Theodor-Mommsen-Schule

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Theodor-Mommsen-Schule
Schulform Gymnasium
Gründung 1875
Adresse

Hamburger Straße 42
23843 Bad Oldesloe

Ort Bad Oldesloe
Land Schleswig-Holstein
Staat Deutschland
Koordinaten 53° 48′ 21″ N, 10° 22′ 1″ OKoordinaten: 53° 48′ 21″ N, 10° 22′ 1″ O
Schüler ca. 1200
Leitung Henning Bergmann
Website http://tms-od.de/

BW

Die Theodor-Mommsen-Schule (TMS) ist ein Gymnasium in Bad Oldesloe, das nach dem Historiker und Autor Theodor Mommsen benannt ist. Im Schuljahr 2012/2013 besuchten es ca. 1.250 Schüler.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1765 erteilte der Rektor der Stadtschule Johann Wilhelm Lensch Privatunterricht in Latein und Französisch. 1802 gründet D. G. Rode eine höhere Privatschule.

1866 wird von Seiten der Stadt der Versuch unternommen eine Realschule einzurichten, was jedoch am Widerstand vieler Bürger scheitert, da sie zu hohe Belastungen auf die Stadt zukommen sehen. Dr. Spannuth richtet daraufhin in den Räumen der Stadtschule eine private Höhere Knabenschule ein und gibt die Leitung 1869 an einen Herrn Schroeter ab, der sie als Privat-Realschule zu Oldesloe im Badelogierhaus fortführt, aber bald in Geldnot geriet.

Ab 1875 wurde die Schroetersche Privatschule vorläufig unter städtischer Aufsicht betrieben, die Errichtung einer höheren Bürgerschule wurde von der preußischen Regierung 1876 jedoch nicht genehmigt. 1877 wurde die Genehmigung zur Errichtung einer Mittelschule erteilt. 1878 zog die Schule vom Logierhaus ins Herrnhuter-Haus auf dem Mährischen Berg, wo sie bis heute ihr Hauptgebäude hat.

1881 wurden der Schule die Rechte einer höheren Bürgerschule erteilt. 1882 wurde die Schule in Realprogymnasium umbenannt, 1895 erfolgt die Umwandlung in eine Realschule. Ab 1906 wird die Schule zum Abitur zugelassen. 1909 wird ein neues Schulgebäude eingeweiht, das hinter dem alten errichtet worden war. 1912 machen die ersten Schüler ihr Abitur, die Schule wird offiziell als neunklassige Oberrealschule geführt. 1920 werden ab der Obersekunda auch Mädchen aufgenommen.

1943 wird das Schulgebäude nach Luftangriffen auf Hamburg für längere Zeit als Notquartier für Flüchtlinge genutzt, 1945 kurzzeitig als Lazarett. Bei Luftangriffen kommt es zu Schäden am Gebäude. Nach dem Einmarsch der Engländer wird die Schule in Oberschule für Jungen umbenannt.

Schulleiter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • um 1881–1885: Martin Schultze
  • 1885–1919: Friedrich Bangert
  • 1919–1945: Friedrich Michael
  • 1945–1946: Walter Mittag
  • 1946–1947: Hayo Broers (kommissarischer Leiter)
  • 1947–?: Richard Staberock

Bekannte Lehrer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte Schüler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Käthe Scheel (1911–1995), Sprachforscherin (Abitur 1931)
  • Arnold Brügmann (1912–1995), Leiter des Instituts für deutsche Studentengeschichte, Leiter des Hauptarchivs der NSDAP, Professor für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität München (Abitur 1931)
  • Gerhard Stoltenberg (1928–2001), ehemaliger Bundesminister (1944 zur Wehrmacht eingezogen, Abitur 1949 nachgeholt)[2]
  • Klaus Bock (1930–1995), Bibliothekar
  • Hubertus von Luckner (* 1954), deutscher Bankkaufmann und Kommendator des Johanniterordens
  • Bernhard Roetzel (* 1966), Modeexperte und Autor
  • Michael Michalsky (* 1967), Modeschöpfer und Designer (Abitur 1987)[3]
  • Axel Hager (* 1969), Beach-Volleyballer, errang 2000 bei den Olympischen Spielen in Sydney die Bronzemedaille, Europas Beach-Volleyballer des Jahres 2000
  • Kristina Sterz (* 1974), Fernseh-Moderatorin (Abitur 1994)[4][5]
  • Florian Heiden (* 1977), Schauspieler (Abitur 1998)[6]
  • Julia Görges (* 1988), Tennisspielerin (2005 nach der 10. Klasse abgegangen)
  • Moritz Weltgen (* 1987), Handballspieler (Abitur 2006)
  • Lena Möbus (* 1988), Ruderweltmeisterin (Abitur 2008)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Verzeichnis der allgemeinbildenden Schulen in Schleswig-Holstein 2012/2013 (PDF; 1,5 MB)
  2. Fedor M. Mrozek: Dr. Gerhard Stoltenberg. Staatsmann, Landesvater und Historiker. In: Folium, Ausgabe 4/2001 (online als PDF (Memento des Originals vom 27. Juli 2007 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.folium.de nur noch über www.archive.org)
  3. Mareile Grimm: Michael Michalsky. Die Rückkehr der dicken Hose. In: Stern vom 6. Juni 2007
  4. Deutsche Welle (www.dw.com): Kristina Sterz | Euromaxx | DW | 6.6.2017. Abgerufen am 4. Oktober 2019.
  5. ss: Kristina Sterz. 2. Januar 2014 (wdr.de [abgerufen am 13. November 2017]).
  6. Florian Heiden in der Internet Movie Database (IMDB)