Taroudant

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Dieser Artikel behandelt die Stadt Taroudant, für die gleichnamige Provinz siehe Taroudant (Provinz)
Taroudant
تارودانت
ⵜⴰⵔⵓⴷⴰⵏⵜ
Wappen fehlt
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Taroudantتارودانتⵜⴰⵔⵓⴷⴰⵏⵜ (Marokko)
Taroudantتارودانتⵜⴰⵔⵓⴷⴰⵏⵜ
Taroudant
تارودانت
ⵜⴰⵔⵓⴷⴰⵏⵜ
Basisdaten
Staat: Marokko
Region: Souss-Massa
Provinz: Taroudant (Provinz)
Koordinaten 30° 28′ N, 8° 52′ WKoordinaten: 30° 28′ N, 8° 52′ W
Einwohner: 69.489 (2004)
Höhe: 238 m
Bild von Taroudantتارودانتⵜⴰⵔⵓⴷⴰⵏⵜ

Taroudant (Taroudannt) (arabisch تارودانت Tārūdānt, Tamazight: ⵜⴰⵔⵓⴷⴰⵏⵜ) ist eine etwa 75.000 Einwohner zählende Oasenstadt im Osten der Souss-Ebene in Südmarokko und Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Taroudant.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Taroudant liegt etwa 83 km (Fahrtstrecke) östlich von Agadir und etwa 2 km nördlich des Flusstals des Oued Souss in einer Höhe von ca. 240 m ü. d. M..

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohnerzahl der Stadt stieg seit 1994 um etwa 20.000 Personen an, bei denen es sich zumeist um Berber aus den Bergregionen des Hohen Atlas und des Antiatlas handelt. Französisch wird neben der Muttersprache Arabisch auch heute noch im gesamten Land als Handels- und Bildungssprache benutzt. Berberdialekt der Region ist Tashilhayt (Tachelhit), das im Hohen Atlas und im Souss-Tal gesprochen wird.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Taroudant ist das östliche Zentrum der fruchtbaren Souss-Ebene; angebaut werden hauptsächlich Bananen, Kürbisse, Tomaten etc.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Erwähnung findet Taroudant im 11. Jahrhundert. Bevor es 1306 durch die Meriniden zerstört wurde, war es um 1030 Residenz eines schiitischen Berberfürsten. Danach stieg Taroudant zu einem Zentrum der Region auf und wurde zwischen 1520 und 1540 Hauptstadt der Saadier. Seine Blütezeit erlebte Taroudant im 17. Jahrhundert als Handels- und Karawanenzentrum. Im Jahr 1687 wurde die Stadt durch den alaouitischen Sultan Moulay Ismail teilweise zerstört.

Der Rebell El Hiba ließ sich im Jahr 1912 in Tiznit zum Gegensultan der alaouitischen Dynastie ausrufen. Er fand die Unterstützung der Bevölkerung, und nahm von Taroudant ausgehend den Kampf gegen die Franzosen auf, verlor jedoch bereits im Folgejahr gegen die Protektoratsherren. Taroudant wurde 1917 besetzt und erst 1956 wieder geräumt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gerbereien von Taroudant

Die Stadt wird oft als ‚kleine Schwester‘ von Marrakesch bezeichnet, denn sie ist die bedeutendste Stadt am Oued Souss; zum Eindruck der Ähnlichkeit trägt – neben der aus Stampflehm errichteten Stadtmauer – die Anfang des 18. Jahrhunderts aus Lehm erbaute Medina bei, in deren Zentrum sich die Place Assarag und das angrenzende Viertel der Suqs befindet.

Westlich der Altstadt befinden sich die städtischen Gerbereien, in denen noch auf traditionelle Weise gegerbt wird.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Arnold Betten: Marokko. Antike, Berbertraditionen und Islam – Geschichte, Kunst und Kultur im Maghreb. DuMont, Ostfildern 2012, ISBN 978-3-7701-3935-4, S. 235ff.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Taroudant – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien