Schauspielschultreffen

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Der Bundeswettbewerb deutschsprachiger Schauspielstudierender – im allgemeinen Sprachgebrauch auch Schauspielschultreffen – findet seit 1990 jedes Jahr am Standort eines der der teilnehmenden Schauspielausbildungs-Institute statt. Er wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert und von der Europäischen Theaterakademie GmbH „Konrad Ekhof“ Hamburg organisiert und veranstaltet. Teilnahmeberechtigt am Wettbewerb sind staatliche Schauspielschulen und Ausbildungsinstitute, die Mitglied der „Ständigen Kommission Schauspiel“ (SKS) sind oder bei gleichwertigem Ausbildungsniveau auf Vorschlag des Kuratoriums des Bundeswettbewerbs. Näheres regeln die Leitlinien des Wettbewerbs.[1]

Darüber hinaus dient das Treffen dem praktischen Erfahrungsaustausch in Seminaren und Workshops der Schauspielstudierenden und Hochschullehrern untereinander und mit Schauspielern, Regisseuren, Autoren und Dramaturgen aus der Berufspraxis, sowie der Auseinandersetzung mit den technisch-ästhetischen Medien. Das Treffen wird in einer Dokumentation festgehalten und ausgewertet. Der Träger des Theatertreffens ist die Europäische Theaterakademie GmbH „Konrad Ekhof“ Hamburg.

An dem vom BMBF ausgeschriebenen Wettbewerb beteiligen sich die Schauspielschulen mit Theaterproduktionen von Schauspielstudenten der höheren Semester. Die Preisträger bestimmt jedes Jahr eine unabhängige Fach-Jury von deutschsprachigen Schauspielern, Regisseuren und Dramaturgen. Die verliehenen Preise sind:

Förderpreise für Schauspielstudierende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Förderpreise für Schauspielstudierende der Bundesministerin für Bildung und Forschung der Bundesrepublik Deutschland werden als Solo-Preise für Schauspiel-Studierende sowie als Ensemblepreise verliehen. Sie sind mit Geldpreisen von insgesamt € 25.000 (2018) verbunden.

Ensemble-Preis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der „Ensemble-Preis“ wird alle zwei Jahre im Wechsel entweder als „Max-Reinhardt-Preis“ vom Max Reinhardt Seminar der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien oder von der Konferenz der Hochschulen der Darstellenden Künste und des Literarischen Schreibens Schweiz (KDKS) für ein Ensemble, „das das in seiner Arbeit zukunftsweisende Innovationen sichtbar werden lässt“, verliehen. Die Preissumme beträgt € 10.000,- (2018).

Preis der Studierenden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Preis der Studierenden wurde von der Schauspielerin und Dozentin Regine Lutz anlässlich des Theatertreffens 2001 in Bern gestiftet. Von 2014 bis 2016 übernahm der Schauspieler und an der Universität der Künste Berlin lehrende Gerd Wameling die Nachfolge. Seit 2017 wird der Preis von Friedrich Barner, Geschäftsführer der Schaubühne Berlin, finanziert. Der Preis wird nach Abstimmung der offiziellen studentischen Teilnehmer für die schauspielerisch beste Ensemblearbeit vergeben und ist mit € 2.000,- (2018) dotiert.

Marina Busse Preis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der in memoriam vom Ehemann Friedrich Springorum und Freunden der 2015 verstorbenen Schauspielerin, Dozentin und vormaligen Geschäftsführerin der Europäischen Theaterakademie Konrad Ekhof, Marina Busse, gestiftete Preis wird einer Studentin für ihre besonderen schauspielerischen Einzelleistungen verliehen. Das Preisgeld beträgt 1000,- Euro (2018).

Bisherige Austragungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jury Claudia Bauer (Regisseurin), Christoph Luser (Schauspieler), Karla Mäder (Dramaturgin), Eva Meckbach (Schauspielerin), Sebastian Reiss (Schauspieler)
Jury Niels Bormann (Schauspieler), Katja Bürkle (Schauspielerin), Stefan Konarske (Schauspieler), Anne Lenk (Regisseurin), Friederike Schubert (Dramaturgin)
Jury Barbara David-Brüesch (Regisseurin), Daniel Hoevels (Schauspieler), Dominik Maringer (Schauspieler), Almut Wagner (Dramaturgin), Anita Vulesica (Schauspielerin)
Jury Judith Engel (Schauspielerin), Olaf Kröck (Dramaturg, Regisseur), Markus Meyer (Schauspieler), Tanja Schleiff (Schauspielerin), Kay Voges (Regisseur)
Jury Peter Danzeisen (Schauspieler), Andrea Koschwitz (Dramaturgin), Boris Nikitin (Regisseur), Çiğdem Teke (Schauspielerin), Alexander Schröder (Regisseur)
Jury Uwe Gössel (Dramaturg), Jutta Hoffmann (Schauspielerin), Schirin Khodadadian (Regisseurin), Martin Wigger (Dramaturg), Susanne Wolff (Schauspielerin)
Jury: Ulli Maier (Schauspielerin), Ulrich Matthes (Schauspieler), Klaus Missbach (Dramaturg), Andrea Schwieter (Intendantin), István Szabó (Regisseur)
Jury: Bruno Cathomas (Schauspieler, Regisseur), Jutta Hoffmann (Schauspielerin), Alexander Khuon (Schauspieler), Klaus Missbach (Dramaturg), Knut Weber (Intendant)
Jury: Katharina Rupp (Schauspielerin, Regisseurin, Theaterleiterin), Christine Dössel (Kulturjournalistin), Michael Gampe (Schauspieler), Sebastian Huber (Dramaturg), Jan Jochymski (Schauspieler, Regisseur, Theaterleiter)
Jury: Václav Cejpek (Dramaturg), Markus Imboden (Regisseur), Daniel Rohr (Schauspieler, Regisseur), Christiane Schneider (Regisseurin), Otto Kukla (Schauspieler)
Jury: Andreas Dresen (Regisseur), Nicole Heesters (Schauspielerin), Michael Neuenschwander (Schauspieler), Gertrud Rohl (Schauspielerin), Christiane Schneider (Regisseurin)
Jury: Sylvia Anders (Sängerin), Birgit Doll (Schauspielerin), Annelore Sarbach (Regisseurin), Tanja Schleiff (Schauspielerin), Jürgen Tarrach (Schauspieler)
  • 2006: München (Bayerische Theaterakademie August Everding)
Jury: Crescentia Dünßer (Schauspielerin, Regisseurin), Sissy Höfferer (Schauspielerin), Christoph Schroth (Regisseur), Katharina Schubert (Schauspielerin), Tina Lanik (Regisseurin)
Jury: Crescentia Dünßer, Katrin Grumeth (Schauspielerin), Philipp Hauß (Schauspieler), Ulrich Matthes (Schauspieler), Swetlana Schönfeld (Schauspielerin)
Jury: Wilfried Schulz (Intendant), Lena Stolze (Schauspielerin), Rita Thiele (Dramaturgin), Thomas Birkmeir (Direktor, Regisseur), Crescentia Dünßer (Theaterleiterin, Schauspielerin)
Jury: Florian Boesch (Regisseur), Ursula Karusseit (Schauspielerin), Ulrich Khuon (Intendant), Swetlana Schönfeld (Schauspielerin), Lilian Naef (Regisseurin, Schauspielerin)
Jury: Ingrid Andree (Schauspielerin), Uwe.B Carstensen (Dramaturg), Ulrike Kahle (Kulturjournalistin), Felix Prader (Regisseur), Roland Schimmelpfennig (Autor)
Jury: Ingrid Andree (Schauspielerin), Matthias Habich (Schauspieler), Ulrike Kahle (Kulturjournalistin), Felix Prader (Regisseur), Roland Schimmelpfennig (Autor)
Jury: Frank Beyer (Regisseur), Verena Buss (Schauspielerin, Regisseurin), Adolf Dresen (Regisseur), Gabriele Gysi (Regisseurin), Günther Rühle (Theaterhistoriker und -kritiker)
Jury: Gabriele Gysi (Regisseurin), Heinz-Gerhard Lück (Schauspieler), Günther Rühle (Kritiker), Leonie Stein (Regisseurin, Pädagogin), Bettina Woernle (Regisseurin)
  • 1998: München (Otto-Falckenberg-Schule)
Jury: Beatrix Bühler (Dramaturgin), Hille Darjes (Schauspielerin), Heinz-Gerhard Lück (Schauspieler), Günther Rühle (Kritiker)
Jury: Beatrix Bühler (Dramaturgin), Hille Darjes (Schauspielerin), Annette Paulmann (Schauspielerin), Felix Rellstab (Regisseur, Pädagoge), Günther Rühle (Kritiker)
Jury: Martin Linzer (Herausgeber Theater der Zeit), Verena Buss (Schauspielerin), Regine Lutz (Schauspielerin/ Autorin, von 1949 bis 1960 Mitglied des Berliner Ensemble), Friedrich Schirmer, Ferruccio Soleri (Schauspieler/ Regisseur)
  • 1994: Hannover
Jury: Erni Mangold (Schauspielerin), François Florent (Theaterleiter), Nikola Weisse (Schauspielerin), Ulrich Khuon (Theaterleiter), Christoph Schroth (Regisseur)
  • 1993: Wien
Jury: Oleg Tabakow (Theaterleiter), Erika Pluhar (Schauspielerin), Axel Corti (Regisseur), Bettina Woernle (Regisseurin), Gerhard Blasche (künstlerischer Betriebsdirektor)
  • 1992: Berlin
Jury: Peter Palitzsch (Regisseur), Richard Erny (Kulturdezernent), Ursula Karusseit (Schauspielerin), Fritz Marquardt (Regisseur), Detlef Jacobsen (Pädagoge)
  • 1991: Hamburg
Jury: Peter Danzeisen (Schauspieler), Rotraut de Neve (Schauspielerin), Karl Paryla (Schauspieler), Klaus Witzeling (Theaterkritiker)
  • 1990: Hamburg
Jury: Jutta Hoffmann (Schauspielerin), Dieter Braun (Regisseur), Jürgen Flimm (Regisseur), Manfred Karge (Regisseur), F. Schumacher

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Website Schauspielschultreffen