Theodore A. Postol

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Theodore A. Postol (* 1946) ist ein US-amerikanischer Physiker und emeritierter Professor am Massachusetts Institute of Technology. Postol ist ein prominenter Kritiker von offiziellen Regierungsaussagen über die Effektivität der amerikanischen Raketenabwehr.[1] Außerdem hält er die offizielle Sichtweise über die Giftgasangriffe in Syrien für unglaubwürdig.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Postol arbeitete am Argonne National Laboratory, dem Office of Technology Assessment sowie später als wissenschaftlicher Berater für den Chief of Naval Operations.[2]

Im Jahr 2000 wurde er als Experte bei Ermittlungen über die Effektivität von Raketen-Suchköpfen der Firma TRW herbeigezogen. Postol kam zum Schluss, dass bei TRW und dem Lincoln Laboratory des MIT wissenschaftliches Fehlverhalten vorliegen würde und informierte in einem Brief das Weiße Haus.

Bei den Giftgasangriffen von Ghuta und Chan Schaichun hält er die vom Westen vorgelegten Beweise für nicht stichhaltig.[3][4]

Zusammen mit Robert Schmucker und Markus Schiller untersuchte er die bisher bekannten Daten zu den beiden Tests der nordkoreanischen Hwasong-14 im Juli 2017 und kam zu dem Schluss, dass es sich bei der Rakete mitnichten um eine Interkontinental-, sondern nur um eine durch (post-)sowjetische Technologie verbesserte Mittelstreckenrakete handle. [5]

1990 erhielt er den Leo Szilard Lectureship Award.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. z.B. George N. Lewis, Theodore A. Postol, John Pike: Why National Missile Defense Won't Work. In: Scientific American. 281, 1999, S. 36, doi:10.1038/scientificamerican0899-36.
  2. Lebenslauf bei mit.edu
  3. A Quick Turnaround Assessment of the White House Intelligence Report About the Nerve Agent Attack in Khan Shaykhun, Syria., 11. April 2017
  4. Deutsche Übersetzung der Einschätzung des MIT-Professors Postol zum Geheimdienst Report betreffend den Giftgasangriff vom 4. April in Syrien, auf den NachDenkSeiten
  5. North Korea’s “not quite” ICBM can’t hit the lower 48 states [1], 11. August 2017