Königshain-Wiederau

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Königshain-Wiederau
Königshain-Wiederau
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Königshain-Wiederau hervorgehoben
Koordinaten: 50° 58′ N, 12° 52′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Mittelsachsen
Höhe: 300 m ü. NHN
Fläche: 30,89 km²
Einwohner: 2712 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 88 Einwohner je km²
Postleitzahl: 09306
Vorwahl: 037202
Kfz-Kennzeichen: FG, BED, DL, FLÖ, HC, MW, RL
Gemeindeschlüssel: 14 5 22 290
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gewerbegebiet 3
09306 Königshain-Wiederau
Webpräsenz: www.koenigshain-wiederau.de
Bürgermeister: Johannes Voigt (CDU)
Lage der Gemeinde Königshain-Wiederau im Landkreis Mittelsachsen
Altmittweida Augustusburg Bobritzsch-Hilbersdorf Brand-Erbisdorf Burgstädt Claußnitz Döbeln Dorfchemnitz Eppendorf Erlau (Sachsen) Flöha Frankenberg/Sa. Frauenstein (Erzgebirge) Freiberg Geringswalde Großhartmannsdorf Großschirma Großweitzschen Hainichen Halsbrücke Hartha Hartmannsdorf (bei Chemnitz) Königsfeld (Sachsen) Königshain-Wiederau Kriebstein Leisnig Leubsdorf (Sachsen) Lichtenau (Sachsen) Lichtenberg/Erzgeb. Lunzenau Mittweida Mühlau (Sachsen) Mulda/Sa. Neuhausen/Erzgeb. Niederwiesa Oberschöna Oederan Ostrau (Sachsen) Penig Rechenberg-Bienenmühle Reinsberg (Sachsen) Rochlitz Rossau (Sachsen) Roßwein Sayda Seelitz Striegistal Taura Waldheim Wechselburg Weißenborn/Erzgeb. Zettlitz Zschaitz-Ottewig SachsenKarte
Über dieses Bild

Königshain-Wiederau ist eine Gemeinde im Landkreis Mittelsachsen.

Geburtshaus von Clara Zetkin in Wiederau

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt ca. 10 km westlich von Mittweida und ca. 25 km nördlich von Chemnitz. Im Westen der Gemeinde liegt das Chemnitztal.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsteile der Gemeinde:

  • Königshain
  • Stein im Chemnitztal
  • Topfseifersdorf
  • Wiederau

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angrenzende Gemeinden sind Altmittweida, Claußnitz, die Städte Burgstädt, Lunzenau und Mittweida sowie Seelitz und Wechselburg. Alle umliegenden Gebietskörperschaften liegen ebenfalls im Landkreis Mittelsachsen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1168 gründete Graf Dedo von Rochlitz-Groitzsch das Kloster Zschillen. Dieses holt zu Bewirtschaftung der umliegenden Flächen Thüringer Siedler in die Gegend. So werden die Ortsteile der Gemeinde im 12./13. Jahrhundert als Waldhufendörfer angelegt. Wiederau wird im Jahr 1174 und Topfseifersdorf als Sifridersdorf im Jahr 1208 in einer Urkunde des Klosters Zschillen als Wiedera erwähnt. Stein obgleich sicherlich älter erfährt erst 1489 die Ersterwähnung.

Bis zur Reformation gehörten die Orte zum Kloster Zschillen. Nach 1543 gehörte die Gegend zum Besitz der Familie Schönburg. Die Gegend wurde landwirtschaftlich und kleinhandwerklich geprägt. In der Nähe von Wiederau wird auch Achat abgebaut und bei Stein gab es einige Steinbrüche. Am 1. Januar 1994 wurden die ehemals selbständigen Orte Königshain, Wiederau und Topfseifersdorf zur Gemeinde Königshain-Wiederau vereint.[2] Am 1. Januar 1999 kam der Ort Stein im Chemnitztal hinzu.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 3. Oktober 1990 zählte Königshain-Wiederau 3207 Einwohner. Folgende Einwohnerzahlen beziehen sich auf den 31. Dezember des voranstehenden Jahres:

Jahr Einwohner
1998 3.112
1999 3.112
2000 3.128
2001 3.123
2002 3.079
Jahr Einwohner
2003 3.056
2004 3.044
2005 3.028
2006 2.976
2007 2.905
Jahr Einwohner
2012 2.698
2013 2.674

Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2014[4]
Wahlbeteiligung: 57,2 %
 %
90
80
70
60
50
40
30
20
10
0
85,2 %
14,8 %
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Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 14 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Topfseifersdorfer Altar
  • Kirche Wiederau
  • Alte Dorfschule (Elternhaus von Clara Zetkin)
  • Lang-Mühle im Wiedertal
  • Kirche mit gotischem Turm und Fachwerkhäuser in Topfseifersdorf
  • Mühle in Königshain

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundesstraße 107 führt durch die Gemeinde. Die Bundesautobahn 4 ist über den Anschluss Chemnitz-Glösa ca. 17 km zu erreichen.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zetkin-Statue am Geburtshaus

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Königshain-Wiederau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1999
  4. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014