Tears for Fears

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Tears for Fears
Roland Orzabal (links) und Curt Smith (rechts), 2008
Roland Orzabal (links) und Curt Smith (rechts), 2008
Allgemeine Informationen
Genre(s) New Wave
Gründung 1981
Gründungsmitglieder
Roland Orzabal
Curt Smith (1981–1990, seit 2004)
Ian Stanley (bis 1989)
Manny Elias (bis 1986)
Aktuelle Besetzung
Roland Orzabal
Curt Smith

Tears for Fears ist eine erfolgreiche britische Band aus Bath, England.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 1981 wurden Tears for Fears von Roland Orzabal und Curt Smith gegründet. Den Bandnamen entnahmen sie einem Buch des amerikanischen Psychotherapeuten und Begründers der Primärtherapie Arthur Janov. Janovs Themen sind die Grundlage für viele Liedertexte der Band.

Vor ihrem ersten offiziellen Album veröffentlichten sie als Band Graduate, hervorgegangen aus einer Schülerband, 1980 das Album Acting My Age. Orzabal war auch hier schon Sänger und Songschreiber. Weitere Musiker: Steve Buck, Andy Marsden und John Baker. Der Stil war ein gänzlich anderer, eher in Richtung Ska bis Pop.

Ihr erstes im Frühjahr 1983 erschienenes Album The Hurting drückte die schwierige Kindheit Orzabals aus und besaß einen sehr eigenen Sound. Aus diesem weltweit erfolgreichen Album wurden vier Singles ausgekoppelt: Suffer the Children, Change, Mad World und Pale Shelter. 2000 nahmen Gary Jules und Michael Andrews das Lied Mad World als Titelmelodie zum Film Donnie Darko neu auf und kamen damit Ende 2003 in die Charts, in Großbritannien sogar auf Platz eins.

Mit dem im Frühjahr 1985 veröffentlichten zweiten Album Songs from the Big Chair fanden Tears for Fears zu ihrem – für den überladenen Synth-Pop der späten Achtziger typischen – Sound, der fortan zu ihrem Markenzeichen wurde. Das Album machte sie beiderseits des Atlantiks berühmt. Die beiden Single-Auskoppelungen Shout (1984) und Everybody Wants to Rule the World (1985) werden bis heute von Radiosendern ausgestrahlt. Letzteres Lied wurde in den USA zum bekanntesten Lied des Jahres gewählt und knapp zehn Jahre später für zwei Millionen Radioeinsätze ausgezeichnet.

An diesen ersten beiden Alben waren noch die beiden Bandmitglieder Manny Elias (Schlagzeug) und Ian Stanley (Keyboards) beteiligt. Stanley ist auch Mitautor der Hits Shout, Everybody Wants to Rule the World und Mothers Talk.

Das im Herbst 1989 herausgebrachte dritte Album The Seeds of Love, auf dem Ian Stanley zum letzten Mal als Bandmitglied mitwirkte, zeigte Einflüsse aus dem Jazz und Blues. In ihrer Hit-Single Sowing the Seeds of Love war der Einfluss von The Beatles zu spüren; dieses Konzeptalbum erinnerte an deren Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band. Bei der Single Woman in Chains spielte Phil Collins Schlagzeug. Oleta Adams, die durch Orzabals Engagement eine erfolgreiche Solokarriere beginnen konnte, war als Sängerin und Pianistin an dem Album beteiligt. Unter dem Pseudonym Johnny Panic veröffentlichen Tears For Fears den Dance-Song Johnny Panic and the Bible of Dreams.

Nach ihrer letzten gemeinsamen Tour The Seeds of Love stieg Curt Smith Ende 1990 aus. Die ab dieser Zeit unter dem Bandnamen veröffentlichten Alben produzierte Orzabal allein.

Seit dem Jahr 2000 haben Orzabal und Smith wieder miteinander Kontakt. 2004 veröffentlichten die beiden Musiker wieder ein gemeinsames Album: Everybody Loves a Happy Ending.

2008 hatten sich beide Bandmitglieder für die Konzepttour The Nokia Night of the Proms erneut wiedervereinigt und waren dort mit den Liedern Sowing the Seeds of Love, Mad World, Everybody Wants to Rule the World und Shout live auf der Bühne.

Diskografie[Bearbeiten]

Hauptartikel: Tears for Fears/Diskografie

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[1] Anmerkungen
DE AT CH UK US
1983 The Hurting 15
(23 Wo.)
1
(65 Wo.)
82
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. März 1983
Verkäufe: + 800.000
1985 Songs from the Big Chair 1
(27 Wo.)
22
(4 Wo.)
5
(16 Wo.)
2
(81 Wo.)
1
(68 Wo.)
Erstveröffentlichung: 25. Februar 1985
Verkäufe: + 6.150.000
1989 The Seeds of Love 5
(37 Wo.)
13
(8 Wo.)
8
(11 Wo.)
1
(30 Wo.)
8
(34 Wo.)
Erstveröffentlichung: 25. September 1989
Verkäufe: + 1.575.000
1993 Elemental 26
(11 Wo.)
24
(10 Wo.)
5
(7 Wo.)
45
(21 Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. Juni 1993
Verkäufe: + 560.000
1995 Raoul and the Kings of Spain 88
(3 Wo.)
42
(2 Wo.)
41
(1 Wo.)
79
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. Oktober 1995
2004 Everybody Loves a Happy Ending 35
(4 Wo.)
48
(4 Wo.)
45
(1 Wo.)
46
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. September 2004

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Chartquellen: DE AT CH UK US