Thomas Stritter

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Thomas Stritter (* 27. April 1956 in Ingelheim am Rhein) ist ein deutscher Jurist und Politiker (SPD).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stritter besuchte von 1964 bis 1967 die Grundschule Ingelheim und von 1967 bis 1976 das Sebastian-Münster-Gymnasium Ingelheim, wo er das Abitur ablegte. Zwischen 1977 und 1979 leistete er beim Arbeiter-Samariter-Bund in Gustavsburg seinen Zivildienst als Rettungssanitäter. 1979 begann er ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Mainz, das er 1985 mit dem Ersten und 1988 mit dem Zweiten Juristischen Staatsexamen abschloss. 1985–1988 war er Rechtsreferendar und 1988 erfolgte seine Zulassung als Rechtsanwalt und Kanzleieröffnung in Ingelheim. Zwischen 1988 und 1991 arbeitete er als Referent beim Bildungswerk der Rheinland-Pfälzischen Wirtschaft e. V. Ab 1999 war er Schlichter und Schiedsrichter für Baustreitigkeiten. 2002 wurde er als Rechtsanwalt am Oberlandesgericht Koblenz zugelassen und ab 2006 war er Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht. Seit 2006 war er ständiger Mitarbeiter der Zeitschrift „IBR Immobilien-Baurecht“.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1976 trat er der SPD bei. Von 1976 bis 1983 war er Vorsitzender der Jusos Ingelheim. 1987–1991 war er Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Ingelheim, ab 1990 Vorstandsmitglied des SPD-Unterbezirks Mainz-Bingen und Mitglied im Vorstand des SPD-Bezirks Rheinhessen. Von 1979 bis 1999 war er Mitglied des Stadtrats Ingelheim und 1984–1992 stellvertretender Vorsitzender und 1992–1998 Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion Ingelheim. Ab 2009 war er Mitglied im Stadtrat Ingelheim.

1991 wurde er für den Wahlkreis Ingelheim am Rhein in den zwölften Landtag Rheinland-Pfalz gewählt, dem er eine Wahlperiode lang bis 1996 angehörte. Im Landtag war er stellvertretender Vorsitzender im Untersuchungsausschuss „Infiziertes Blut“, Mitglied im Ausschuss für Europafragen, im Ausschuss für Frauenfragen, Petitionsausschuss, Rechtsausschuss, Wahlprüfungsausschuss und der Enquete-Kommission „Gestaltung der kommunalen Abgaben“.

Daneben war er von 1989 bis 1998 Mitglied im Aufsichtsrat der Rheinhessischen Energie- und Wasserversorgungs-GmbH Ingelheim am Rhein, 1990–1998 im Aufsichtsrat der Wohnungsbaugesellschaft Ingelheim am Rhein GmbH, im Vorstand der Europa-Union Ingelheim, im Aufsichtsrat der SEGI GmbH und Mitglied der Arbeiterwohlfahrt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Präsident des Landtags Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Die Stellvertreter des freien Volkes: Die Abgeordneten der Beratenden Landesversammlung und des Landtags Rheinland-Pfalz von 1946 bis 2015. Springer Fachmedien, Wiesbaden 2016, ISBN 3-658-04751-8, S. 684.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]