Torsionskurbelachse

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Die Torsionskurbelachse ist eine Bauart der hinteren Radführung von frontgetriebenen Automobilen. Sie gehört wie die Verbundlenkerachse zu den Halbstarrachsen.

Die mit einer torsionsweichen Achsbrücke verbundenen Radträger sind starr am Ende je einer Schwinge befestigt. Die Achsbrücke ist ein biegesteifer, aber torsionsweicher Träger. Die beiden Schwingen sind gegeneinander elastisch verdrehbar. Die beiden Räder federn weitgehend unabhängig voneinander ein, bleiben aber immer in einer Flucht (wie bei einer Starrachse).

Die Torsionskurbelachse wurde ab Ende der 1950er Jahre in vielen Modellen von DKW, Auto Union und Audi NSU verwendet, zunächst 1959 im DKW Junior, zuletzt bis Ende 1996 im Audi Coupé B3. Die Schwingen waren als „Schwerter“ torsions- und in Querrichtung biegeweich, weshalb zur Querführung ein Panhardstab nötig war. Um die Achsbrücke zu versteifen war bei einigen Ausführungen ein Torsionsstab innerhalb des mit U-Profil-Querträgers eingebaut. Drehstäbe oder Schraubenfedern dienten zur Federung.

Chrysler verwendete Torsionskurbelachsen 1980 bis 1996 bei der K-Plattform (etwa im Dodge Aries, Plymouth Reliant, Chrysler LeBaron aber auch einigen anderen).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dieter Korp: Jetzt helfe ich mir selbst, Band 22: Audi 60, 72/L, 75/L, 80/L, Super 90, bis August 1972
  • Dieter Korp: Jetzt helfe ich mir selbst, Band 51: Audi 100 - alle Modelle (ab August '74), Motorbuch Verlag, Stuttgart, ISBN 3-87943-419-0

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]