Thorsminde

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Vorlage:Infobox Ort in Dänemark/Wartung/Fläche fehltVorlage:Infobox Ort in Dänemark/Wartung/Höhe fehlt
Dänemark Thorsminde
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Thorsminde (Dänemark)
Thorsminde
Thorsminde
Basisdaten
Staat: Dänemark
Region: Midtjylland
Kommune
(seit 2007):
Holstebro
Koordinaten: 56° 22′ N, 8° 7′ OKoordinaten: 56° 22′ N, 8° 7′ O
Einwohner:
(2018[1])
353
Postleitzahl: 6990
Website: www.thorsmindeby.dk
Fischerboot im Hafen
Fischerboot im Hafen

Thorsminde (bis 1995 Torsminde) ist eine kleine Hafenstadt an der dänischen Westküste mit 353 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018[1]). Seit der Kommunalreform 2007 gehört Thorsminde zur Kommune Holstebro, Region Midtjylland.

Thorsminde liegt auf Bøvling Klit, der Nehrung zwischen Nordsee und Nissum Fjord. Eine Schleuse teilt den Ort in eine Nord- und eine Südhälfte. In Nord-Süd-Richtung verläuft die Sekundärroute 181.

Haupterwerbszweige sind Tourismus und Fischerei. Der 1972 eröffnete Hafen liegt hinter den Küstendünen auf der Haffseite und wird durch zwei Molen geschützt. Er dient hauptsächlich kleinen Küstenfischerbooten als Liegeplatz.

Ortsname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsname tritt erstmals 1466 als Torsmynnæ auf und wird als „Dorschmünde“ gedeutet (torsk dt. Dorsch, minde/udmunding dt. Mündung).[2]

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Thorsminde gibt es einen Campingplatz und zahlreiche Ferienhäuser. Thorsminde ist bei Angeltouristen beliebt, die vor allem Hering und Makrele fangen.

Im Ort ist die Kirche sehenswert, sie entstand aus der ehemaligen Seenotrettungsstation.

Strandungsmuseum St. George[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedenkstein an die Schiffsstrandungen vom Weihnachtsabend 1811

Im Februar 1992 wurde das „Strandingmuseum St. George - Marinarkæologisk Center“ eröffnet. Hier werden zahlreiche Fundstücke der ab 1970 marinearchäologisch untersuchten Schiffswracks ausgestellt, darunter der vier Tonnen schwere Anker der St. George. An Heiligabend 1811 ereignete sich vor der dänischen Westküste eines der schwersten Unglücke in der Geschichte der Royal Navy. Etwas nördlich von Thorsminde strandeten während eines Orkans das Kriegsschiff HMS Defence und zwei Kilometer südlich das Kriegsschiff HMS St. George. Bei den Havarien kamen über 1300 Seeleute ums Leben, nur 17 (in anderen Quellen 18) schafften es lebend an Land und wurden, obwohl sie Feinde waren, von den Einheimischen gerettet. Zur Erinnerung wurde ein Gedenkstein in den Dünen aufgestellt - der Ort heißt heute Dødemandsbjergene (dt. Totenberge). 1997 wurde ein aus der St. George geborgenes Skelett ausgestellt, was in Großbritannien zu heftigen Protesten führte, woraufhin das Skelett aus dem Museum entfernt und beigesetzt wurde.

Ein Teil der Ausstellung beschäftigt sich außerdem mit der Skagerrakschlacht und zeigt Wrackteile des 1916 auf Grund gelaufenen deutschen Unterseeboots U 20. Darüber hinaus wird allerlei Strandgut gezeigt und Beifang, der Fischern ins Netz ging. Das Museum wird momentan umgebaut und soll 2017 wieder für den Publikumsverkehr geöffnet werden.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistikbanken -> Befolkning og valg -> BY1: Folketal 1. januar efter byområde, alder og køn (dänisch)
  2. Den store danske. Gyldendals Encyklopædi.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]