Tamara Scheer

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Tamara Scheer

Tamara Scheer (* 1979 in Wien) ist eine österreichische Historikerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Scheer studierte Geschichte an der Universität Wien und wurde 2006 bei Erwin A. Schmidl mit einer Arbeit über das k.u.k. Kriegsüberwachungsamt im Ersten Weltkrieg zur Dr. phil. promoviert.

Seit 2018 ist sie Elise Richter Stipendiatin am Institut für Osteuropäische Geschichte an der Universität Wien. Darüber hinaus leitet sie seit 2019 das Archiv des Päpstlichen Instituts Santa Maria dell´Anima in Rom.

Sie war von 2007 bis 2009 Projektassistentin „Ergänzungsraum Südosteuropa – Konzepte und Strategien des Mitteleuropäischen Wirtschaftstags“ am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien. 2009 wurde sie externe Lektorin am Wiener Institut für Osteuropäische Geschichte und am Institut für Zeitgeschichte.

Von 2010 bis 2012 war sie ÖAD-Post-Doc-Stipendiatin (Titel: „Österreich-Ungarns Präsenz im Sandschak von Novipazar (1879–1908)“) an der Fakultät für Mitteleuropäische Studien der Andrássy Universität Budapest.

2013 bis 2018 war sie als Hertha-Firnberg-Stipendiatin des (FWF) wissenschaftliche Mitarbeiterin am Ludwig-Boltzmann-Institut für Historische Sozialwissenschaft in Wien. Sie forscht dort zur Geschichte Österreich-Ungarns[1] und leitet das Projekt „Die Sprachenfrage in der k.u.k. Armee als Teil der Nationalitätenfrage in der Habsburgermonarchie (1868–1914)“.

Überdies war sie 2014 Gastwissenschafterin am Trinity College Dublin in Irland und 2015 am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz. Im Jahre 2016 wurde sie Dobrovsky Fellow an der Tschechischen Akademie der Wissenschaften in Prag. Ferner gehört sie dem durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft finanzierten wissenschaftlichen Netzwerk „Sozialfürsorge und Gesundheit in Ost- und Südosteuropa im langen 20. Jahrhundert“ an[2] und ist Mitglied des Arbeitskreises Militärgeschichte[3] sowie des Militärwissenschaftlichen Beirats des österreichischen Bundesministeriums für Landesverteidigung.

Im Wintersemester 2016/17 hielt sie an der Universität Wien ein Guided Reading mit dem Titel „Sprachgebrauch und Nationalitätenzugehörigkeit in der Habsburgermonarchie“.[4]

Scheer veröffentlichte u. a. in der Österreichischen Militärischen Zeitschrift, der Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung und dem Journal for Intelligence, Propaganda and Security Studies. Sie ist Mitglied im Römischen Institut der Görres-Gesellschaft.

Regelmäßig porträtiert sie Archivfunde und den Alltag einer Historikerin auf social media (facebook, youtube, twitter und instagram).

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zwischen Front und Heimat. Österreich-Ungarns Militärverwaltungen im Ersten Weltkrieg (= Neue Forschungen zur ostmittel- und südosteuropäischen Geschichte. Bd. 2). Lang, Frankfurt am Main u. a. 2009, ISBN 978-3-631-58721-8.
  • Die Ringstraßenfront. Österreich-Ungarn, das Kriegsüberwachungsamt und der Ausnahmezustand während des Ersten Weltkrieges. [Amtliche Publikation der Republik Österreich, Bundesminister für Landesverteidigung und Sport] (= Schriften des Heeresgeschichtlichen Museums. Bd. 15). Hrsg. durch die Republik Österreich, den Bundesminister für Landesverteidigung und Sport und das Heeresgeschichtliche Museum, Wien 2010, ISBN 978-3-902551-16-0.
  • Minimale Kosten, absolut kein Blut“. Österreich-Ungarns Präsenz im Sandžak von Novipazar (1879–1908) (= Neue Forschungen zur ostmittel- und südosteuropäischen Geschichte. Bd. 5). Lang, Frankfurt am Main 2013, ISBN 978-3-631-64214-6.
  • mit Wolfgang Etschmann, Erwin A. Schmidl: An der Grenze. Der erste Einrückungstermin des Bundesheeres und der Einsatz während der Ungarnkrise 1956. Eine Publikation der Landesverteidigungsakademie Wien und des Heeresgeschichtlichen Museums, Vehling, Graz 2006, ISBN 978-3-85333-129-3.
  • Von Friedensfurien und dalmatinischen Küstenrehen. Vergessene Wörter aus der Habsburgmonarchie. Amalthea, Wien 2019, ISBN 978-3-99050-145-0.
  • gemeinsam mit Clemens Ruthner Österreich-Ungarn und Bosnien-Herzegowina, 1878-1918: Annäherungen an eine Kolonie, Tübingen: Francke Herbst 2018 (Reihe: Kultur – Herrschaft – Differenz), ISBN 978-3772086045
  • gemeinsam mit Markian Prokopovych, Carl Bethke Language Diversity in the Late Habsburg Empire, Brill: Leiden, 2019, ISBN 978-9004402102

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Tamara Scheer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tamara Scheer (Memento des Originals vom 16. August 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/clustergeschichte.lbg.ac.at, clustergeschichte.lbg.ac.at, abgerufen am 16. August 2016.
  2. Netzwerkmitglieder: Tamara Scheer, uni-regensburg.de, abgerufen am 16. August 2016.
  3. Scheer, Tamara, Dr., portal-militaergeschichte.de, abgerufen am 16. August 2016.
  4. 070075 GR Guided Reading | Sprachgebrauch und Nationalitätenzugehörigkeit in der Habsburgermonarchie (2016W). Abgerufen am 12. Januar 2017.