Thomas Brandis

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Thomas Brandis (* 23. Juni 1935 in Hamburg; † 30. März 2017) war ein deutscher Violinist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thomas Brandis begann 1952 an der Staatlichen Hochschule für Musik in Hamburg Violine zu studieren. In London war er Schüler von Max Rostal. Nachdem er bereits Konzertmeister des Hamburger Bachorchesters (1957–1959) und bei den Hamburger Symphonikern (1959–1961) gewesen war, wurde er 1962 Erster Konzertmeister des Berliner Philharmonischen Orchesters,[1] bis er 1983 dem Ruf auf eine Professur für Violine an die Berliner Hochschule der Künste folgte.

Unter seinen vielen Schülern waren Renaud Capuçon und Christian Stadelmann.

Brandis war 1957 Preisträger des Internationalen ARD-Wettbewerbs in der Sparte „Duo Violine/Klavier“.[1] 1976 gründete er das Brandis-Quartett, das inzwischen eine Vielzahl von Aufnahmen veröffentlicht hat.

Als Mitglied der Berliner Philharmoniker war er mit Dirigenten wie Herbert von Karajan, Karl Böhm, Joseph Keilberth, Georg Solti, Eugen Jochum, Hans Schmidt-Isserstedt und Klaus Tennstedt aufgetreten.

Von 2002 bis 2015 war Brandis Professor an der Lübecker Musikhochschule und seit 2005 Gastprofessor an der Royal Academy of Music in London.

Thomas Brandis war Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Berliner Philharmoniker: Variationen mit Orchester – 125 Jahre Berliner Philharmoniker, Band 2, Biografien und Konzerte, Verlag Henschel, Mai 2007, ISBN 978-3-89487-568-8
  • Ralf Noltensmeier: Große Geigenpädagogen im Interview, Bd. 2: Brandis, Ellermann, Fried, Gawriloff, Ozim, Kussmaul, Scholz. Götzelmann, Kiel 1998, ISBN 3-9805016-5-5.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Redaktionsbüro Harenberg: Knaurs Prominentenlexikon 1980. Die persönlichen Daten der Prominenz aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft. Mit über 400 Fotos. Droemer Knaur, München/Zürich 1979, ISBN 3-426-07604-7, Brandis, Thomas, S. 54.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]