Susanne Thurn

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Susanne Thurn (* 1947) ist eine deutsche Geschichtsdidaktikerin. Sie ist Lehrerin, Professorin und war von 1990 bis 2013 Leiterin der Laborschule Bielefeld an der Universität Bielefeld.

Sie studierte in Bonn (u.a.) bei der Historikerin und Didaktikerin Annette Kuhn. Nach dem I. Staatsexamen 1971 und Tätigkeiten in wissenschaftlichen Aufgaben begann Thurn 1978 an der Laborschule, die unter Hartmut von Hentig als Reformschule hervorgetreten ist, als Lehrerin zu unterrichten. 1990 bis 2013 war sie die Leiterin der Schule. 1991 promovierte sie an der Universität Osnabrück mit der Dissertation „… und was hat das mit mir zu tun?“ Geschichtsdidaktische Positionen. Betreuer der Arbeit war der Historiker Hans-Jürgen Pandel. Seit 2003 war sie Honorarprofessorin an der Universität Halle-Wittenberg. Sie publizierte mehrere Unterrichtsvorschläge und geschichtsdidaktische Artikel sowie Sachkinderbücher. Dem traditionellen Geschichtsunterricht steht sie ablehnend gegenüber, weil weder die Inhalte noch die Methoden kindgemäß seien. Sie setzt sich besonders für die Alltagsgeschichte ein.

Sie hat nach Vorarbeiten in den 1970er Jahren 2003 den Briefwechsel zwischen Karl Kautsky und Eduard Bernstein mitherausgegeben.

Susanne Thurn war verheiratet mit dem Geschichtsdidaktiker Klaus Bergmann.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • „… und was hat das mit mir zu tun?“ Geschichtsdidaktische Positionen Centaurus, Pfaffenweiler 1993, ISBN 3890856772.
  • Laborschule: Modell für die Schule der Zukunft. Julius Klinkhardt, Bad Heilbrunn 2005, hg. mit Klaus-Jürgen Tillmann, ISBN 3-7815-1377-7.
  • Die Laborschule im Spiegel ihrer PISA-Ergebnisse Pädagogisch-didaktische Konzepte und empirische Evaluation reformpädagogischer Praxis. Juventa, Weinheim 2005, hg. mit J. Watermann, ISBN 3779916789.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]