Te Anau Caves

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Te Anau Caves
Der Bach Tunnel Burn vor den Te Anau Caves

Der Bach Tunnel Burn vor den Te Anau Caves

Lage: Westufer des Lake Te Anau, Southland, Neuseeland
Geographische
Lage:
45° 17′ 43,5″ S, 167° 43′ 38,1″ O-45.295416666667167.72725Koordinaten: 45° 17′ 43,5″ S, 167° 43′ 38,1″ O
Te Anau Caves (Neuseeland)
Te Anau Caves
Typ: Karsthöhle
Entdeckung: 1948 durch Lawson Burrows (Wiederentdeckung)
Schauhöhle seit: ja
Beleuchtung: ja
Gesamtlänge: 250 m
Länge des Schau-
höhlenbereiches:
250 m
Besonderheiten: Glowworms, Teil des Aurora Cave Systems

Die Te Anau Caves (Māori  Te Ana-au - Höhle mit wirbelndem Wasser[1]) sind ein 250 m langer Teil des Aurora Cave Systems, eines kulturhistorisch und ökologisch bedeutsamen Systems von Karsthöhlen in der Region Southland auf der Südinsel Neuseelands.

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Höhlen liegen unmittelbar an der Westküste des Lake Te Anau im Südwesten Neuseelands. Sie werden von einem Bach, dem Tunnel Burn, durchflossen. Das Höhlensystem besitzt vier Zugänge, von denen einer als touristischer Zugang genutzt wird.

Höhlensystem[Bearbeiten]

Beschreibung[Bearbeiten]

Das Höhlensystem erstreckt sich auf 4 Ebenen über 6,7 Kilometer. Die Höhlen in dem etwa 30-35 Millionen Jahre alten Kalkstein sind im Bereich der Glowworm Caves mit etwa 12.000 Jahren nach geologischem Maßstab jung. Die aus anderen Höhlen bekannten Stalaktiten und Stalagmiten sind wegen des geringen Alters der Höhle und der hohen Durchströmungsgeschwindigkeit des Baches kaum vorhanden. Sekundäre Mineralablagerungen (Speläotheme) sind eher im öffentlich unzugänglichen, trockeneren oberen Höhlenteil vorhanden. Aufgrund von Humusablagerungen oberhalb der Höhlen weist das Wasser einen hohen Gehalt von gelöstem Kohlendioxid auf und reagiert daher leicht sauer, dadurch greift es den Kalkstein an und erweitert die Höhlen ständig.[1]

Touristische Nutzung[Bearbeiten]

Das Höhlensystem wurde 1948 durch Lawson Burrows wiederentdeckt. Er fand den oberen Eingangsschacht aufgrund von Hinweisen in Legenden der Māori und früher europäischer Siedler nach dreijähriger Suche.[2] Der seenahe Teil der Höhle wurde touristisch erschlossen und ist eine Sehenswürdigkeit der Region, da in ihr zahlreiche „Glowworms“ leben. Diese sind Larven der Pilzmücke Arachnocampa luminosa und nicht verwandt mit den europäischen Glühwürmchen.

Da die Höhlen in den Murchison Mountains liegen, wo die vom Aussterben bedrohte Südinseltakahe lebt, und die Höhlen selbst sehr empfindlich sind, ist der Zutritt beschränkt. Es finden jedoch täglich geführte, kommerzielle Touren durch die Höhlen statt. Dazu wurde ein Schiffsanleger gebaut, der von Schiffen aus Te Anau angesteuert wird. In einem in der Nähe des Anlegers befindlichen Besucherzentrum werden Videos zu den Glühwürmchen gezeigt.

Der den Besuchern zugängliche Teil der Höhle ist durchgehend mit Stegen und Treppen über dem Bachlauf und elektrischer Beleuchtung ausgebaut. Nach dem sehr niedrigen Zugang wird ein Wasserfall und mit der 20 m hohen Cathedral der höchste Teil der Aurora Caves passiert. Im hinteren Teil des erschlossenen Höhlenbereiches wurde das Wasser aufgestaut, hier werden die Besucher im Dunklen in einem an einem Seil geführten Kahn in die Glowworm Grotto getreidelt. Hier leben einige Hundert Glühwürmchen, die aber auch im vorderen Teil der Höhle in geringerer Zahl zu finden sind. Der anschließende Höhlenteil kann nur nach Durchtauchen eines Siphons erreicht werden und ist touristisch nicht zugänglich.[1]

Biologie[Bearbeiten]

Neben den Glühwürmchen leben in dem Höhlensystem auch Höhlenweta, Langflossenaale (Anguilla dieffenbachii), der kleine Fisch Kaoro (Galaxias brevipinnis), Würmer, Spinnen und Gliederfüßer.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Informationsflyer Te Anau Gloworm Caves - Visitor Information. real Journeys, November 2011
  2. Te Anau Glühwürmchenhöhle, Real Journeys Webseite (abgerufen am 23. Januar 2015)