Tatort: Frauenmord

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Folge der Reihe Tatort
OriginaltitelFrauenmord
ProduktionslandÖsterreich
OriginalspracheDeutsch
Produktions-
unternehmen
ORF
Länge89 Minuten
EinordnungFolge 35 (Liste)
Erstausstrahlung9. Dezember 1973 auf ORF und ARD
Stab
RegieFritz Eckhardt
DrehbuchFritz Eckhardt
ProduktionHelmut Pascher
KameraPeter Jasicek
SchnittGerhard Hruby
Besetzung
Chronologie

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Tatort: Tote brauchen keine Wohnung

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Tatort: Nachtfrost

Frauenmord ist ein österreichischer Fernsehkrimi von und mit Fritz Eckhardt aus dem Jahr 1973. Er entstand als 35. Folge der Kriminalreihe Tatort. Marek hat es diesmal mit dem Mord an der Ehefrau eines reichen Industriellen zu tun.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Frau des Industriellen Rahl wird auf dem Wiener Prater tot aufgefunden. Marek sucht den Witwer Rahl in dessen Villa auf. Rahl gibt an, den Abend mit seiner Frau zu Hause gewesen zu sein, diese habe dann an dem Sommerabend gegen 22 Uhr den Wunsch geäußert, in den Garten zu gehen. Aus dem Garten sei sie verschwunden während er drinnen Getränke mixte. Sie sei von einem Unbekannten entführt worden, der ihn ca. zehn Minuten später anrief. Er wollte eine Million Schilling, noch in derselben Nacht. Rath verständigte nicht die Polizei, schnitt aber ein zweites Telefonat mit dem Entführer mit und spielt dieses Marek vor. Der Entführer stellte ihm ein Ultimatum bis drei Uhr morgens, erst dann verständigte Rahl die Polizei, da er die Summe nicht so schnell aufbringen konnte.

Frau Künzl, die Haushälterin von Rahl, sucht kurz darauf Marek im Präsidium auf und sagt aus, dass Frau Rath viele Liebhaber gehabt hatte, und dass unter diesen der Schlüssel zur Aufklärung des Falles liege. Marek nimmt die Aussage nicht ernst, da sie Marek auch den Tipp gibt, ihren Mann, der als Chauffeur für Rath arbeitet, zu befragen. Marek glaubt daher, dass sie einfach nur eifersüchtig ist.

Derweil wird Mareks Assistent Wirz gebeten, sich eines Falles anzunehmen, in dem sich ein Wiener Gangster namens Ewald Hoess in einem gestohlenen Sportwagen zu Tode gefahren hat. Die Versicherung will sich an seine querschnittsgelähmte Witwe bezüglich des Regress belangen. Wirz sucht die Frau auf, die allerdings mittellos ist. Als Wirz verschwunden ist, wird Klara Hoess von ihrem Schwager Harald unter Druck gesetzt, der Polizei nichts zu sagen. Dann will Hoess von seiner Schwägerin wissen, was diese „von der Sache“ weiß. Schnell wird Marek und seinen Assistenten klar, dass Hoess etwas mit der Entführung von Frau Rahl zu tun haben. Ermordet haben kann Hoess sie allerdings nicht, weil sein tödlicher Unfall gemäß Obduktion vor der Ermordung von Frau Rahl lag.

Kurz darauf meldet sich ein Herr Lahmann, der Sekretär von Rahl. Er gibt an, dass Frau Rahl ein Verhältnis mit ihm hatte. Sie war Nymphomanin und konnte nicht genug von Männern kriegen. Ferner verdächtigt er Rahls Chauffeur Künz. Berntner sucht die Geliebte von Hoess auf, trifft aber auf dessen Bruder Harald, der ihn offen bedroht. Marek befragt Rahls Chauffeur Künzl, dieser gibt zunächst an, die ganze Zeit mit seiner Frau in Jugoslawien gewesen zu sein, gibt dann aber zu, vorzeitig nach Österreich zurückgekehrt zu sein. Er habe auch Frau Rahl am Semmering getroffen, allerdings in Begleitung eines anderen Mannes, mit dem sie wohl auch ein Verhältnis hatte. Anschließend befragt Marek Rahl und konfrontiert ihn mit den Affären seiner Frau. Er gibt zu, davon gewusst zu haben, er musste allerdings mit ihr zusammen bleiben, da seine Firma finanziell von ihr abhängig war. Er selbst hat allerdings auch eine jüngere Geliebte, Ilse Brinck, die Stieftochter seines Freundes Konsul Brinck. Brinck ist in seine "Tochter" verliebt und erklärt Marek, dass sie nur seine Stieftochter sei und dies deshalb moralisch nicht verwerflich.

Berntner berichtet, dass die Frauenhaare, die im Auto gefunden wurden, nicht von Frau Rahl stammen. Kurz darauf sucht er, diesmal mit Wirz zusammen, Lissy, die Geliebte des toten Hoess auf. Diese gibt an, am Tatabend in Salzburg bei ihrer Mutter gewesen zu sein. Hoess habe sie nach Salzburg gefahren. Es stellt sich heraus, dass sie wusste, dass auch Hoess ein Verhältnis mit Frau Rahl gehabt hat. Wirz verliert die Beherrschung, er bekommt aber nichts weiter aus Lissy heraus. Hoess‘ Bruder Harald kommt aus dem Hinterzimmer, nachdem die beiden Beamten gegangen sind. Er fragt sie über die Entführung aus, doch auch Lissy weiß es nicht. Sie spekulieren, dass Ewald Hoess eigentlich Rahl entführen wollte und dass der Freund von Rahl, Konsul Brinck, der Auftraggeber gewesen sein könnte. Marek unterhält sich derweil doch noch einmal mit der Haushälterin Künzl. Sie gibt an, von ihrem Mann geschlagen zu werden, doch liebt sie ihn trotzdem. Sie hat in Jugoslawien Mann und Kinder für ihn zurückgelassen. Wirz kann unterdessen Hoess‘ Witwe die gute Nachricht überbringen, dass die Versicherung keinen Regress mehr gegen sie anstrengt. Berntner sucht noch einmal die Geliebte von Rahl, Ilse auf, doch auch sie hat ein Alibi.

Marek vermutet nunmehr, dass Hoess einen Komplizen gehabt hat oder ein anderer Mann Hoess‘ Geliebte nach Salzburg gefahren hat. Marek möchte deshalb Harald Hoess verhören. Wirz und Berntner fahren zu Hoess, als dieser sein Haus verlässt, folgen sie ihm zu einer U-Bahnbaustelle. Hoess versucht, sich seiner Verhaftung zu entziehen, indem er auf die Beamten schießt, woraufhin er von einem Unbekannten selbst erschossen wird. Unterdessen meldet sich ein Zeuge, der den Unfall von Ewald Hoess beobachtet hat. Er sagt aus, dass auch eine Frau im Auto gesessen hatte. Diese ist nach dem Unfall aus dem Wagen herausgestürzt. Der Zeuge sagt aus, dass es sich um Frau Rahl gehandelt haben könnte.

Marek sucht die Villa Rahl auf, wo Rahl und Konsul Brinck dessen Tochter Ilse beim Klavierspiel zuhören. Auch Rahls Chauffeur Künzl ist anwesend. Marek befragt Brinck zum Tatabend. Dieser hatte Gäste, allerdings so viele, dass er unauffällig hätte verschwinden können. Marek weiß, dass Brinck seine Villa nur gemietet und enorme Schulden hatte. Brinck wohnt direkt gegenüber der Villa Rahl. Marek weiß, dass einer der Anwesenden der Mörder sein muss und konfrontiert die Anwesenden mit seinem Wissen. Da Marek einen Anruf erhält und weg muss, überlässt er das Verhör seinem Assistenten Wirz. Marek geht zur Villa Brinck. Kurz danach kehrt er zurück und kehrt mit einem Kleid von Ilse Brinck zurück. Marek eröffnet den Verdächtigen nunmehr seine These bezüglich der Tatnacht. Entführt wurde in dieser Nacht nicht Frau Rahl, sondern Ilse Brinck. Weil Ilse Brinck an dem Abend bei Rahl war, hat Hoess sie für Frau Rahl gehalten und Ilse gekidnappt. Ilse Brinck ist nach dem Unfall aus dem Auto gesprungen und entkommen. Dann kam Frau Rahl von ihrem Ausflug mit einem anderen Mann zurück. Marek kann seine Theorie beweisen, da ihre Gürtelschnalle im Auto gefunden wurde. Rahl oder Ilse Brinck muss dann auf die Idee gekommen sein, die Gelegenheit auszunutzen, Frau Rahl zu töten und es dem verunglückten Entführer Hoess in die Schuhe zu schieben. Als Rahl alles abstreitet, entgegnet ihm Marek, dass eine Haarprobe beweisen würde, dass nicht Frau Rahl, sondern Ilse Brinck im Wagen gesessen hat. Marek vermutet, dass Ilse Rahl angestiftet hat. Harald Hoess wusste davon und versuchte, Rahl zu erpressen und Rahl war es deshalb, der ihn getötet hat. Marek kündigt an, am Tatort nach der Mordwaffe und nach Spuren von Rahl zu suchen. Brinck gibt daraufhin zu, dass er auch am Tatort war und Rahl dort gesehen hatte. Er ahnte die ganze Zeit, dass Rahl der Täter war und war ihm deshalb gefolgt, da er wegen seiner Stieftochter eifersüchtig auf Rahl war. Rahl gesteht alles und sagt aus, dass die ganze Sache Ilse Brincks Idee an, die wiederum ihn bezichtigt, der Drahtzieher zu sein. Marek lässt beide verhaften und Rahl kündigt an, alles gestehen zu wollen.

Marek resümiert, dass Rahl eigentlich alles hatte, und sich dann von der jungen Frau, die nur von ihrem verliebten Adoptiv-Vater weg und reich heiraten wollte, so hat manipulieren lassen, dass er zum Mörder wurde und alles verloren hat.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frauenmord war der dritte Tatort-Fall um Oberinspektor Marek. Fritz Eckhardt fungierte nicht nur als Hauptdarsteller, sondern schrieb auch das Drehbuch und führte Regie.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]