The Economist Group

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The Economist Group ist ein in London ansässiger Zeitschriften-Verlag. Flaggschiff des Verlags ist die namensgebende Traditionszeitschrift The Economist. Zeitschriften der Gruppe haben eine hohe internationale Verbreitung, ihr Zielpublikum besteht aus Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft. Die Blätter stehen traditionell dem klassischen Liberalismus sehr nahe.

Die Gruppe war bis 2015 mit der Verlagsgruppe Pearson assoziiert, aber kein Tochterunternehmen. Das Pearson-Tochterunternehmen Financial Times besaß bis 2015 50 % des Kapitals und hatte damit keine Kontrollmacht. Der größte Teil der anderen 50 % befindet sich in der Hand mehrerer Personen. Die Geschäftsführung wird ausschließlich durch die Gruppe selbst vorgenommen. 2015 hat Pearson Verhandlungen mit den anderen Anteilhaltern bestätigt mit dem Ziel, seinen Anteil zu veräußern.[1] Im August teilte Pearson mit, dass ein Großteil an die Familie Agnelli geht, die ihren bisher gehaltenen Anteil damit auf 47 % erhöht. Auch der Rest des Pearson-Anteils geht an bisherige Mitgesellschafter. Insgesamt erhält Pearson für den Anteilverkauf 469 Mio. Pfund.[2]

Neben dem Economist gehören Economist.com, Economist Intelligence Unit, Economist Conferences, Intelligent Life und The World In zur Gruppe. Nicht unter dem Economist-Label laufen CFO für Entscheidungsträger in der Wirtschaft (CFO, CFO Europe, CFO Asia, CFO China, CFO.com) und Roll Call für das politische Washington. European Voice für das politische Brüssel wurde 2013 verkauft. Seit Juli 2004 publiziert die Gruppe das jährliche Lifestylemagazin Intelligent Life, dessen zweite Ausgabe im Juli 2005 erschien.

2005 erwirtschaftete die Gruppe einen Umsatz von £197 Millionen mit einem Gewinn von £23 Millionen. Die Einnahmen stammen dabei etwa zur Hälfte aus Anzeigen und zur Hälfte aus allen anderen Einnahmequellen wie den Abonnements.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pearson will beim "Economist" aussteigen auf spiegel.de
  2. Fiat-Erben stocken Anteil am "Economist" auf auf spiegel.de