Thomas Pietzsch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Fritz Thomas Pietzsch (* 12. September 1952 in Burgstädt) ist ein deutscher Politiker (CDU). Er war von 1991 bis 2008 Mitglied des Sächsischen Landtags.

Werdegang[Bearbeiten]

Pietzsch verbrachte seine Schul- und Jugendzeit in Königshain, Maxen und Chemnitz. Nach dem Abitur nahm er in Chemnitz ein Studium im Fach „Physik/Elektronische Bauelemente“ auf, das er erfolgreich abschloss. Anschließend war er im Kondensatorenwerk Freiberg, im VEB BMK Süd KBI Zwickau sowie im VEB Sachsenring Zwickau beschäftigt. 1990 trat Pietzsch in die CDU ein. Bei der Wahl zur Volkskammer im März 1990 war er stellvertretender Wahlleiter in Zwickau.

1991 wurde Pietzsch sächsischer Landesvorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft und Mitglied des Sächsischen Landtages. Pietzsch zog stets über ein Direktmandat in den Landtag ein und vertrat zuletzt den Wahlkreises Zwickau. Er war Mitglied im Innen- und Wirtschaftsausschuss. Von 2001 bis 2004 war Pietzsch zudem stellvertretender Fraktionsvorsitzender.

Im Herbst 2007 geriet Pietzsch wegen des Besitzes kinderpornografischer Schriften in das Visier der Ermittler. Im Rahmen einer bundesweiten Aktion gegen Kinderpornografie wurde sein privater Computer sichergestellt. Anschließend wurde von der Staatsanwaltschaft Zwickau ein Strafverfahren gegen Pietzsch eingeleitet.

Anfang Februar 2008 legte Pietzsch sein Amt als Landtagsabgeordneter nieder. Offiziell wurde dieser Schritt mit gesundheitlichen Problemen begründet.[1]

Ende April 2008 akzeptierte Pietzsch einen Strafbefehl über 100 Tagessätze zu 50 Euro. Trotz des rechtskräftigen Strafbefehls bestreitet Pietzsch seine Schuld. Er habe lediglich als innenpolitischer Experte zum Thema Kinderpornografie im Internet recherchieren wollen.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pressemitteilung der CDU-Fraktion des Sächsischen Landtags vom 4. Februar 2008
  2. SZ Online: CDU-Politiker in Sachsen wegen Kinderpornos verurteilt