Gaertn. & al. wurde 1801 durch Gottfried Gaertner, Bernhard Meyer und Johannes Scherbius in der Oekonomischen Flora der Wetterau, Band 3, 1, S. 211 veröffentlicht. Weitere Synonyme für Jacobaea paludosa (L.) G.Gaertn. & al. sind: Senecio bohemicus Tausch, Senecio riparius Wallr., Senecio paludosus subsp. bohemicus (Tausch) Čelak., Senecio paludosus subsp. tomentosus Čelak. non W.D.J.Koch.[2] Das Artepitheton paludosa bedeutet Sumpf.

Die formenreiche Art Jacobaea paludosa wird von einigen Autoren in mehrere, allerdings schwer unterscheidbare Unterarten gegliedert:[2]

  • Jacobaea paludosa (L.) G.Gaertn. & al. subsp. paludosa: Sie kommt in Deutschland, Polen, Tschechien, Österreich, Ungarn, Kroatien, Serbien, Bulgarien, Rumänien, Ukraine, Slowakei, Weißrussland, Russland, Moldawien, Estland, Lettland, Litauen und Schweden vor.[2]
  • Jacobaea paludosa subsp. angustifolia (Holub) B.Nord. & Greuter (Syn.: Senecio paludosus subsp. angustifolius Holub): Sie kommt in West-, Mittel- und Südosteuropa vor in Großbritannien, Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Deutschland, Österreich, Schweiz, Tschechien, Italien, Slowenien, Kroatien, Ungarn, Serbien, Slowakei und Rumänien.[2]
  • Jacobaea paludosa subsp. lanata (Holub) B.Nord. & Greuter (Syn.: Senecio paludosus subsp. lanatus Holub, Cineraria aurea L. non Senecio aureus L., Senecio auratus DC., Senecio sadleri Sadler, Senecio tataricus Less.): Sie kommt in Europa in Tschechien, Ungarn und Osteuropa vor.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Henning Haeupler, Thomas Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Herausgegeben vom Bundesamt für Naturschutz (= Die Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Band 2). 2. korrigierte und erweiterte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2007, ISBN 978-3-8001-4990-2.
  • Siegmund Seybold: Die Flora von Deutschland und der angrenzenden Länder. Ein Buch zum Bestimmen aller wild wachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen. Begründet von Otto Schmeil, Jost Fitschen. 95. vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2011, ISBN 978-3-494-01498-2.
  • Oskar Sebald, Siegmund Seybold, Georg Philippi, Arno Wörz (Hrsg.): Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs. Band 6: Spezieller Teil (Spermatophyta, Unterklasse Asteridae): Valerianaceae bis Asteraceae. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 1996, ISBN 3-8001-3343-1.
  • Dietmar Aichele, Heinz-Werner Schwegler: Die Blütenpflanzen Mitteleuropas. Band 4: Nachtschattengewächse bis Korbblütengewächse. Franckh-Kosmos, Stuttgart 1995, ISBN 3-440-06194-9.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Unter Mitarbeit von Angelika Schwabe und Theo Müller. 8., stark überarbeitete und ergänzte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 954.
  2. a b c d e Werner Greuter (2006+): Compositae (pro parte majore). In: Werner Greuter, E. von Raab-Straube (Hrsg.): Compositae.: Datenblatt Jacobaea paludosa In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sumpf-Greiskraut (Jacobaea paludosa) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien