Tigran Mansurjan

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Tigran Mansurian)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Tigran Mansurjan

Tigran Mansurjan (armenisch Տիգրան Մանսուրյան; * 27. Januar 1939 in Beirut, Libanon) ist ein armenischer Komponist klassischer Musik.

Leben und Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1947 kehrte seine Familie nach Armenien zurück.[1] Tigran Mansurjan besuchte das Staatliche Konservatorium Jerewan, wo er von 1960 bis 1965 Komposition bei Ghasaros Sarjan studierte.[1] Ab 1967 lehrte er selbst dort als Dozent, ab 1990 als Professor und von 1992 bis 1995 als Rektor.[1] Zusammen mit Jerwand Jerkanjan (* 1951) und Awet Terterjan (1929–1994) gehört Mansurjan zu den bedeutendsten Komponisten der neuen armenischen Musik.[2]

Musikalisches Verständnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Komitas und Claude Debussy waren seine geistigen Vorbilder.

„Von der armenischen Naturlyrik inspiriert, entwickelte er eine der Klangmystik nahestehende Kompositionsweise, in die er Elemente der Neuen Musik integrierte. (...) In seiner Musikästhetik bekennt er sich zu überlieferten Traditionen, sieht sich aber nicht als Kopist alter Formen, sondern korrespondiert mit alten Formen und Gewichtungen. Er ist stets auf der Suche nach der inneren Geschlossenheit eines Kunstwerkes und misst ebenso der musikalischen Rhetorik in ihrer modernen Umsetzung große Bedeutung zu.“

Komponisten-Portrait Sikorski[3]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein kompositorisches Schaffen umfasst Werke für Orchester, darunter Instrumentalkonzerte, außerdem Kammer-, Chormusik und Werke für Soloinstrumente.[4] 2011 entstand sein zur Erinnerung des Völkermords an den Armeniern geschaffenes Requiem, das 2016 mit dem RIAS-Kammerchor und dem Münchener Kammerorchester unter der Leitung von Alexander Liebreich für ECM eingespielt wurde.[5]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Tigran Mansurjan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Svetlana Sarkisyan: Mansurjan, Tigran. In: Ludwig Finscher (Hrsg.): Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Zweite Ausgabe, Personenteil, Band 11 (Lesage – Menuhin). Bärenreiter/Metzler, Kassel u. a. 2004, ISBN 3-7618-1121-7 (Online-Ausgabe, für Vollzugriff Abonnement erforderlich)
  2. Detlef Gojowy: Tigran Manssurjan – Biographie. In: Sikorski Musikverlage, 2021
  3. Komponisten-Portrait. In: Sikorski Musikverlage
  4. Profil des Komponisten. In: Schott Music
  5. Requiem (2011) – Begleittext. In: Schott Music