Tore des Tempelberges

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Der Tempelberg in Jerusalem

Der Tempelberg in Jerusalem kann durch elf Tore betreten werden. Zusätzlich gibt es fünf verschlossene Tore.

In der folgenden Liste sind gegen den Uhrzeigersinn die Tore aufgeführt, die auf den Tempelberg zu führen:

Offene Tore[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die offenen Tore führen allesamt in die Jerusalemer Altstadt, das Marrokaner-Tor in das jüdische, alle anderen in das muslimische Viertel.

Stammes-Tor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stammes-Tor

Das Stammes-Tor (arabisch: Bab al-Asbat) befindet sich an der nordöstlichen Ecke des Tempelberges.

Remissions-Tor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Tor der Remission (arabisch: Bāb al-Ḥiṭṭa; hebräisch šaʿar ha-kōhēn) liegt auf der Nordseite.

Dunkelheits-Tor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Arabisch: Bab al-Atim)

Bani Ghanim-Tor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Arabisch: Bab al-Ghawanima)

Rats-Tor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Arabisch: Bab al-Majlis; Bab al-Nazer)

Eisen-Tor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Arabisch: Bab al-Hadid; Hebräisch: Shaar Barzel)

Tor der Baumwollhändler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tor der Baumwollhändler

(Arabisch: Bāb al-Qaṭṭānīn)

Waschungs-Tor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waschungs-Tor

(Arabisch: Bab al-Matarah)

Ruhe-Tor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Arabisch: Bāb as-Salam)

Ketten-Tor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ketten-Tor

(arabisch باب السلسلة Bab as-Silsileh; Hebräisch: Shaar HaShalshelet)

Maghrebiner-Tor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Marrokaner-Tor

(arabisch باب المغاربة Bāb al-Maġāriba; Hebräisch: Šaʿar Ha-Mughrabīm [Sha'ar haMugrabim]; English: Mughrabi Gate, Gate of the Moors)

Das Tor hat seinen Namen vom Marokkanischen Stadtviertel, welches bis zum Jahr 1967 in der Jerusalemer Altstadt existierte. Es grenzte direkt an das Tor an.

Das Tor ist nur über eine provisorische Brücke zu erreichen und ist der einzige Zugang zum Tempelberg für Nicht-Muslime.

Verschlossene Tore[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goldenes Tor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Goldene Tor (hebräisch שער הרחמים Scha'ar haRachamim „Tor des Erbarmens“; arabisch باب الرحمة al-Bāb aḏ-Ḏahabī, „Goldenes Tor“, mit zusätzlichen Namen für die zwei Portale: Bab ar-Rachma, Gnadentor, für das südliche und Bab at-Taubah, Bußtor, für das nördliche) befindet sich an der Ostmauer und ist damit gleichzeitig eines der Stadttore der Altstadt. Das Tor wurde gleich nach dem Wiederaufbau durch Sultan Süleyman dem Prächtigen zugemauert.

Einzel-Tor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Huldah-Tore[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arabisch: Bab at-Thulathe[1] Es handelt sich um zwei verschiedene Tore, die sich beide an der Südmauer befinden. Bei den zwei Toren handelt es sich um:

  • Das Doppeltor, teilweise verdeckt von einem Turm aus der Kreuzfahrerzeit.
  • Das Dreifachtor, östlich vom Doppeltor.

Barclay-Tor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Barclay-Tor liegt unterhalb des Maghrebiner-Tores. Es ist eines der ursprünglichen Tore des Tempelberges. Es wurde nach James Turner Barclay benannt, einem christlichen Missionar in Jerusalem. Er entdeckte es im Jahr 1848 von seiner Innenseite auf dem Tempelberg. Heute ist der Raum geschlossen, der Zugang ist nur mit Zustimmung des Waqf erlaubt.[2] Nach dem Sechs-Tage-Krieg planten das Israelische Ministerium für Religion und Prof. Benjamin Mazar, der die Ausgrabungen außerhalb der Südmauer des Tempelbergs leitete, das Tor freizulegen. Sowohl jüdische als auch muslimische religiöse Führer verhinderten dies.[3]

Warren-Tor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dr. J. Randall Price, Rose Guide To The Temple. Rose Publishing, 2013, S. 117, ISBN 978-1-59636-468-4 [1]
  2. Baruch, Yuval
  3. The gate of the Jews, Nadav Shragai, Haaretz, abgerufen am 6. Oktober 2015

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Andreas Kaplony: The Ḥaram of Jerusalem, 324-1099: temple, Friday Mosque, area of spiritual power. Steiner Verlag Stuttgart 2002 (Freiburger Islamstudien, Band 22).
  • Myriam Rosen-Ayalon: The early islamic documents of al-Ḥaram al-Sharīf. Qedem. Monographs of the Institute of Archaeology. The Hebrew University of Jerusalem. Band 28, Jerusalem 1989. Chapter 6: The gates of al-Ḥaram al-Sharīf, S. 33–45.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tore des Tempelberges – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien