Täterwissen

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Begründung: Es fehlen einschlägige Literatur und spezifische Quellen zur Verwendung dieses Begriffs, sonst ist das nämlich unzulässige Theoriefindung ! --House1630 (Diskussion) 12:16, 18. Jul. 2016 (CEST)

Das Täterwissen stellt in der Kriminalistik ein Wissen dar, das nur Täter einer rechtswidrigen Tat, die mit Strafe bedroht ist, haben können.

Dies kann sich unter anderem auf

beziehen.

Die Preisgabe von Täterwissen durch den Täter ist ein wichtiger Teil bei der Überführung eines Täters oder einer Täterschaft. Ob ein Verdächtiger Täterwissen hat, wird in informatorischen Befragungen, Vernehmungen (Geständnis) oder bei der Telefonüberwachung in Erfahrung gebracht.

Bei Entführungen und ähnlichen Erpressungsdelikten wird Täterwissen mitunter vom Täter bewusst kommuniziert, um sich beispielsweise bei telefonischen Lösegeldverhandlungen zu legitimieren.

Die Strafverfolgungsbehörden geben vor Abschluss der Ermittlungen in aller Regel keine Informationen von Täterwissen preis, damit der Ermittlungserfolg nicht beeinträchtigt wird; wenn diese speziellen Informationen zuvor veröffentlicht würden, könnte von dem befragten Kreis der Verdächtigen keine Unterscheidung mehr zwischen allgemeinem Wissen und Täterwissen getroffen werden. Eine andere Taktik ist die Veröffentlichung eines „verdrehten“ Sachverhalts, bei dem der oder die Täter in eine Situation gebracht werden, sich zu stellen.

In vielen Fällen erspart das der Polizei bekannt gemachte Täterwissen viele Monate an Ermittlungsarbeit oder führt überhaupt erst zur Aufklärung.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gerald Hahn: Beweisrechtliche und kriminalistische Probleme der Erlangung und Verwendung von Täterwissen und dessen Abgrenzung zum Tatwissen in der Vernehmungspraxis der Untersuchungsorgane. Diss., Humboldt-Universität Berlin 1989.
  • Susanne Bisson, Jürgen Rehm, Wolfgang Servay und Martin Irle: Nutzung des Täterwissens. Zur Prävention von Wohnungseinbruch in der Bundesrepublik Deutschland in Christel Frank und Gerhart Harrer: Der Sachverständige im Strafrecht - Kriminalitätsverhütung, Springer, Berlin 1990, S. 124ff.
  • Gabriele Jansen: Zeuge und Aussagepsychologie, 2. Auflage, C.F. Müller, Heidelberg 2012. (Rechtsprechungsübersicht zum Begriff „Täterwissen“ auf S. 50)
  • Jan Andreas Sickor: Das Geständnis, Mohr Siebeck, Tübingen 2014. (Speziell zum Täterwissen S. 302ff.)
  • Thomas Feltes: Wirksamkeit technischer Einbruchsprävention bei Wohn- und Geschäftsobjekten - Eine Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung von aktuellem Täterwissen, 2004

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Täterwissen – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen