Susanne Stumpenhusen

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Susanne Stumpenhusen (* 1955 in Calberlah)[1] ist eine deutsche Gewerkschaftsfunktionärin. Sie ist Landesbezirksleiterin des Landesbezirks Berlin-Brandenburg der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stumpenhusen studierte ab 1974 Soziologie an der FU Berlin. Nach ihrem Abschluss begann sie eine sozialpädagogisch-sozialwissenschaftliche Tätigkeit im Bezirksamt Spandau von Berlin, Bereich Politische Bildung der Jugendförderung.

Vor ihrer Tätigkeit als hauptberufliche Funktionärin hatte sie zahlreiche ehrenamtliche Tätigkeiten in der ÖTV und im DGB inne. 1989 wurde sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TU Berlin und arbeitete im Projekt Berufsschule als Feld gewerkschaftlicher Jugendarbeit. Im gleichen Jahr wurde sie Gewerkschaftssekretärin bei der ÖTV Berlin und Geschäftsführerin der Abteilung Wissenschaft und Forschung. Dann übernahm sie das Referat Betriebs- und Personalräte. 1994 wurde sie Geschäftsführerin für den Bereich Länder in der ÖTV Berlin und kam 1996 in die Berliner ÖTV-Bezirksleitung. Stumpenhusen wurde 1998 Vorsitzende der Gewerkschaft ÖTV Berlin.[2]

Von Dezember 1999 an war sie Mitglied der "Gründungsorganisation ver.di" und wurde 2001, nach der Gründung von ver.di, zur Leiterin des Landesbezirks ver.di Berlin-Brandenburg gewählt[3]. Die Landesbezirksleitung hat drei hauptamtliche Mitglieder, die auf der Landesbezirkskonferenz gewählt werden. Neben Stumpenhusen sind dies aktuell ihre beiden Stellvertretungen Gabi Lips und Roland Tremper.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 28. August 2004 veranstaltete ver.di einen „Solibasar“ zugunsten eines Wasserprojekts für Nicaragua. Stumpenhusen hatte selbst im Februar und März 1990 in Massaya/Nicaragua einen Solidar-Arbeitseinsatz in Abstimmung mit der dortigen Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (Frauen) absolviert.

Stumpenhusen setzte sich in den vergangenen Jahren für die Rechte der Homosexuellen ein und kündigte an, dass Vertreter der Gewerkschaft sich immer wieder an der Berliner Parade des Christopher Street Day beteiligen würden. Unter dem Motto „Akzeptanz der sexuellen Vielfalt in Schule, Ausbildung und Beruf“ werde man sich dabei mit einem eigenen Wagen präsentieren, hieß es 2011; ver.di ließ am ver.di-Gebäude die Regenbogenflagge hissen und präsentierte die Ausstellung „Walk with Pride“.[4]

Die Junge Welt zitierte am 15. März 2011 auf der Basis eines Morgenpost-Artikels Stumpenhusen während des Lokführerstreiks für einen Flächentarifvertrag mit den Worten: „Ich kann mich mit diesem Vorgehen nicht identifizieren, weil es unserer Grundauffassung widerspricht.“

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Annette Salomon-Hengst, Steffi Kirchner, Susanne Stumpenhusen, Volker-Gerd Westphal (Hrsg.): Personalmanagement in der brandenburgischen Landesverwaltung. Verlag Universität Potsdam, 2012
  • Susanne Stumpenhusen, Eckart Werthebach: Gesundheitsmanagement in der Berliner Verwaltung. In: Rolf Busch und Senatsverwaltung für Inneres (Hrsg.) Freie Universität Berlin, Weiterbildungszentrum, 2000
  • Susanne Stumpenhusen: Gespart‚ bis es quietscht. In: Beamten-Magazin 06/2010, S. 16

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mit klugen Konzepten gegen den kommunalpolitischen Stillstand. auf library.fes.de
  2. ÖTV Berlin: An der Spitze steht eine Frau. In: Berliner Zeitung, 11. März 1998
  3. Susanne Stumpenhusen Internetseite ver.di Landesbezirk Berlin Brandenburg
  4. Pressemitteilung ver.di Berlin-Brandenburg vom 20. Juni 2011
  5. Pressemitteilung der TU Berlin vom 4. Oktober 2010
  6. http://www.rbb-online.de/rundfunkrat/mitglieder/rbb-rundfunkrat-mitglieder.html