Tetrachlorogoldsäure

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Strukturformel
Struktur des Tetrachloroaurat-Ions H+
Allgemeines
Name Tetrachlorogold(III)-säure
Andere Namen
  • Chlorogoldsäure
  • Hydrogentetrachloroaurat(III)
  • Tetrachlorogoldsäure
Summenformel H[AuCl4]
CAS-Nummer
  • 16903-35-8 (wasserfrei)
  • 16961-25-4 (Trihydrat)
PubChem 10925836
Kurzbeschreibung

gelb-oranger Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 339,786 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

3,9 g·cm−3 (Trihydrat)[2]

Schmelzpunkt

ca. 30 °C (Trihydrat)[2]

Löslichkeit

leicht in Wasser (150 g·l−1 bei 20 °C, Trihydrat)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]

Trihydrat

05 – Ätzend 07 – Achtung

Gefahr

H- und P-Sätze H: 314​‐​317
P: 280​‐​301+330+331​‐​302+352​‐​305+351+338​‐​309+310 [2]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Tetrachlorogoldsäure, HAuCl4 ist eine chemische Verbindung von Gold und Chlor und ein wichtiger Ausgangsstoff für andere Goldverbindungen.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die einfachste und wichtigste Gewinnungsart von Tetrachlorogoldsäure ist die Auflösung von elementarem Gold in Königswasser, einer Mischung aus Salz- und Salpetersäure. Nitrosylchlorid – das aktive Agens in Königswasser – muss durch Abrauchen mit Salzsäure entfernt werden, wobei Nitrose Gase bzw. Stickstoffdioxid entweichen:[3]

Eine weitere Möglichkeit, Tetrachlorogoldsäure darzustellen, ist die Reaktion von Gold(III)-chlorid und Salzsäure.[3]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tetrachlorogoldsäure kristallisiert in langen, hellgelben Nadeln, die in feuchter Umgebung leicht zerfließen. In Wasser und Ethanol löst sie sich leicht.[3] Sie besitzt eine monokline Kristallstruktur mit der Raumgruppe P21/c (Raumgruppen-Nr. 14)Vorlage:Raumgruppe/14 (a = 6,57, b = 11,6, c = 15,0 Å, β = 104°).[4]

Tetrachlorogoldsäure, kristallin

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da sich Tetrachlorogoldsäure leicht gewinnen lässt, dient sie als Ausgangssubstanz zur Herstellung anderer Goldverbindungen. In der Photographie wird sie für Tonbäder verwendet, um einen purpurnen Farbton des Fotos zu erhalten. Auch für die Vergoldung kann Tetrachlorogoldsäure eingesetzt werden.[3]

Sicherheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gelangt Tetrachlorogoldsäure auf die Haut, wird diese unter Blasenbildung verätzt. Lichteinstrahlung auf die betroffene Stelle verfärbt diese violett.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Datenblatt Tetrachlorogoldsäure-Hydrat bei AlfaAesar, abgerufen am 31. Januar 2010 (JavaScript erforderlich)..
  2. a b c d e f Eintrag zu Tetrachlorogold(III)-säure in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 1. Februar 2016 (JavaScript erforderlich).
  3. a b c d e Eintrag zu Gold-Verbindungen. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 25. Mai 2014.
  4. Georg Brauer: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. Band II, 1978, ISBN 3-432-87813-3, S. 1014.