Tahina

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Tahina im Glas

Die Tahina [tˤɒˈħiːna] (arabisch طحينة, DMG ṭaḥīna), auch Tahini oder Tahin, ist eine Paste aus feingemahlenen Sesamkörnern. Tahina stammt aus der arabischen Küche und ist eine Grundzutat des Hummus (Kichererbsenbrei). Es wird auch gerne als Beilage oder als Dip gereicht, dazu wird es mit Zitronensaft und Knoblauch vermischt, oft mit Gewürzsumach leicht verziert.

nachträglich gewürzte Tahinapaste

Man unterscheidet Tahina aus geschältem und aus ungeschältem Sesam. Tahina aus ungeschältem Sesam ist dunkler und bitterer, enthält aber mehr Vitamine, Nährstoffe und mit rund 10 Gramm pro 100 Gramm mehr Ballaststoffe. Häufig wird Tahina aus einer Mischung beider Sesamsaaten hergestellt. Tahina aus ausschließlich geschältem Sesam nennt man weißes Tahina.

Tahina ist sehr vitaminreich (vor allem B1, B2 und B6) und enthält sehr viel Calcium (783 mg pro 100 g). Es ist daher bei Vegetariern und Veganern sehr beliebt und wird als Alternative zu Brotaufstrichen wie Erdnussbutter oft in Bioläden, aber auch in türkischen oder arabischen Lebensmittelgeschäften angeboten.

Im Orient ist zudem Baba Ghanoush verbreitet, ein Dip aus gegrillten, pürierten Auberginen und Tahina. Tahina kann auch für die Zubereitung von Halva verwendet werden.

In der chinesischen Küche wird eine derartige Paste als Zhimajiang (chinesisch 芝麻醬 / 芝麻醤, Pinyin Zhīmajiàng) bezeichnet und in der japanischen Küche als Nerigoma (jap. 練り胡麻/練りごま/練りゴマ), wo sie in Gerichten oft zusammen mit Sojasauce eingesetzt wird. In Deutschland werden derartige Mischungen unter dem Namen Goma[1] (jap. für Sesam) angeboten.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tahina – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dieter Rex: Kräuter und Gewürze. Unipart, Remseck bei Stuttgart 1994, ISBN 3-8122-3364-9, S. 277.