Profilkirche

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Als Profilkirche oder auch Themenkirche bezeichnet das Bistum Limburg Kirchen, die einem thematisch eng definierten Zweck dienen. Mögliche Ausprägungen sind die Nutzung als Jugendkirche, Zentrum für christliche Meditation und Spiritualität, Kulturkirche, Nationalkirche oder als Seelsorge-Zentrum der Trauer.

Dies unterscheidet sie von einer Pfarrkirche, die einer bestimmten Pfarrgemeinde dient. Eine Profilkirche kann allerdings gleichzeitig Filialkirche einer Pfarrkirche sein oder sogar mit einer Pfarrkirche identisch sein, wenn sie gleichzeitig Sitz einer Pfarrgemeinde ist.

Beispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jugendkirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ziel der Jugendkirchen ist, jungen Menschen, denen die traditionellen Gottesdienstformen vielfach fremd erscheinen, Räume zu geben, in denen sie Gemeinschaft und Gottesdienst mit ihrer Musik und ihren jugendkulturellen Ausdrucksformen gestalten können. In Deutschland sind seit 1995 180 Jugendkirchen entstanden.

Meditationskirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kretisches Advents-Labyrinth aus 2500 brennenden Teelichtern in der Heilig-Kreuz-Kirche in Frankfurt-Bornheim

Eine Profilkirche mit der Ausrichtung als Meditationskirche bietet beispielsweise Gottesdienste, Meditationskurse, Besinnungstage, Exerzitien, geistliche Begleitungsgespräche und andere Veranstaltungen, wie Konzerte an.

Das Zentrum für christliche Meditation und Spiritualität wurde 2007 von dem damaligen Bischof Franz Kamphaus des Bistums Limburg ins Leben gerufen.[1] Es ist in der ehemaligen Pfarrkirche Heilig-Kreuz in Frankfurt-Bornheim angesiedelt und war die erste Einrichtung dieser Art in Deutschland.

Trauerkirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ziel der Arbeit einer Profilkirche mit der Ausrichtung als Trauerkirche ist ein versöhnter Umgang mit Abschied, Sterben und Tod auf der Basis christlicher Hoffnung auf Auferstehung.

Das Zentrum für Trauerseelsorge wurde ebenfalls 2007 vom Bistum Limburg in der ehemaligen Pfarrkirche St. Michael in Frankfurt-Nordend eingerichtet.[2] Wie die Heilig-Kreuz-Kirche in Frankfurt-Bornheim ist auch die Kirche St. Michael heute eine Filialkirche der Pfarrkirche St.-Josef.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bistum Limburg: Dekret des Bischofs Franz Kamphaus vom 15.01.2007. Veröffentlicht im Amtsblatt des Bistums Limburg 2007 Nr. 2 vom 01.02.2007 Nr. 449: Urkunde über die Errichtung der Profilkirche "Heilig Kreuz – Zentrum für christliche Meditation und Spiritualität". In: Webseite der Pfarrgemeinde St.-Josef Frankfurt. 1. Februar 2007, abgerufen am 20. Februar 2018.
  2. Bistum Limburg: Dekret des Bischofs Franz Kamphaus vom 15.01.2007. Veröffentlicht im Amtsblatt des Bistums Limburg 2007 Nr. 2 vom 01.02.2007 Nr. 448: Urkunde über die Errichtung der Profilkirche "St. Michael - Zentrum für Trauerpastoral", Frankfurt am Main. In: Webseite der Pfarrgemeinde St.-Josef Frankfurt. 1. Februar 2007, abgerufen am 20. Februar 2018.