SystemRescueCd

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SystemRescueCd
System-rescue-cd-logo-new.svg
SystemRescueCD.png
Entwickler Francois Dupoux, Pierre Dorgueil, Franck Ladurelle, Isaiah Salinas, Daniel Biehle u. a.
Lizenz(en) GPL
Akt. Version 6.0.3[1][2]
Abstammung GNU/Linux
↳ Arch Linux
↳ SystemRescueCd
Architektur(en) AMD64
Sprache(n) Englisch
sysresccd.org

SystemRescueCd (vom Englischen für System-Rettungs-CD) ist eine auf Arch Linux basierende Linux-Distribution, die sich als Live-System direkt z. B. von einer CD oder einem USB-Stick starten lässt. Sie wurde als kleines Rettungssystem entworfen (startfähiges Notfallsystem), um ein nicht mehr startbares Betriebssystem zu reparieren und Daten wiederherzustellen.[3]

Funktionsumfang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das in Frankreich gestartete Projekt SystemRescueCd basierte ursprünglich auf der Gentoo Live CD und beinhaltete eine Reihe nützlicher Systemtools (siehe unten) und Basisanwendungen (Browser, Editor, Midnight Commander, Netzwerktools). Zusätzlich zur Konsole war auch ein X Window System mit dem Fenstermanager Xfce4 (bis Version 1.1.7 JWM, davor GNU Window Maker) verfügbar.[4]

Die Distribution bietet einfache Möglichkeiten, um Administrationsaufgaben wie zum Beispiel das Erstellen oder Ändern von Partitionen vorzunehmen. So werden viele Systemprogramme und einfache Werkzeuge mitgeliefert. Außerdem werden die wichtigsten Dateisysteme (ext2/ext3/ext4,[5] Btrfs, ReiserFS, Reiser4, XFS, JFS, VFAT, NTFS,[6] iso9660) und Netzwerksysteme (Samba, NFS) unterstützt.[4]

Bis Version 5 basierte SystemRescueCd auf Gentoo Linux. Ab Version 6.0 wird Arch Linux als Basis verwendet und ein x64-System vorausgesetzt, 32-Bit-x86-Systeme werden nicht mehr unterstützt.

Enthaltene Tools[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • GNU Parted: Bearbeitung von Partitionen und Dateisystemen
  • Partimage: Speichern und Wiederherstellen von Partitionsimages
  • Dateisystemtools (e2fsprogs, reiserfsprogs, reiser4progs, xfsprogs, jfsutils, ntfsprogs, dosfstools): Formatieren, Größenänderung und Debuggen existierender Partitionen
  • NTFS-3G: Schreib-/Lesezugriff auf MS Windows-NTFS-Partitionen
  • sfdisk: Speichern und Wiederherstellen der Partitionstabelle
  • TestDisk: Testen und „Löschen rückgängig machen“ von Partitionen
  • Netzwerktools (Samba, NFS, ping, nslookup …)[7][8][9][10]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: SystemRescueCD – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. www.system-rescue-cd.org.
  2. 14. April 2019.
  3. SystemRescueCD 1.6.1. In: heise Software-Verzeichnis. 27. September 2010, abgerufen am 8. Oktober 2010.
  4. a b Jürgen Donauer: Mit Unterstützung für Reiser4fs und ext4 – SystemRescueCd 1.1.6 steht bereit. In: TecChannel.de. 2. März 2009, abgerufen am 8. Oktober 2010.
  5. Mathias Huber: SystemRescueCD 1.1.5 verbessert Ext-4-Unterstützung. In: Linux-Magazin Online. 13. Februar 2009, abgerufen am 8. Oktober 2010.
  6. Werner Veith: Unterstützt experimentelles Dateisystem Btrfs: System-Rescue-CD klont auch NTFS-Dateisysteme. In: Computer Reseller News. 4. Januar 2010, abgerufen am 8. Oktober 2010.
  7. Datenrettung: SystemRescueCd. In: pcwelt.de. 24. September 2010, abgerufen am 8. Oktober 2010.
  8. Jörg Thoma: SystemrescueCD 1.3.5 mit neuem Kernel. In: Golem.de. 28. Januar 2010, abgerufen am 8. Oktober 2010.
  9. Jörg Thoma: SystemrescueCD startet jetzt über NFS v3 oder NBD: Aktuelle Version mit Kernel 2.6.32.9 und XFCE 4.6.1. In: Golem.de. 1. März 2010, abgerufen am 8. Oktober 2010.
  10. Andrea Müller: SystemRescueCd 1.5.0 erschienen. In: heise open. 19. März 2010, abgerufen am 8. Oktober 2010.