Tobias Richter

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Tobias Richter (geboren 2. April 1953 in München) ist ein Schweizer Opernregisseur und Theaterintendant.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tobias Richter ist ein Sohn des deutschen Dirigenten und Organisten Karl Richter. Er wuchs in München und in der Schweiz auf.

Richter studierte Philosophie in Genf und Zürich und lernte das Regiehandwerk als persönlicher Assistent von Götz Friedrich, danach bei Jean-Pierre Ponnelle und ab 1977 bei August Everding an der Bayerischen Staatsoper. 1980 brachte er im Marstalltheater seine erste Inszenierung heraus. Ab 1980 arbeitete er als Oberspielleiter des Musiktheaters am Staatstheater Kassel und hatte dort 1982/83 auch die kommissarische Intendanz für das Dreispartentheater. Von 1985 bis 1992 war er Generalintendant des Bremer Theaters und konnte für einzelne Inszenierungen als Bühnenbildner Jörg Immendorff, Albert Oehlen und Markus Lüpertz gewinnen. Ab 1996 bis 2009 war er Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg und inszenierte hier regelmäßig. Die folgenden zehn Jahre leitete er das Opernhaus Grand Théâtre de Genève.

International arbeitete Richter als Regisseur unter anderem in Strasbourg, Aix-en-Provence und Verona, bei der Biennale di Venezia 2006 übernahm er den Vorsitz in der Jury für zeitgenössische Musik. Er nimmt seit 1998 Lehraufträge an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf wahr. Seit 2007 ist er Mitglied der Akademie der Darstellenden Künste.

Richter erhielt 2002 den französischen Orden Chevalier des Arts et des Lettre.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tobias Richter in Zusammenarbeit mit Klaus Peter Richter und Klaus Lindemann: Karl Richters Vermächtnis (The Legacy of Karl Richter) (1986). Deutsche Grammophon, 2006 [DVD]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]