Tinko

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Tinko ist der Titel eines Jugendbuches von Erwin Strittmatter. Nachdem das Buch 1954 erschienen war, wurde es schnell populär, so dass der Autor 1955 für dieses Werk den Nationalpreis der DDR erhielt.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thematisiert wird die Nachkriegszeit im ländlichen Brandenburg. Am Beispiel des Schicksals von Tinko, eines Jungen, für den Strittmatters Bruder Martin (dt. (Mar)Tin-ko) Vorbild war, erlebt der Leser die Ereignisse um die Rückkehr eines „Heimkehrers“ und die gesellschaftlichen Konflikte bei der Kollektivierung der Landwirtschaft in Ostdeutschland. Daneben dient die Familie mit drei Generationen als Analogie für die Perioden der deutschen Geschichte. Am Rande wird auf das Schicksal der „Umsiedler“/„Heimatvertriebenen“ eingegangen, ohne das Thema jedoch hervorzuheben.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Buch wurde als Schulliteratur zugelassen und fand so eine Verbreitung über die nächsten 35 Jahre. Die Illustrationen zur Erstausgabe wurden durch Karl von Appen ausgeführt und durch diverse Neuauflagen eng mit dem Text verbunden. Seit den 1970er Jahren wurde – wohl aufgrund einzelner Nachfragen – der Vorname Tinko in der DDR zugelassen.

Verfilmung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1957 wurde das Buch von Herbert Ballmann als Tinko verfilmt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erwin Strittmatter: Tinko. Aufbau TB, Berlin 2004 ISBN 3-7466-5400-9
  • Reinhard Hillich & Renate Krolop: Strittmatters Werk in der Kritik. In Kollektiv; Renate Krolop, Redaktion: Erwin Strittmatter. Analysen, Erörterungen, Gespräche. Reihe: Schriftsteller der Gegenwart, 3. Volk und Wissen, Berlin (DDR) 1977 Ohne ISBN. (3. erw. Aufl. ebd. 1984; auch bei Das europäische Buch, Berlin (West) 1984 ISBN 3884361309). S. 149–157[1]

Notizen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. zu: Ochsenkutscher, Tinko, Ole Bienkopp, Der Wundertäter