Tilmann Köhler

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Tilmann Köhler (* 1979 in Weimar) ist ein deutscher Theaterregisseur.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Köhler studierte von 2001 bis 2005 Regie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin. Vor seinem Studium war er zunächst Schauspieler und Regisseur an der Theaterfabrik des Theater Altenburg-Gera.[1] Ab 2005 war er als Hausregisseur am Deutschen Nationaltheater Weimar tätig.[2] Von 2009 bis 2016 war Tilmann Köhler Hausregisseur am Staatsschauspiel Dresden und leitete das Schauspielstudio. Mit seiner Inszenierung von Krankheit der Jugend war er 2007 zum Berliner Theatertreffen eingeladen. 2008, 200 Jahre nach der Erstveröffentlichung, inszenierte er Goethes Faust I am Deutschen Nationaltheater Weimar. Für seine Inszenierung von Bertolt Brechts Die heilige Johanna der Schlachthöfe erhielt er den Kurt-Hübner-Regiepreis 2009, den Förderpreis für junge Regisseure des Gertrud-Eysoldt-Rings.[3] Weitere Arbeiten entstanden u. a. am Maxim Gorki Theater Berlin, am Schauspiel Stuttgart, am Deutschen Theater Berlin, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, am Theater Basel und an der Oper Frankfurt.[4][5] Er realisierte außerdem Inszenierungen in São Paulo, in Taipeh, am Moskauer Künstlertheater, in Gwangju/ Korea und am Nationaltheater Bratislava.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Inszenierungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • "Lila dit ca – Sagt Lila" nach der gleichnamigen Erzählung von Chimo, Theaterfabrik des Theaters Altenburg-Gera 2000. Einladung zum Theatertreffen der Jugend 2001[6]
  • "Choephoren" von Aischylos, BAT Berlin 2004.[7] Ausgezeichnet beim Schauspielschultreffen 2004 mit dem Ensemblepreis
  • "Penthesilea" von Heinrich von Kleist, BAT Berlin/ Deutsches Nationaltheater Weimar 2005[8]
  • "Der Drache" von Jewgeni Schwarz, Deutsches Nationaltheater Weimar 2006[9]
  • "Krankheit der Jugend" von Ferdinand Bruckner, Deutsches Nationaltheater Weimar 2006.[10] Einladung zum Berliner Theatertreffen 2007
  • "Amoklauf mein Kinderspiel" von Thomas Freyer, Uraufführung, Deutsches Nationaltheater Weimar/ Theater an der Parkaue 2006.[11] Einladung zum Festival Premières Strasbourg, Einladung zum Deutschen Kinder- und Jugendtheatertreffen "Augenblick Mal! 2007",
  • "Othello" von William Shakespeare, Deutsches Nationaltheater Weimar 2006.[12] Einladung zu Radikal Jung – Das Festival junger Regisseure 2007
  • "Separatisten" von Thomas Freyer, Uraufführung, Maxim Gorki Theater 2007[13]
  • "Die Höhle vor der Stadt in einem Land mit Nazis und Bäumen" von Tine Rahel Völker,[14] Deutsches Nationaltheater Weimar/ Maxim Gorki Theater 2007[15]
  • "Faust" von Johann Wolfgang von Goethe, Deutsches Nationaltheater Weimar 2008[16]
  • "Hamlet" von William Shakespeare, Maxim Gorki Theater 2008[17].
  • "Und in den Nächten liegen wir stumm" von Thomas Freyer, Uraufführung, Schauspiel Hannover 2008. Einladung zum Heidelberger Stückemarkt 2009
  • "Haut aus Gold" von Tine Rahel Völcker und Alexandre dal Farra, Uraufführung, Maxim Gorki Theater/ São Paulo 2008[18]
  • "Die heilige Johanna der Schlachthöfe" von Bertolt Brecht, Staatsschauspiel Dresden 2009.[19] Einladung zum Theaterfestival Facyl, Salamanca
  • "Italienische Nacht" von Öden von Horvath, Staatsschauspiel Dresden 2010. Ausgezeichnet mit dem Günther-Rühle-Preis 2010[20]
  • "Das halbe Meer" von Thomas Freyer, Uraufführung, Staatsschauspiel 2011[21]
  • "Der Kaufmann von Venedig" von William Shakespeare, Staatsschauspiel Dresden 2011.[22] Einladung zum Festival de Teatro Clásico de Almagro, Shakespeare Festival Schloss Kronborg
  • "Nichts. Was im Leben wichtig ist" von Janne Teller, Staatsschauspiel Dresden 2012.[23] Ausgezeichnet beim Schauspielschultreffen mit dem Max-Reinhardt-Preis[24]
  • "Der goldene Drache" von Roland Schimmelpfennig, Produktion des Taipei Arts Festival 2012[25]
  • "Der geteilte Himmel" nach der Erzählung von Christa Wolf, Staatsschauspiel Dresden 2013[26]. Einladung zum Sächsischen Theatertreffen[27], Einladung zum Eurokontext Festival Bratislava 2015[28]
  • "Teseo" von Georg Friedrich Händel, Oper Frankfurt 2013[29]
  • "King Arthur" von Henry Purcell und John Dryden, Staatsschauspiel Dresden/ Semperoper Dresden 2013[30]
  • „Jugend ohne Gott“ nach dem Roman von Öden von Horvath, Deutsches Theater Berlin 2013[31]
  • "Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui" von Bertolt Brecht, Staatsschauspiel Dresden 2014[32]
  • "Mario und der Zauberer" von Thomas Mann, Schauspiel Stuttgart 2014[33]
  • "Drei Schwestern" von Anton Tschechov, Staatsschauspiel Dresden 2014[34]
  • "Mein deutsches deutsches Land" von Thomas Freyer, Staatsschauspiel Dresden 2014[35]. Einladung zu den Autorentheatertagen Berlin 2015[36]
  • "Macbeth" von William Shakespeare, Deutsches Theater 2015[37]
  • "Maß für Maß" von William Shakespeare, Staatsschauspiel Dresden 2015[38]
  • "Johanna von Orleans" von Friedrich Schiller, Schauspielhaus Hamburg 2015[39]
  • "Radamisto" von Georg Friedrich Händel, Oper Frankfurt 2016[40]
  • "Xerxes" von Georg Friedrich Händel, Oper Frankfurt 2017[41]
  • "Rodáci" von Valeria Schulczová und Roman Olekšák, Uraufführung, Slowakisches Nationaltheater Bratislava 2017[42]
  • "Die schwarze Spinne" nach der Erzählung von Jeremias Gotthelf, Theater Basel 2017[43]
  • "Das Versprechen" nach der Erzählung von Friedrich Dürrenmatt, Düsseldorfer Schauspielhaus 2017[44]
  • "Medea.Stimmen" nach dem Roman von Christa Wolf, Deutsches Theater 2018[45]
  • "Odyssee" von Roland Schimmelpfennig, Uraufführung, Staatsschauspiel Dresden 2018.[46] Einladung zum Eurokontext Festival Bratislava 2019[47]
  • "Coriolan" von William Shakespeare, Düsseldorfer Schauspielhaus 2019[48]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. fabrik vier. Abgerufen am 21. Mai 2019.
  2. Nikolaus Merck: Tilmann Köhler – Theatermacher essentieller Zeichen. Abgerufen am 22. Mai 2019 (deutsch).
  3. Kurt-Hübner-Preis an Tilmann Köhler: Das hohe Maß an Dringlichkeit, nachtkritik.de 10. Februar 2010, abgerufen 30. März 2019
  4. lexikon - Köhler, Tilmann. Abgerufen am 21. Mai 2019.
  5. Produktionsteams - Oper Frankfurt. Abgerufen am 21. Mai 2019.
  6. Berliner Festspiele: Theatertreffen der Jugend - Chronik. Abgerufen am 22. Mai 2019.
  7. Lebendig oder tot | NZZ. 20. April 2007, ISSN 0376-6829 (nzz.ch [abgerufen am 21. Mai 2019]).
  8. Hans-Peter Göpfert: Penthesilea. In: RBB Kultur. 4. Juni 2005, abgerufen am 22. Mai 2019.
  9. Nikolaus Merck: Tilmann Köhler – Theatermacher essentieller Zeichen. Abgerufen am 21. Mai 2019 (deutsch).
  10. Michael Merschmeier, Der Theaterverlag: Theater heute - Archiv. Abgerufen am 21. Mai 2019.
  11. IRENE GRÜTER / KATRIN BETTINA MÜLLER: „Es bleibt eine geteilte Heimat“. In: Die Tageszeitung: taz. 28. April 2007, ISSN 0931-9085, S. 22 (taz.de [abgerufen am 21. Mai 2019]).
  12. Hans-Dieter Schütt: Der dürre Dreikäseniedrig (neues deutschland). Abgerufen am 21. Mai 2019.
  13. Wolfgang Höbel: Regisseur Tilmann Köhler: Konspirative Umtriebe. In: Spiegel Online. 30. April 2007 (spiegel.de [abgerufen am 21. Mai 2019]).
  14. lexikon - Völcker, Tine Rahel. Abgerufen am 21. Mai 2019.
  15. »Fickzellen mit Fernheizung«. In: ZITTY. 6. Juli 2011, abgerufen am 22. Mai 2019 (deutsch).
  16. Peter Kümmel: 200 Jahre »Faust«: Faust ist uns verdächtig. In: Die Zeit. 20. März 2008, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 21. Mai 2019]).
  17. - Ein Theatertriumph. Abgerufen am 21. Mai 2019 (deutsch).
  18. Elena Philipp: Haut aus Gold – eine brasilianisch-deutsche Projektpräsentation von Tilmann Köhler. Abgerufen am 21. Mai 2019 (deutsch).
  19. Regiepreis für Tilmann Köhler und seine Inszenierung "Die heilige Johanna der Schlachthöfe" - Theater-News - Verlag Theater der Zeit. Abgerufen am 21. Mai 2019.
  20. Deutsche Akademie der Darstellenden Künste | 2010. Abgerufen am 21. Mai 2019.
  21. Hartmut Krug: Das halbe Meer – Tilman Köhler bringt Thomas Freyers Stück im Kleinen Haus zur Uraufführung. Abgerufen am 21. Mai 2019 (deutsch).
  22. Famoses Spiel mit dem Fremden im Forum - Startseite - Ludwigsburger Wochenblatt. Abgerufen am 21. Mai 2019.
  23. "Nichts. Was im Leben wichtig ist": Inszenierung am Dresdner Staatsschauspiel nach Janne Tellers Jugendbuch. Abgerufen am 22. Mai 2019.
  24. Max-Reinhardt-Preis für „Nichts. Was im Leben wichtig ist“. Abgerufen am 22. Mai 2019.
  25. tainanerensemble: 2012臺北藝術節委託製作,台南人劇團《金龍》演出精采片段. 4. September 2012, abgerufen am 21. Mai 2019.
  26. Luftballon, sprich! 21. Januar 2013, abgerufen am 22. Mai 2019.
  27. Attacke aufs Gehirn — kreuzer online. Abgerufen am 22. Mai 2019.
  28. Jenseits der EU-Hymne, nachtkritik.de vom 23. Juni 2015, abgerufen 30. März 2019
  29. EpochTimes.de: Händels Oper „Teseo“ im Bockenheimer Depot der Oper Frankfurt. 6. Juni 2013, abgerufen am 22. Mai 2019 (deutsch).
  30. Ralph Gambihler: King Arthur – Tilmann Köhler bekränzt die Semiopera von John Dryden und Henry Purcell zum 100. Geburtstag des Staatsschauspiels Dresden. Abgerufen am 22. Mai 2019 (deutsch).
  31. Dirk Pilz: "Jugend ohne Gott“: Wir sind gefährdet. 19. Dezember 2013, abgerufen am 22. Mai 2019 (deutsch).
  32. Lukas Pohlmann: Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui – Tilmann Köhler demaskiert in Dresden mit Brecht unsere Mediendemokratie. Abgerufen am 22. Mai 2019 (deutsch).
  33. Steffen Becker: Mario und der Zauberer – Regisseur Tilmann Köhler und Solo-Virtuose Paul Schröder manipulieren das Stuttgarter Publikum nach Thomas Mann'schem Strich und Faden. Abgerufen am 22. Mai 2019 (deutsch).
  34. Michael Merschmeier, Der Theaterverlag: Theater heute - Archiv. Abgerufen am 22. Mai 2019.
  35. Christine Dössel Dresden: Nazis auf drei Ebenen. In: sueddeutsche.de. 2014, ISSN 0174-4917 (sueddeutsche.de [abgerufen am 21. Mai 2019]).
  36. Hinrike Gronewold: Unter dem Teppich ist noch Platz – „mein deutsches deutsches Land“ bei den Autorentheatertagen. In: WELTEXPRESS. 30. Juni 2015, abgerufen am 22. Mai 2019 (deutsch).
  37. Täter und Träumer. Abgerufen am 22. Mai 2019.
  38. Willkommen im Pegida-Land | Freie Presse - Kultur. Abgerufen am 22. Mai 2019.
  39. "Die Jungfrau in Orléans" in Hamburg - Kraftvolle Ideen fürs Auge. Abgerufen am 22. Mai 2019 (deutsch).
  40. So zeitgemäß kann Händel sein. Abgerufen am 22. Mai 2019.
  41. Kein glückliches Ende für Xerxes. Abgerufen am 22. Mai 2019.
  42. Jana Močková: Derniéra sa nekoná, Rodáci budú na doskách SND možno až do konca sezóny. 9. Januar 2019, abgerufen am 22. Mai 2019 (slowakisch).
  43. Theater Basel - Schnörkellose Inszenierung der «Schwarzen Spinne». 25. September 2017, abgerufen am 22. Mai 2019.
  44. Martin Krumbholz: Das Versprechen – Tilmann Köhler inszeniert Friedrich Dürrenmatts Roman am Düsseldorfer Schauspielhaus in einem raffinierten Bühnenbild. Abgerufen am 22. Mai 2019 (deutsch).
  45. Irene Bazinger: Deutsches Theater Berlin: Die Gesetze des Dickichts. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 22. Mai 2019]).
  46. Michael Bartsch: Odyssee – Tilmann Köhler inszeniert am Dresdener Staatsschauspiel Roland Schimmelpfennigs Irrfahrten-Interpretation. Abgerufen am 22. Mai 2019 (deutsch).
  47. Odyssey. In: eurokontext.sk. 15. April 2019, abgerufen am 22. Mai 2019 (britisches Englisch).
  48. Andreas Wilink: Coriolan – Schauspielhaus Düsseldorf – Tilmann Köhler schickt Shakespeares Römer-Drama in die Clowns-Manege. Abgerufen am 22. Mai 2019 (deutsch).